Ehoch4-Quar­tier 4.0 er­hält För­de­rung

Schwäbische Zeitung | 24.05.2016


Das International Solar Energy Research Center Konstanz (ISC) erhält für das Projekt "Ehoch4-Quartier 4.0" 360 000 Euro vom Umweltministerium. Staatssekretär André Baumann hat den Förderbescheid am Montag überreicht. Das auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne geplante Projekt zählt damit zu den zwei Smart-Grids-Projekten, die mit insgesamt über 700 000 Euro gefördert werden. "Die Energieversorgung der Zukunft benötigt intelligente Netze", erklärte Baumann in einer Pressemitteilung. "Die Landesregierung fördert daher Projekte, die auf der Ebene der Verteilnetze dazu beitragen, Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen sowie Erzeugungsanlagen, Speicher und Verbraucher mittels moderner Informationstechniken intelligent miteinander zu vernetzen."

Auf dem Ehoch4-Areal stehen Fotovoltaik, Wasserkraft und Biogas zur Verfügung. Verschiedene Energiewandlungsverfahren aus Solar-, Akku-, Kraft-Wärme-Kopplung- und Wärmepumpentechnik sollen miteinander kombiniert werden. Neben maximalem Eigenverbrauch soll dem Netzbetreiber hiermit sowohl positive als auch negative Regelenergie zur Verfügung gestellt werden können. In Abhängigkeit von Strombedarf und Netzauslastung soll das System bei Wärmebedarf selbstständig entscheiden, ob die Strom erzeugende KWK-Technik oder die Strom absorbierende Wärmepumpentechnik zum Einsatz kommt.

Über 352 000 Euro erhält ein Konsortium von sieben Partnern unter Führung des Forschungszentrums Informatik am KIT in Karlsruhe für das Projekt "DSM-Plattform BW". Ziel ist die Konzeption einer Online-Plattform, die die Potenziale einer gesteuerten Stromnachfrage in Baden-Württemberg in hoher regionaler und zeitlicher Auflösung erfassen und darstellen kann.

Mehr Informationen zum Thema Smart Grids gibt es unter www.um.baden-wuerttemberg.de.


Artikel vom 24.05.2016

Hohentengen: Weiterer Baustein für Energieforschung

Ehoch4 wird Standort für das Großprojekt "Schaufenster intelligenter Energie"

Südkurier | 24.03.2016


Das Unternehmen Ehoch4 gilt als wichtiger Standort und wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und zu einem von fünf Schaufensterregionen in Deutschland ausgewählt.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert fünf ausgewählten Schaufensterregionen in Deutschland mit 230 Millionen Euro über einen Projektzeitraum von vier Jahren. Darunter: Ehoch4, das als wichtiger Standort und Partner im Vorhaben "C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland" erachtet wird. Das Schaufenster "C/sells" in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen hat den Schwerpunkt "Sonne". Wie die Firma erläutert, steht dabei die regionale Optimierung von Erzeugung und Verbrauch im Fokus. Es soll ein zellulär strukturiertes Energiesystem aufgebaut werden ("C/sells"), also autonom handelnde, regionale Zellen, die im überregionalen Verbund miteinander agieren.

Eine dieser Zellen wird auf Ehoch4 abgebildet. Die Forschungsarbeiten vor Ort werden durch das ISC Konstanz in Kooperation mit dem Frauenhofer-Institut IWES, der HTWG Konstanz und der EnBW-Tochter Erdgas Südwest unter anderen durchgeführt und soll zum dritten Quartal 2016 starten. "Es ist ein großartiger Erfolg", so Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel, „dass mit der Förderzusage des Bundeswirtschaftsministerium für "C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland" auf Ehoch4 ein weiterer wichtiger Baustein für die Energieforschung in Hohentengen umgesetzt werden kann.

Das Vorhaben "C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland" ist ein zentraler Baustein im übergeordneten Ehoch4-Forschungskonzept "Energie- und Rohstoffwende im ländlichen Raum". Dieses besteht im Kern aus dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen. Als Keimzelle einer neuartigen Einrichtung, die mit auf eigener Fläche regenerativ erzeugter Energie auf ländlichen Gebiet einen nachfrageorientierten, sektorenübergreifenden Export unterschiedlicher Energieträger in verdichtete Stadträume sicherstellen kann. Im weiteren Ausbau umfasst die Region mittelfristig die angrenzende landwirtschaftliche Fläche des Landkreises Sigmaringen sowie die beiden Mittelzentren Sigmaringen und Bad Saulgau.

Artikel vom 24.03.2016

Dürre in Nahost - Warum eine noch viel größere Flüchtlingswelle droht

von Gil Yaron
Die Welt | 14.03.2016

 

Seit 900 Jahren war es in Arabien nicht mehr so trocken. Bauern ziehen in die überfüllten Städte. Zusammen mit Religionskriegen und Rückständigkeit wird das noch mehr Flüchtlinge nach Europa treiben.

Die bislang wohl wichtigste Meldung des Jahres über den Nahen Osten schaffte es nicht in die Schlagzeilen deutscher Zeitungen. Die berichteten zwar über Syriens labilen Waffenstillstand, Chaos in Libyen, Kämpfe im Irak und Jemen, die Wahlen im Iran, die Terrorwelle in Israel und die politischen Krisen in der Türkei und Saudi-Arabien. Doch all das hätte angesichts eines neuen Berichts (Link: www.nasa.gov/feature/goddard/2016/nasa-finds-drought-in-eastern-mediterranean-worst-of-past-900-years) der US-Weltraumbehörde Nasa in der Berichterstattung nur die zweite Geige spielen dürfen.

Denn mithilfe ihrer Satelliten blickten die amerikanischen Forscher über den Tellerrand des Alltagschaos der Levante hinaus. Sie dokumentierten eine der Ursachen des Tohuwabohu, das die arabische Welt seit fünf Jahren zerreißt.

Seit 1998 herrscht in der Region nämlich "die längste Dürreperiode seit 900 Jahren", hieß es aus den USA. Die ist nicht nur länger, sondern auch um 50 Prozent trockener als alle Dürreperioden der vergangenen 500 Jahre. Es wäre nicht das erste Mal, dass Klimawandel das Angesicht der Region von Grund auf verändert und globale strategische Konsequenzen nach sich zieht.

Ernüchternde Berichte der UN
Experten sprachen bislang von drei zentralen Problemen, die sich wie rote Fäden durch fast alle Konflikte in Nahost ziehen – ungeachtet erheblicher Unterschiede zwischen den 22 arabischen Staaten. Da ist der uralte Religionsstreit 1336 Jahre nach der Schlacht von Kerbela und der Ermordung eines Enkels des Propheten Mohammed, der den Islam in Schiiten und Sunniten spaltet. In Syrien, dem Irak, im Libanon und der arabischen Halbinsel wird dieser uralte Zwist fortgeführt, wo er zur Trennlinie zwischen den Bürgerkriegsparteien wurde.

Das zweite Problem sind chronische Defizite an Demokratie, Emanzipation und Bildung, die seit 2002 in einer Reihe von Berichten der Uno – den "Arab Human Development Reports" (Link: www.arab-hdr.org) (AHDR) – minutiös festgehalten wurden. Die Berichte dokumentieren, wie fehlende Frauenrechte die arabische Welt zurückhalten.

So wie im Falle der weit verbreiteten Kinderehen. Laut neuesten Statistiken ist jede siebte Braut Arabiens minderjährig. Die meisten arabischen Staaten haben zwar ein gesetzliches Mindestalter fürs Heiraten (in Jemen ist das 15 Jahre). Doch vielerorts nutzen Familien juristische Hintertürchen, um Frauen über religiöse Instanzen schon vorher zu vermählen.

