Europaminister Peter Friedrich erkundet Erlebnis- und Gewerbepark Ehoch4

Gespannt verfolgen (von rechts) Minister Peter Friedrich und Landtagskandidat Michael Femmer die Ausführungen von Jürgen Gaugel zum „Ehoch4“-Projekt. | Bild: Reinhard Rapp

Bericht des Südkuriers vom 22.02.2016 von Reinhard Rapp
Südkurier | 22.02.2016


SPD-Mann Peter Friedrich führt mit Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel auch zum Thema Flüchtlinge wichtige Gespräche.

Ein eiskalter Wind fegte über das Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne, als Europaminister Peter Friedrich (SPD) auf seiner Wahlkampftour das „Ehoch4“-Projekt besuchte und sich von Geschäftsführer Jürgen Gaugel, Planer Volker Fouquet, Professor Thomas Stark von der Hochschule Konstanz und Kristian Peter vom „International Solar Energy Research Center Konstanz“ (ISC) umfassend informieren ließ.

Im Anschluss an einen Rundgang, bei dem Gaugel und Fouquet dem Mitglied der Landesregierung die verschiedenen Einzelbereiche des künftigen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien zeigten und sich der Besucher vom guten Zustand der Gebäude überzeugen konnte, bekam der Minister während einer Gesprächsrunde im ehemaligen Wachgebäude von Gaugel, Fouquet, Peter und Stark detaillierte Darstellungen aller Themenbereiche des Parks, der Kooperationen, der bereits erfolgten Arbeiten am Rückbau von Betonflächen, der Forschungsziele und dem Planungsstand. Gaugel wies auch auf die bereits erfolgte Befreiung des gesamten Areals von Altlasten und der dazugekauften Riedsäge hin.

Angesprochen auf das Flüchtlingsthema bemerkte Jürgen Gaugel, dass er diesbezüglich im Gespräch mit dem Regierungspräsidium stehe. „Wenn Leute in Zelten hausen müssen, kann ich momentan unbenutzte Gebäude nicht leerstehen lassen“, betonte er. Seine Idee sei, so Gaugel, Flüchtlingen nicht nur ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern auch sinnvolle Betätigung. Ihm schwebe vor, den Leuten durch Ausbildung und Beschäftigung eine Perspektive zu geben. Volker Fouquet fügte hinzu, dass die Asylbewerber für Aufbauhilfe in ihrer Heimat vorbereitet werden sollen. Minister Friedrich schlug dazu vor, eine Art „Akademie für Wiederaufbau“ einzurichten.

Als Muster ideeller Voraussetzungen und eine „große Spielwiese“ für die Forschung bezeichnete Thomas Stark das Projekt „Ehoch4“. Hier könne man die einzelnen Szenarien durchspielen. Für die Kooperation mit weiteren Hochschulen würde zusätzlich eine Organisationsstruktur entwickelt, fügte der Hochschuldozent aus Konstanz hinzu.

Artikel vom 22.02.2016