So entsteht ein Teufelskreis, in dem "Armut, mangelnde Bildung, hohe Fruchtbarkeit und schlechte Gesundheit die wirtschaftliche und soziale Entwicklung einer Gesellschaft behindern", so ein Bericht des "Population Reference Bureau". Die AHDR konstatierten ferner, dass (inzwischen mit der Ausnahme Tunesiens) kein arabischer Staat frei ist. Und sie belegen die mangelnde Bildung in der Region, wo die Analphabetenrate der Erwachsenen im Jahr 2003 bei 43 Prozent lag – höher als in der Dritten Welt.

All das führte dazu, dass die arabische Welt im Jahr 2005 weniger industrialisiert war als dieselbe Region im Jahr 1975. Eine ganze Generation junger Araber wurde nicht nur ihrer Zukunft, sondern ihrer Gegenwart beraubt. Deswegen entbrannte hier ein Kampf darum, wie diese Missstände zu beheben sind: ob mit mehr oder weniger Demokratie, und vor allem: mit welcher Form des Islams?

All diese Probleme sind seit Ausbruch der Arabellion noch schlimmer geworden: Es gibt weniger Bildung, Freiheit und Emanzipation, die Gräben zwischen Schiiten und Sunniten sind tiefer, die Debatten um die Lösung härter, die radikalen Auswüchse abstruser geworden.

Dass es in Arabien irgendwann kriseln musste, war also klar. Doch warum ausgerechnet 2011? Und warum überall zugleich? Darauf lieferte die Nasa einen Teil der Antwort. Im Sommer 2010 kamen mehrere extreme klimatische Ereignisse zusammen, die das labile Gleichgewicht des Nahen Ostens kippten: In China herrschte eine Jahrhundertdürre, riesige Steppenbrände in der Ukraine und Russland und starke Überschwemmungen in Kanada und Australien führten zu Missernten und verdoppelten den Weizenpreis.

Das traf vor allem den Nahen Osten – eine Region mit fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber nur einem Prozent der weltweiten Süßwasserreserven. Neun der zehn größten Weizenimporteure der Welt sind hier. Besonders devisenarme Staaten wie Ägypten litten darunter. Hinzu kam besagte, von der Nasa belegte Dürre.

Parallelen zu historischen Dürren
In Syrien verendeten zwischen 2006 und 2011 rund 85 Prozent der Herden, 800.000 Bauern verloren ihren Lebensunterhalt, drei Millionen Syrer rutschten in die Armut ab und wanderten in die übervölkerten Städte. Dort lebten bereits rund eine Million Iraker, die vor dem Chaos im eigenen Land flohen. Der Schatt al-Arab, der als Standort des biblischen Paradieses galt, die Wiege der menschlichen Zivilisation, wurde von Dürre, Staudämmen in der Türkei, einer genozidalen Politik Saddam Husseins und dem späteren Bürgerkriegschaos und durch Korruption zerstört.

In ganz Nahost entstand so der große Sturm: Die am schnellsten wachsende, jüngste Bevölkerung des Erdballs, von korrupten und verkrusteten staatlichen Strukturen verwaltet, wird von gewaltigen Umweltproblemen heimgesucht. Das perfekte Pulverfass.

Dieses Zusammenwirken von Klimawandel und politischer Krise ist nicht neu. Hätte es vor 3300 Jahren Zeitungen gegeben, sie würden von denselben Schlagzeilen geschmückt, die wir heute aus Nahost lesen. Das "erste internationale Zeitalter" der späten Bronzezeit war Zeuge eines Dominoeffekts mit dem Kollaps der bis dahin bekannten zivilisatorischen Strukturen.

Innerhalb weniger Jahrzehnte brachen die Reiche der Hethiter, der Assyrer, Mykene, Zypern und sogar das reiche Ägypten zusammen. Ursache: eine andauernde Dürre. Die führte zu einer Kettenreaktion: verarmte Bauern wurden zu kriegerischen Nomaden ("Seevölker" genannt). Die Ausgaben für Grenzverteidigung stiegen, während Steuereinnahmen aus Landwirtschaft und Handel fielen. Letztlich erlagen die hochorganisierten Staaten diesen Stressfaktoren.

Eine ähnliche Kettenreaktion ist im Hochmittelalter belegt. Ab 1025 unserer Zeitrechnung erschütterten Kältewellen und Dürren sechzig Jahre lang das Gebiet von Afrika bis Asien – mit ähnlichen Konsequenzen. Byzanz wurde zum Rumpfstaat reduziert, das Reich der Ghaznawiden in Schutt und Asche gelegt, die Fatimiden zurückgedrängt, Nordafrika verwüstet und der Grundstein für das Osmanische Reich gelegt.

Die Türken aus den Steppen Asiens, bislang friedliche Bauern an den Rändern anderer Imperien – wurden durch Dürren in eine Dampfwalze der Eroberung verwandelt, der keiner der geschwächten, korrupten Staaten widerstehen konnte.

Ähnlich wie heute war es eine Zeit religiöser Spannungen. Eine puristische Form des Islam machte sich nach Jahrhunderten ausgesprochener Toleranz breit, Schiiten und Sunniten fielen nach langem Frieden übereinander her, der Islam führte in dieser heterogenen Region ethnische Säuberungen durch. Und jedes Mal überschwemmten Millionen von Flüchtlingen angrenzende Kontinente.

Missmanagement und Armut
Wenn die Geschichte als Leitfaden dienen kann, dann muss der Nasa-Bericht Europa gewaltige Sorgen bereiten. Denn er demonstriert, dass die Flüchtlingswelle, die den Zusammenhalt des alten Kontinents bedroht, nicht nur lokale politische, sondern auch globale, klimatische Auslöser hat. Und es wird noch schlimmer: Regenfälle sollen in der Region um bis zu 90 Prozent abnehmen.

So dürften die Flüchtlinge in Europa nur eine erste Welle sein. Millionen weitere werden folgen, wenn Missmanagement, Armut, historische Konflikte und ein unerbittlicher Klimawandel weite Teile des Nahen Ostens unbewohnbar machen.

Europa muss sich deswegen jetzt noch viel aktiver für die Stabilisierung des Nahen Ostens einsetzen, und vor allem regionale Kooperationen in Sachen Umwelt und Wasser noch viel entschiedener vorantreiben – nicht um Menschen in Nahost, sondern um sich selbst zu retten. Sonst bleibt dem Kontinent nur, sich langfristig auf noch viel größere Flüchtlingswellen vorzubereiten.

 

Artikel vom 14.03.2016

Europaminister Peter Friedrich erkundet Erlebnis- und Gewerbepark Ehoch4

Gespannt verfolgen (von rechts) Minister Peter Friedrich und Landtagskandidat Michael Femmer die Ausführungen von Jürgen Gaugel zum „Ehoch4“-Projekt. | Bild: Reinhard Rapp

von Reinhard Rapp
Südkurier | 22.02.2016

 

SPD-Mann Peter Friedrich führt mit Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel auch zum Thema Flüchtlinge wichtige Gespräche.

Ein eiskalter Wind fegte über das Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne, als Europaminister Peter Friedrich (SPD) auf seiner Wahlkampftour das „Ehoch4“-Projekt besuchte und sich von Geschäftsführer Jürgen Gaugel, Planer Volker Fouquet, Professor Thomas Stark von der Hochschule Konstanz und Kristian Peter vom „International Solar Energy Research Center Konstanz“ (ISC) umfassend informieren ließ.

Im Anschluss an einen Rundgang, bei dem Gaugel und Fouquet dem Mitglied der Landesregierung die verschiedenen Einzelbereiche des künftigen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien zeigten und sich der Besucher vom guten Zustand der Gebäude überzeugen konnte, bekam der Minister während einer Gesprächsrunde im ehemaligen Wachgebäude von Gaugel, Fouquet, Peter und Stark detaillierte Darstellungen aller Themenbereiche des Parks, der Kooperationen, der bereits erfolgten Arbeiten am Rückbau von Betonflächen, der Forschungsziele und dem Planungsstand. Gaugel wies auch auf die bereits erfolgte Befreiung des gesamten Areals von Altlasten und der dazugekauften Riedsäge hin.

Angesprochen auf das Flüchtlingsthema bemerkte Jürgen Gaugel, dass er diesbezüglich im Gespräch mit dem Regierungspräsidium stehe. „Wenn Leute in Zelten hausen müssen, kann ich momentan unbenutzte Gebäude nicht leerstehen lassen“, betonte er. Seine Idee sei, so Gaugel, Flüchtlingen nicht nur ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern auch sinnvolle Betätigung. Ihm schwebe vor, den Leuten durch Ausbildung und Beschäftigung eine Perspektive zu geben. Volker Fouquet fügte hinzu, dass die Asylbewerber für Aufbauhilfe in ihrer Heimat vorbereitet werden sollen. Minister Friedrich schlug dazu vor, eine Art „Akademie für Wiederaufbau“ einzurichten.

Als Muster ideeller Voraussetzungen und eine „große Spielwiese“ für die Forschung bezeichnete Thomas Stark das Projekt „Ehoch4“. Hier könne man die einzelnen Szenarien durchspielen. Für die Kooperation mit weiteren Hochschulen würde zusätzlich eine Organisationsstruktur entwickelt, fügte der Hochschuldozent aus Konstanz hinzu.

Artikel vom 22.02.2016

Minister Friedrich besucht Energiepark-Projekt in Hohentengen

Von links: Michael Femmer, Kristian Peter (International Solar Energy Research Center Konstanz), Peter Friedrich (Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten) und Professor Dr. Thomas Stark (Hochschule Konstanz). / Bild: Reinhard Rapp

von Reinhard Rapp
Südkurier | 19.02.2016


Beim Rundgang erklärt Ehoch-4-Eigentümer Jürgen Gaugel (rechts) die Platzierung der Bereiche des Erlebnis- und Gewerbeparks auf dem Gelände der Oberschwabenkaserne.

Artikel vom 19.02.2016

 

 

 

 

Erlebnis- und Gewerbepark in Hohentengen stockt

„Ehoch4“-Besitzer Jürgen Gaugel erklärt das Projekt des Erlebnis- und Gewerbeparks, auf dem ehemaligen Oberschwabenkasernengelände, einer Delegationvon Bündnis 90/Die Grünen. | Bild: Reinhard Rapp
Auf diesem Areal soll das Projekt realisiert werden. Doch die Gewerbeansiedlung stockt derzeit, weil über eine mögliche Unterbringung von Flüchtlingen spekuliert wird.

von Reinhard Rapp
Südkurier | 18.02.2016


Erlebnis- und Gewerbepark in Hohentengen stockt

Die Ansiedlung von Gewerbe auf dem Gelände der früheren Oberschwabenkaserne in Hohentengen stockt, weil über die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen spekuliert wird. Jürgen Gaugel, Eigentümer des Areals, plant hier einen Lern- und Energiepark. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.

Die Ansiedlung von Gewerbe auf dem Gelände der früheren Kaserne in Hohentengen stockt, weil über die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen spekuliert wird. Jürgen Gaugel, Eigentümer des Areals, plant hier einen Lern- und Energiepark.

Wie ist der aktuelle Stand der Planungen des Projekts?
Seit vier Wochen liegt die Baugenehmigung für den Lern- und Energiepark vor. Die Ravensburger Mannschaft um Carlo Horn hat die Planungen abgeschlossen und eine europaweit einzigartige Anlage konzipiert. Zudem sind wir zusammen mit der Hochschule Konstanz, dem Fraunhofer-Institut und anderen an unterschiedlichen wissenschaftlichen Wettbewerben beteiligt. Außerbild dem nehmen wir an einem Forschungsprojekt teil, welches auch vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. Teilweise liegen schon Zusagen vor. Wir sind stolz, was die Wissenschaftler um uns herum machen und, dass sie sich hundert Prozent mit uns identifizieren.

Im November haben Studenten aus Konstanz einen Workshop mit interessanten Ergebnissen absolviert.
Derartige Veranstaltungen werden noch öfter stattfinden. Mit dem Thema Akademie sind wir in der Planung sehr weit. Federführend ist hier das Team um Professor Stark von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz. Schade war nur, dass der Bürgermeister trotz Einladung nicht dabei sein wollte.

Wie sieht es mit Vermietung einzelner Gebäude aus?
Wir hatten einen Mieter, der im früheren Casinogebäude eine Schaukäserei eröffnen wollte. Dazu sollte der Bebauungsplan von der Gemeinde geändert werden. Dies ist bisher nicht geschehen, wurde sogar mehrmals von der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung genommen. Dadurch wird klar und deutlich eine Gewerbeansiedlung verhindert. Allerdings sind wir mit weiteren Interessenten im Gespräch. Derzeit verlegen wir Glasfaserkabel und schließen zuerst das bereits an die Firma Hamcos vermietete frühere Stabsgebäude umgehend an. Unser Gelände sowie die Riedsäge sind mittlerweile frei von Altlasten.

Was hat Ihrer Meinung nach die ursprünglich vorhandene Euphorie gedämpft?
Die Euphorie ist bei allen Beteiligten noch da, bis auf den Bürgermeister und einige seiner Gemeinderäte, weil diese offensichtlich die Lage nicht richtig einordnen können. Sie sind über das Thema Flüchtlinge gestolpert und alles, was vorher gut war, ist auf einmal schlecht. Aber das ist Sache der Gemeinde. Schade ist natürlich, dass wir darunter leiden und Gewerbeansiedlung und die Realisierung von „Ehoch4“ klar verhindert wird.

Wie soll es nun weitergehen?
Wir müssen die Dinge neu sortieren und die nächsten Schritte entsprechend planen. Klar ist aber, dass wir Eigentümer des Geländes sind und somit letztendlich entscheiden, was passiert.

Energiepark
Nach Aufgabe des Bundeswehrstandorts ging das Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) aus dem Staatsbesitz in private Hände über. Mit dem von Sowi-Energie (Jürgen Gaugel) und der Kommunalberatung Konstanz (Volker Fouquet) entwickelten Nutzungskonzept „Ehoch4“ entsteht dort der europaweit einmalige Erlebnis- und Gewerbepark für erneuerbare Energien. Nach Fertigstellung wird der Park allein auf Basis der fünf regenerativen Energieformen komplett energieautark arbeiten.

Vonseiten des Regierungspräsidiums wurde angefragt, ob auf dem Areal Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Gaugel könne sich vorstellen, die leer stehenden Unterkunftsgebäude zu belegen und gleichzeitig den Asylbewerbern eine Ausbildung zu Aufbauhelfern in ihrer Heimat zu ermöglichen. Im Moment leben keine Flüchtlinge auf dem Areal. Und es sei auch nichts über den Gemeinderat hinweg entschieden worden.


Artikel vom 18.02.2016

Europaminister Peter Friedrich: "Ehoch4 kann Flüchtlinge qualifizieren"

Peter Friedrich ist Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg. Bei einem Besuch in der Sigmaringer Redaktion sagt er: „Die Arbeit fördert das Selbstbewusstsein eines jeden Flüchtlings.“ / Bild: Thilo Bergmann

von Patrick Laabs
Schwäbische Zeitung | 17.02.2016


Peter Friedrich (SPD) besucht den Landkreis Sigmaringen – Forderung: Hiesige Firmen müssen mit Flüchtlingen planen können.

Die beste Art, Flüchtlinge in Deutschland zu integrieren, ist es, ihnen Arbeit zu geben. Dieser Überzeugung hat der baden-württembergische Europaminister Peter Friedrich (SPD) bei einem Besuch in der Sigmaringer Redaktion Ausdruck verliehen. „Die Arbeit fördert das Selbstbewusstsein eines jeden Flüchtlings. Gebraucht zu werden, das macht etwas mit ihm“, sagte er im Gespräch mit den SZ-Redakteuren Michael Hescheler und Patrick Laabs. Kein Sprachkurs könne bezüglich der Integration ähnlich fruchtbar sein. Dieses Rezept habe schon bei „Erkan und Luigi“ in den 60er- und 70er-Jahren zum Erfolg geführt, sagte Friedrich, der auch stellvertretender Vorsitzender der Landes-SPD ist.

Von hiesigen Firmenchefs, auch aus dem Landkreis Sigmaringen, erfahre er allerdings immer wieder, wie problematisch es sei, Flüchtlinge in Lohn und Brot zu bringen. „Das liegt ganz klar an den vielen bürokratischen Hürden, die pragmatischem Handeln oft entgegenstehen“, so der SPD-Mann. Die grün-rote Landesregierung habe in dieser Hinsicht schon einiges bewirkt, indem sie beispielsweise dafür gesorgt habe, dass Flüchtlinge mittlerweile nach drei Monaten arbeiten dürfen und nicht erst nach sehr viel längerer Zeit. Doch ein Kernproblem bestehe für die Firmen weiter: Einem Flüchtling einen Ausbildungsplatz zu verschaffen, birge eine nicht unerhebliche Gefahr, da dieser während der Ausbildung abgeschoben werden könne: „Das müssen wir ändern“, sagt Friedrich, „die Arbeitskraft eines Flüchtlings muss für einen Betrieb planbar sein“.

Unmittelbar vor dem Redaktionsgespräch in Sigmaringen war Friedrich beim Erlebnis- und Gewerbepark für erneuerbare Energien Ehoch4 in Hohentengen, um sich von den dortigen Fortschritten ein Bild zu verschaffen. Wie in diesen Zeiten üblich, drehte sich auch dort vieles schnell um das Thema Flüchtlinge. „Dort entwickelt sich gerade im Energiebereich viel Know-how“, sagte der 43-jährige Konstanzer. Gemeinsam mit den Ehoch4-Machern Jürgen Gaugel und Volker Fouquet habe er erörtert, ob die „Akademie für Nachhaltigkeit“ auch für die Qualifizierung von Flüchtlingen infragekommen könnte – „allerdings war das eher spontan und ist alles andere als spruchreif“, sagte Friedrich. Dennoch: Ehoch4 sei mit seinen Rahmenbedingungen grundsätzlich „ganz bestimmt in der Lage, Flüchtlinge für den Wiederaufbau ihrer Heimatländer zu qualifizieren“, so der Minister. Viele Flüchtlinge würden eines Tages zurückkehren wollen. „Wenn sie dann beispielsweise eine Stromversorgung mitaufbauen können, wirkt das friedensstiftend“, sagte er. Viele Kriegsursachen seien schließlich Verteilungskämpfe um Ressourcen.

Friedrich: Höhere Wahlbeteiligung ist gut für SPD

Wenn Friedrich sich als Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten einmal nicht an einem seiner drei Dienstsitze in Stuttgart, Berlin und Brüssel aufhält, ist er in seiner Freizeit leidenschaftlicher Radfahrer. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern findet in jedem Jahr eine Fahrradtour statt – „vor zwei Jahren sind wir von Donau- eschingen nach Ulm geradelt – und der Abschnitt zwischen Beuron und Sigmaringen war der Schönste“, so der Minister. Ähnlich schön werde die Donau erst wieder in Serbien.

Auf die Frage, was denn passieren müsse, damit er auch weitere Urlaube als Minister von Baden-Württemberg verbringen dürfe, reagierte Friedrich entschlossen: „Wir müssen die Leute davon überzeugen, zur Wahl zu gehen. Je mehr hingehen, desto besser wird die SPD und desto schlechter wird die AfD abschneiden.“ Baden-Württemberg sei das Bundesland, das am stärksten von Europa profitiere. „Wer also AfD wählt, wählt gegen Europa, und damit auch gegen Baden-Württemberg.“

Friedrich wurde in Hohentengen und Sigmaringen von den beiden SPD-Kandidaten im Landkreis Sigmaringen, Michael Femmer und Robin Mesarosch, begleitet.

Artikel vom 17.02.2016

 

 

Ehoch4 wird Standort für das Großprojekt „Schaufenster intelligente Energie“

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert fünf ausgewählten Schaufensterregionen in Deutschland mit 230 Millionen über einen Projektzeitraum von vier Jahren.

Dabei ist Ehoch4 wichtiger Standort und Partner im Vorhaben „C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland“: Das Schaufenster „C/sells“ in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen hat den Schwerpunkt „Sonne“. Dabei steht die regionale Optimierung von Erzeugung und Verbrauch im Fokus. Es soll ein zellulär strukturiertes Energiesystem aufgebaut werden („Cells“), also autonom handelnde, regionale Zellen, die im überregionalen Verbund miteinander agieren. Eine dieser Zellen wird auf Ehoch4 abgebildet. Die Forschungsarbeiten vor Ort werden durch das ISC Konstanz in Kooperation mit der HTWG Konstanz und der EnBW-Tochter Erdgas Südwest u. a. durchgeführt

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie




Studenten der Hochschule Konstanz liefern tolle Ideen

Workshop „Solares Bauen im Bestand“ auf Ehoch4-Gelände in Hohentengen. Die erzielten Ergebnisse begeistern Dozent und Planer. (Foto: Reinhard Rapp)

von Reinhard Rapp
Südkurier | 20.11.2015


Ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung des Projekts „Ehoch4 – Europäischer Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien“ vollzog sich vergangene Woche auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne. Rund 20 Studenten der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung informierten sich unter Leitung des Dozenten Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark und seines Mitarbeiters Christopher Klages über das Vorhaben und erarbeiteten insgesamt neun solare Konzepte zur Gestaltung der solartechnisch nutzbaren Flächen an bestehenden Gebäuden.

Planer Volker Fouquet von „Ehoch4“ nahm nach einer kurzen Einführung die Studentengruppe mit auf das Gelände und zeigte ihnen auch die Gebäude von innen. Dabei wurde eifrig fotografiert und es entstanden bereits erste Ideen in den Köpfen. An zwei Tagen Arbeit in den Räumen der Hochschule kamen diese dann zu Papier. Sogar kleine plastische Modelle brachten die Studenten mit zur Präsentation ihrer Vorschläge. An den Wänden des Besprechungsraums hängten sie die Ausdrucke auf und gaben anhand von Bildschirmprojektionen detaillierte Erklärungen zu ihrem jeweiligen Vorschlag. Vorangehend bezeichnete Thomas Stark das Forschungsprojekt an real existierenden Gebäuden als äußerst ideal. Die Nutzung von brachliegenden Flächen, wozu Stark nicht nur Grund und Boden, sondern auch Dächer und Fassaden zählt, wird seiner Aussage nach künftig mehr und mehr Stadt- und Ortsbild verändern.

Eine Besichtigung des Wasserkraftwerks in der ehemaligen Riedsäge, das ebenfalls zum „Ehoch4“-Gelände gehört, bildete den Abschluss des Workshops. Stark erklärte den Studenten die Funktion der Turbine und der Vorrichtung zur Entfernung von Schwemmgut in der Ostrach. Die wenigsten der Teilnehmer hatten bisher eine derartige Stromerzeugungsanlage in Funktion gesehen und zeigten sich sehr beeindruckt von der Leistung, die ein solch kleiner Wasserlauf letztlich erzeugen kann.

Zusammenfassend nannte Thomas Stark die Workshops eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der die Rahmenbedingungen und die Organisation seitens „Ehoch4“ optimal waren. „Die Ergebnisse sind sehr beeindruckend und hochwertig gestaltete Ansätze mit neuen Ideen, die in der weiteren Entwicklung große Chancen zur Umsetzung in sich bergen“, lobte Stark die Arbeiten seiner Studenten.

Auf der ganzen Linie positiv sieht Volker Fouquet die Veranstaltung. Er ist von den kreativen Ideen und Vorschlägen der Studenten in so kurzer Zeit begeistert. „Was hier geliefert wurde“, sagte Fouquet, „ist dermaßen praktikabel und mit entsprechenden Partnern eventuell umzusetzen“. Ihm habe die Gruppe und die Arbeiten imponiert. „Diese Ergebnisse sind keinesfalls für den Papierkorb entstanden“, setzte Fouquet zum Schluss hinzu.

Artikel vom 20.11.2015



Ehoch4-Workshop erfolgreich beendet

Innerhalb von einer Woche haben die Studenten der HTWG Konstanz Konzepte für die Gebäude auf dem Eoch4-Gelände erarbeitet. (Foto: Kuhlmann)

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 16.11.2015


Professor Thomas Stark ist mit Infrastruktur und Ergebnissen zufrieden


Innerhalb von einer Woche haben die Studenten der HTWG Konstanz Konzepte für die Gebäude auf dem Eoch4-Gelände erarbeitet.

Der erste Workshop mit Studenten der HTWG Konstanz auf dem Ehoch4-Gelände in Hohentengen ist beendet. Für Professor Thomas Stark war die einwöchige Veranstaltung in zweierlei Hinsicht ein Erfolg: Sowohl die organisatorischen Rahmenbedigungen im Akademiegebäude als auch die inhaltlichen Ergebnisse hätten gepasst. Eine Wiederholung sei gewünscht, die Weiterentwicklung einzelner Projekte angedacht.

„Das Gebäude war für unsere Zwecke mit Lehr- und Besprechungsräumen sowie den Zimmern, in denen wir übernachtet und gegessen haben, wirklich gut geeignet“, fasst Thomas Stark zusammen. Auch von den Studenten haben er positive Rückmeldungen erhalten. Noch wichtiger sei allerdings, dass die Studetenten „kreative und spannende Ansätze“ erarbeitet hätten, deren Weiterverfolgung sich in einzelnen Fällen lohne.

Nach einer Besichtigung des Geländes und einzelner Gebäude der ehemaligen Oberschwabenkaserne hatten sich immer zwei Studierende in Teams zusammengefunden, um solare Konzepte für die Gebäude zu entwerfen (die SZ berichtete). „Traditionell beschäftigen sich Architekten nicht mit der Energieversorgung der Gebäude, die sie planen“, so Stark. „Wir wollen uns nicht allein mit der solaren aktivierung der Gebäudehülle beschäftigen, sondern auch einen gestalterischen Mehrwert erzielen.“

Dies sei den Studenten, die sich in einer bunten Mischung aus Anfängern und Studenten höherer Semester zusammen setzten, durchweg gelungen. So hatten die Gruppen sich nicht nur mit dem Ziel beschäftigt, dass sich die Gebäude durch Photovoltaik- und Solarmodule selbst versorgen sollen, sondern auch damit, trotzdem gestalterisch attraktiv zu werden. Zwei Studentinnen hatten etwa eine Holzfassade mit Solarlamellen kombiniert und so eine ansehbare Abwechslung aus vertikalen und horizontalen Linien geschaffen.

Prototypen entwickeln

Thomas Stark könnte sich nun vorstellen, einzelne Ideen als Prototypen auf dem Ehoch4-Gelände umzusetzen. Abhängig wäre das natürlich von den Plänen, die Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen verfolge. „Die Frage wäre, ob wir mit unseren Gruppen trotzdem auf das Gelände dürften“, so Stark. Prinzipiell seien er und seine Mitstreiter nicht nur an den Wohngebäuden, sondern vor allem auch an den Gestaltungsmöglichkeiten für die Hangars interessiert. „Wir könnten Prototypen mit Vorbildcharakter für die Zukunft schaffen“, sagt er. Dazu müsse zunächst ein Partner gefunden werden, der die entsprechende Solartechnik zur Realisierung beisteuern kann und sich auf eine Kooperation einlassen möchte. „Wenn jemand an diese Art von gebäudeintegrierter Solartechnik glaubt, könnten wir ihm das Referenzobjekt zur Anschauung auf dem Ehoch4-Gelände schaffen“, so Stark. Da es derzeit nur wenige Unternehmen in diesem Bereich gäbe, hänge die weitere Arbeit stark von einem interessierten Partner ab.

„Wir wollen schon bald wieder mit einer Gruppe vor Ort sein“, so der Professor. Genauere Absprachen will er mit Jürgen Gaugel treffen, sobald dieser wieder vor Ort ist.


Artikel vom 16.11.2015

 

 

 

Ehoch4: Forschungsgruppen sind startklar

Der Ehoch4-Park dient als energieautarkes Gelände den Forschern als Reallabor.

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 10.10.2015


Erster Workshop mit Studenten findet im November statt – Anträge noch nicht bewilligt

Von der Idee, alle verfügbaren regenerativen Energien in der Erzeugung und im Verbrauch unter Realbedingungen an einem Ort testen und erforschen zu können, sind Professor Thomas Stark von der Hochschule Konstanz und Kristian Peter vom International Solar Energy Research Center (ISC) Konstanz von Anfang an begeistert gewesen. Sie werden Teil der Akademie auf dem Gelände des Europäischen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien (Ehoch4) sein.

Während sie und ihre Mitstreiter auf die Bewilligung von Fördermitteln für ihre Forschungsprojekte warten, bereiten sie den späteren reibungslosen Ablauf in der Akademie vor. Als Auftaktveranstaltung soll ein erster Workshop vom 9. bis 13. November in Hohentengen stattfinden. Teilnehmen werden dort rund 20 Studenten aus Starks Fachgebiet Energieeffizientes Bauen aus Stuttgart, sowie Vertreter des ISC, der Erdgas Südwest, Ehoch4-Projektleiter Jürgen Gaugel und Volker Fouquet teilnehmen werden.

„Der Workshop dient dazu, erste Vorarbeiten für unsere Forschungen zu leisten“, sagt Professor Stark. „Wir werden zum ersten Mal die Lehrräume nutzen und auch auf dem Campus übernachten.“ Ziel der fünf Tage sei es, eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Flächen und Gebäude zu erstellen und die Orte zu definieren, in die solaraktive Flächen eingebaut werden können.

Zwei Projekt-Vorschläge, mit denen sich das ISC Konstanz am Wettbewerb RegioWin beteiligt hat, haben Chancen, gefördert zu werden. Zu ihnen findet am 20. Oktober ein Treffen in Stuttgart statt. ielleicht könnte dann Anfang 2016 losgelegt werden. „Wir wollen eine Photovoltaik-Anlage aus senkrecht aufgestellten Solarmodulen testen, die von uns entwickelt wurden und von beiden Seiten Licht aufnehmen können“, sagt Kristian Peter, ISC-Vorstandsvorsitzender. „Auf dem Ehoch4-Gelände könnten wir eine Teststrecke von einem Kilometer Länge aufbauen. Mit den Ergebnissen wollen wir Politik und Öffentlichkeit vom Nutzen derartiger Systeme überzeugen.“ Die Anlagen könnten entlang von von Straßen oder Bahnlinien installiert werden.

Energieautarkes Gelände

Neben der bestehenden Photovoltaikanlage gibt es an der ehemaligen Riedsäge ein Wasserwerk und auf einem benachbarten Hof eine Biogasanlage. „Wenn dann noch die Windräder im Ravensburger Lernpark gebaut werden, haben wir alle erneuerbaren Energien beisammen“, so Peter. Die Stromverbraucher, die es auf dem Gelände gibt, sollen an diese Energiequellen angepasst werden. Alle Energieerzeuger sollen mit Messgeräten ausgestattet werden. „Wir werden auf dem Gelände die ganze Bandbreite von Abnehmern haben wie in einer kleinen Gemeinde“, so Thomas Stark. „Nur, dass wir alles nach unseren Wünschen steuern können. Das ist eine gigantische Spielwiese, die uns wichtige Erkenntnisse geben wird.“ Klar, im Moment gebe es noch nicht so viele Abnehmer. Aber sobald etwa die Mozzarella-Manufaktur, der Ravensburger Park oder das Hotel in Betrieb seien, sähe das anders aus. „Deshalb stören uns auch die Flüchtlinge nicht, die auf dem Gelände untergebracht werden“, so Stark. „Im Gegenteil: Die verbrauchen Strom und sind für uns gute Testpersonen.“

Stark geht davon aus, dass bald mehrere Gruppen parallel auf dem Ehoch4-Gelände forschen werden. „Das Gute daran ist, dass wir uns direkt austauschen können und die Ergebnisse der anderen gleich in unseren eigenen Projekten berücksichtigen können.“ Studenten zu wöchentlich stattfindenden Vorlesungen nach Hohentengen zu bitten, hält er für unrealistisch. „Die Tendenz geht zu Blockveranstaltungen, bei denen man sich am Stück auf ein Thema konzentriert“, so Stark. Dafür sei der Ehoch4-Campus wie geschaffen.

Das ISC denkt derweil auch über die Gründung eines Unternehmens nach, das in Hohentengen Strom erzeugende Heizungsanlagen fertigen könnte. „Die Gespräche mit den Investoren laufen“, so Peter.

Artikel vom 10.10.2015

 

 

 

Großartige Stimmung in der Fliegerhalle

Beim Oktoberfest in Hohentengen kamen Bürgermeister Peter Rainer (links) und sein Vorgänger Franz Ott beim Baumstammsägen ganz schön ins Schwitzen und unterlagen letztlich doch den Konkurrenten Jürgen Gaugel und Klaus Burger. (Bild: Reinhard Rapp)

Südkurier | 23.09.2015


Mehr als 1500 Besucher kamen zum Oktoberfest nach Hohentengen. Dabei sorgte das Programm für viel Spaß und Unterhaltung. Allerdings musste der Bürgermeister Peter Rainer eine Niederlage einstecken.

Ungebrochen war der Zulauf auch in der zweiten Auflage des Oktoberfests, das die Firma Ehoch4 zusammen mit der Vereinsgemeinschaft Göge und dem Musikverein Hohentengen veranstaltet hatte. Somit hat die langjährige Tradition in der großen Fliegerhalle des ehemaligen Fliegerhorsts, der später zur Oberschwabenkaserne umbenannt wurde, weiterhin Bestand.

Schon vor Öffnung standen die in vielfältigen Kombinationen von Bierzelt-Dirndl und –Lederhosen gewandeten Wies'n-Bummler vor dem Tor Schlange und fieberten der Öffnung entgegen. Mehr als 1500 Besucher belegten in kurzer Zeit nach Einlass die Bänke und Tische und ließen sich zu den Getränken den leckeren Bierbraten und die neueste Kreation der vereinseigenen Oktoberfestküche, den „Göge-Burger“ schmecken. Mit nur drei Schlägen auf den Zapfhahn gelang es Bürgermeister Peter Rainer, das Fass anzustechen und den Gerstensaft in die bereitgestellten Krüge fließen zu lassen.

Für Bombenstimmung im Saal sorgte wie gewohnt Musikdirektor Pius Binder mit seinen Musikerinnen und Musikern des Musikvereins Hohentengen-Göge. Mehrere neue Gags hatten sich die Musiker für heuer einfallen lassen. Das Highlight davon boten die sechs Musiker, von denen je zwei Trompete und Posaune bliesen, Marius Fuchs die Ventile und Züge aller Instrumente jedoch mit Händen und Füßen bediente. Eine wahre Meisterleistung, denn er musste dazu vier Stimmen im Kopf haben. Alte Milchkannen als Trommeln – die Schlagzeuger haben damit das Publikum nach Strich und Faden gerockt. Zwischendurch gaben Theresa Hafner, Franz Schmid und Felix Brummund als Gesangssolisten ihr Bestes und beim Baumstammsägen unterlag das Schultes-Paar Peter Rainer mit Alt-Oberbürgermeister Franz Ott dem Team Jürgen Gaugel und Klaus Burger, dem Landtagsabgeordneten.

Nach Mitternacht legte Daniel Remensperger alias DJ Remi seine Scheiben auf. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gesungen, getanzt und einfach kräftig und friedlich miteinander gefeiert.

Remensperger alias DJ Remi für die Gäste auf. Der Übergang war nahtlos. Die Mischung aus Schlager und Partymusik heizte den Besuchern bis in die frühen Morgenstunden ein.

Artikel vom 23.09.2015

 

 

 

 

's Fuhrmännle: Kater nach dem Fest

Artikel Schwäbische Zeitung | 22.09.2015

Das gab Ärger: Gestern habe ich Krach mit der Redaktion gehabt, weil ich ihr die falschen Informationen vom Oktoberfest in der Fliegerhalle auf dem Ehoch4-Gelände geliefert hatte. Erstens waren es nicht 800 Besucher, sondern fast doppelt so viele Gäste in Dirndl und Lederhosen und zweitens habe ich der Redaktion die Metzgerei Braun unterschlagen, obwohl ich von deren Göge-Burger nicht genug bekommen konnte. Ihr könnt euch vorstellen, was ich mir alles anhören musste - dass ich zu tief ins Glas geschaut habe, das ich zu lange auf der Bierbank getanzt habe. Wenigstens habe ich die Schläge ins Fass von Bürgermeister Peter Rainer richtig gezählt, aber da war das Fest ja noch ganz am Anfang.

Fesche Dirndl und Lederhosen in der Fliegerhalle

Pracht in Tracht: Beim Oktoberfest auf dem Ehoch4-Gelände in Hohentengen feiern die Gäste bis in die Morgenstunden. (Foto: Ina Schultz )

von Janine Lehleiter
Schwäbische Zeitung | 20.09.2015


800 Gäste feiern Oktoberfest der Gögemer Vereine – Bürgermeister Peter Rainer braucht drei Schläge


O’zapft is!“ Drei Schläge hat Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer gebraucht, bis das Bier floss. Zusammen mit Hausherr und Ehoch4-Projektleiter Jürgen Gaugel eröffnete er am Samstag das Oktoberfest in der Fliegerhalle auf dem Ehoch4-Gelände (ehemalige Oberschwaben-Kaserne) in Hohentengen. Schon zum zweiten Mal hat nun dort die Festzeltgaudi der Gögemer Vereine stattgefunden. Die Gäste feierten bis in die späten Stunden bei Maß und Volksmusik.

Trachten, wo man nur hinschaute. Mädchen in feschen Dirndl und Buben in zünftigen Lederhosen füllten am Samstagabend die ehemalige Fliegerhalle. Wie beim originalen Oktoberfest in München tanzten auch in Oberschwaben die Gäste auf Bänken und Tischen, stießen miteinander an und genossen die Stimmung mit Musik aus der Göge.

Die Oktoberfestgemeinschaft Hohentengen veranstaltete auch dieses Jahr das Fest, das schon längst Tradition in der Umgebung ist. Über 800 Gäste hatten im Vorfeld schon zum Fair-Fest zugesagt. Der Einlass in die Halle begann um 18.30 Uhr und kostete drei Euro. Die Halle war gut gefüllt.

Göge-Burger ist Verkaufsschlager

Für leckere Speisen und Getränke sorgten die Metzgerei Igel und Getränke Remensperger, beide aus Hohentengen. Ob Bierbraten mit Schupfnudeln, Steak oder Bratwurst – das Hohentengener Oktoberfest stand dem Original in nichts nach. Der neue Göge-Burger war der Verkaufsschlager des Abends. Artur Kaiser, Vorstand des Sportvereins Hohentengen, probierte ihn selbst. „Einwandfrei“, sagt Kaiser. Jeder zweite Gast kam in den Genuss. Die Maß zum Preis von 6,80 Euro, die deutlich billiger als auf der Münchner Wiesn war, überzeugte ebenso. „Es ist kühl und erfrischend“, so ein junger Partygast. Doch auch wer kein Bier trank, kam mit Wein und antialkoholischen Getränken in Feierlaune.

Vier Vereine der Göge organisierten Unterhaltung und Bewirtung. Der Musikverein Hohentengen, der Sportverein, der Fanfarenzug Enzkofen und der ACV Motorsportclub Göge waren die Veranstalter. Ab 19.30 Uhr sorgten über 90 Musiker des Musikvereins für Stimmung im ehemaligen Hangar. Mit Liedern wie der Fischerin vom Bodensee, dem altbekannten Prosit der Gemütlichkeit bis hin zu Bon Jovi-Hits rissen sie die Festgemeinde mit. Kaum ein Oktoberfestbesucher konnte sich noch auf den rund 280 Bierbänken halten.

Theresa Hafner verzaubert das Publikum

Mit „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ verzauberte Sängerin Theresa Hafner vom Musikverein das Publikum. Einlagen wie der Sägewettbewerb, bei dem auch CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Burger teilnahm, sorgten für zusätzlichen Spaß und Feierlaune. Nebenbei konnten sich die Gäste an der Bar mit verschiedenen Longdrinks erfrischen. Mit „I sing a Liad für di“ legte dann ab 0.45 Uhr Daniel Remensperger alias DJ Remi für die Gäste auf. Der Übergang war nahtlos. Die Mischung aus Schlager und Partymusik heizte den Besuchern bis in die frühen Morgenstunden ein.


Artikel vom 20.09.2015

 

 

 

 

Regionalnachrichten Radio 7


Radio7 | 02.07.2015

 

300 Schafe mähen den Ehoch4-Rasen

Die Schafe scheinen sich auf den Wiesen des Ehoch4-Geländes wohlzufühlen.

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 06.07.2015

Herde lebt zwischen den Modulen der Photovoltaikanlage

Eine Herde Schafe lebt seit etwa zwei Wochen auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne, auf dem der Europäische Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien (Ehoch4) entstehen soll. „Ehoch4 beschäftigt 300 Landschaftspfleger“, heißt es auf der Homepage des Projekts. In der Tat hat Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel die Tiere vor allem aufgrund ihres Hungers angeschafft. „Sie halten die Wiese unter und um die Photovoltaikanlage kurz“, sagt er.

Die 300 Tiere stammen von einem Züchter von der Schwäbischen Alb und werden die nächsten Monate auf dem Gelände verbringen. „Sie finden hier genug zu fressen und wenn es in der Sonne zu warm ist, können die Schafe sich in den Schatten der Module legen“, so Gaugel. Die sind extra so aufgestellt worden, dass die Tiere bequem darunter herlaufen können.

Der Landwirt, der sich um die Flächen auf dem Ehoch4-Gelände kümmert, muss die Tiere lediglich tränken und den mit Elektrozaun umgebenen Bereich, in dem sich die Herde aufhalten darf, hin und wieder verlegen, damit ausreichend Futter vorhanden ist. Wenn die Tiere alt genug ist, werden sie weiterverkauft und durch jüngere Tiere ersetzt. „Wir haben so einen ökologischen Rasenmäher“, sagt Gaugel.

Neben den Schafen gibt es auf dem Gelände zahlreiche Vögel. „Drei Störche kommen uns regelmäßig besuchen und zwei Rehkitze habe ich auch schon gesehen“, erzählt Gaugel. Zukünftig sollen sich aber auch Bienen auf dem Gelände wohlfühlen. Zusammen mit dem BUND hat Gaugel eine Saatmischung für eine Blumenwiese ausgewählt, die Bienen besonders gefällt. 25000 Quadratmeter sind eingesät worden. „Das wird eine prächtige Wiese geben“, freut sich Gaugel. Im Moment wachsen die Blumen zwar schon fließig, Blüten sind aber noch keine zu sehen.

Artikel vom 06.07.2015

 

 

 

 

Gaugel will Fernhochschule auf sein Gelände holen

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 06.07.2015

Rektorin Julia Sander kennt Gebäude von Machbarkeitsstudie, will aber noch keine Einschätzung abgeben


Wenn es nach Jürgen Gaugel, dem Geschäftsführer des Europäischen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien (Ehoch4), geht, könnten auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne in Hohentengen künftig die Mitarbeiter der SRH Fernhochschule in direkter Nachbarschaft zu den Forschern der Ehoch4-Akademie arbeiten. Er hat den Verantwortlichen der Fernhochschule angeboten, auf das Ehoch4-Gelände umzuziehen. „Die passende Infrastruktur ist vorhanden“, sagt er.

Von den Platznöten der Fernhochschule Riedlingen hat Jürgen Gaugel in der Schwäbischen Zeitung gelesen. Die Hochschule hat derzeit 65 Mitarbeiter und betreut 3000 Studenten von drei Standorten aus. Prüfungen finden an einem vierten statt. Um sich zukunftsfähig aufzustellen und mehr Mitarbeitern Platz zu bieten, werde darüber nachgedacht, alle Kapazitäten an einem Ort zu bündeln. Ob dies aber ein Neubau in Riedlingen oder der Umzug in bestehende Gebäude an einen anderen Ort sein könnten, darüber hat sich die Hochschulleitung bisher noch nicht abschließend geäußert, da die Überlegungen sich noch im Anfagnsstadium befinden.

Infrastruktur würde passen
Bad Saulgau hat sich bereits mit den seit drei Jahren leer stehenden Gebäuden der ehemaligen japanische Schule Toin Gakuen ins Spiel gebracht. „Ich glaube aber, dass wir die besseren Voraussetzungen bieten“, glaubt Gaugel und zählt auf: 2500 Quadratmeter und mehr kämen auf dem ehemaligen Kasernengelände locker zusammen, es gäbe Büro- und Lehrräume sowie bei Bedarf Unterkunftsgebäude. „Hier war das Ausbildungsbattailon der Luftwache samt Verwaltung stationiert“, so Gaugel. „Das sind genau die Räume, die auch eine Fernhochschule gebrauchen könnte.“ Ursprünglich hatte Gaugel geplant, die Gebäude je nach Bedarf an interessierte Unternehmen zu vermieten. „Aber im Verbund wären sie sicher auch für die Fernhochschule interessant“, sagt er. „Wir bekommen außerdem Glasfaserkabel und damit eine schnelle Anbindung ans Internet.“

Akademie wäre der Nachbar
Die Mitarbeiter der Fernhochschule befänden sich auf dem Ehoch4-Gelände laut Gaugel in guter Gesellschaft. Hier soll schließlich neben dem Ravensburger Lern- und Erlebnispark auch eine Akademie der nachhaltigkeit entstehen, in der sich Schüler, Studenten und wissenschaftliche Forschungsgruppen mit dem Thema erneuerbare Energien auseinandersetzen. Partner sind Hochschulen Stuttgart, Rottenburg, Biberach und Offenburg, das Fraunhofer Institut für Solare Energiesystem, die Universität Konstanz und das ISC Konstanz (International Solar Energy Research Center). Da die Fernhochschule auch über die Einrichtung von Laboren nachdenke, könnte dies eine gute Ergänzung sein.

Bis Jürgen Gaugel eine Antwort aus Riedlingen erhält, wird es wohl noch eine Weile dauern. Hochschulrektorin Professorin Julia Sander bestätigte zwar den Eingang der „Bewerbung“, will sich aber noch nicht konkret zum Gelände äußern. „Wir kennen die Gebäude von der Machbarkeitsstudie, die wir im Vorfeld für das Ehoch4-Gelände erstellt haben“, sagt sie. Ein Ortstermin sei also für eine Einschätzung der Eignung nicht mehr notwendig. „Es wäre aber wirklich zu früh, jetzt zu diesem Thema Stellung zu nehmen“, gibt sich die Rektorin unverbindlich.

Artikel vom 06.07.2015

 

 

 

 

Pfullendorf Entwicklungsprogramm Konversion: Viele Ideen, wenig Klarheit

Bild: Karlheinz Fahlbusch

von Karlheinz Fahlbusch
Südkurier | 03.07.2015

Der Abschlussbericht der Lenkungsgruppe für den Konversionsraum Sigmaringen liegt vor. Rund 100 Zuhörer kamen zur Präsentation in der Stadthalle am Mittwochabend.

Wer gehofft hatte, am Mittwochabend in der Stadthalle in Sigmaringen pfiffige Ideen für die Nachnutzung der Graf-Stauffenberg-Kaserne präsentiert zu bekommen, der ging vermutlich enttäuscht nach Hause. Der Abschlussbericht der Lenkungsgruppe für das Kommunale Entwicklungsprogramm Konversion (KEK) bot wenig Neues, dafür aber die Erkenntnis: Es ist durchaus möglich, dass zehn Bürgermeister gemeinsame Leitlinien entwickeln. Vertreter aus Sigmaringen, Mengen, Hohentengen, Beuron, Bingen, Inzigkofen, Krauchenwies, Scheer, Sigmaringendorf und Veringenstadt haben in einem Lenkungsausschuss unter Vorsitz des Landkreises ein Entwicklungsprogramm Konversion erarbeitet.

Die fachliche Unterstützung übernahm die Forschungs- und Informations-Gesellschaft für Fach- und Rechtsfragen der Raum- und Umweltplanung MBH aus Kaiserslautern. Deren Einsatz wird vom Land Baden-Württemberg mit 157 000 Euro vergütet. Denn das KEK ist eine Forderung des Landes.

Wer sich die Mühe macht, ein solches Programm zu entwickeln, der wird bei Förderprogrammen bevorzugt behandelt. So bekam Bingen gleich zu Beginn der Planungsphase einen erhöhten Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Auch bei Regiowin, Leader, bei Mittelvergaben aus dem Ausgleichsstock und dem Projekt Landaufschwung sind bereits erste Erfolge zu vermelden, wie Landrätin Stefanie Bürkle in ihrer Begrüßung – nicht ohne Genugtuung – deutlich machte. „Wir haben uns nicht dem Schicksal ergeben“, stellte die Kreischefin fest. Sie hatte den Vorsitz der Lenkungsgruppe von ihrem Vorgänger Dirk Gaerte übernommen und musste sich zunächst einmal intensiv in die Materie einarbeiten. Der Konversionsraum Sigmaringen umfasst, im Gegensatz zu anderen Gebieten in Baden-Württemberg, zehn Kommunen, zwei Kasernen und mehrere Verwaltungsräume. Zwei Jahre lang wurden die Standortstärken und -schwächen beleuchtet und Potenziale herausgearbeitet. Wesentlicher Bestandteil sollte dabei die Beteiligung von Bürgern, Wirtschaftsakteuren, Vereinen und Verbänden sein. Die abgehaltenen Bürgerworkshops glänzten allerdings nicht durch hohe Besucherzahlen. Durch die Nachnutzung der Oberschwabenkaserne Mengen/Hohentengen trat zumindest dort eine Beruhigung ein. Mit dem Energieprojekt „Ehoch4“ und der Ansiedlung von Gewerbebetrieben ist eine Entwicklung eingetreten, die sich viele auch für Sigmaringen wünschen. Doch auch dort sind Gebäude anderweitig genutzt. 30 mögliche Projekte hat die Lenkungsgruppe erarbeitet. Alles Möglichkeiten, die dem kompletten Konversionsraum helfen sollen, die Auswirkungen der Bundeswehrreform abzufedern. Das war auch das Ziel des KEK.

Vier vorrangig zu behandelnde Projekte wurden von FIRU-Geschäftsführer Andreas Jacob und Kollegen vorgestellt. So soll im Konversionsbereich ein Arbeitskräfte-Gateway installiert werden, der mit der Vermittlung und Schulung von internationalen Jobmigranten dem Fachkräftemangel in der Region, aber auch darüber hinaus, entgegen wirken soll. Aktuell ist in der Graf-Stauffenberg-Kaserne bereits der Verein Ebima tätig, der sich vorwiegend um spanische Arbeitskräfte kümmert. Dezentrale Seniorenprojekte, ein Netz der kreisweiten E-Mobilität und eine regionale Gewerbeflächenstrategie sind die weiteren drei Projekte, die Priorität genießen. Deren Umsetzung soll nun möglichst bald angegangen werden. Wobei noch nicht geklärt ist, wie der Finanzbedarf von rund 8 Millionen Euro (ohne Seniorenwohnen) gedeckt werden soll.

„War nicht immer sehr harmonisch“

In der ehemaligen Oberschwabenkaserne bei Hohentengen tut sich bereits eine ganze Menge. Bürgermeister Peter Rainer ist trotzdem überzeugt, dass das Kommunale Entwicklungsprogramm Konversion (KEK) auch für seine Kommune noch Vorteile bringen wird. Profitiert Hohentengen von KEK?
Der ganze Prozess war etwas schwierig, weil es in Sigmaringen zu Beginn sehr theoretische Ansätze und Ideen gab und wir in Hohentengen schon viel weiter waren. Wir hatten Ehoch4 bereits sehr konkret als Projekt und waren auch teilweise schon in der planungsrechtlichen Umsetzungsphase. Deshalb war der Prozess teilweise nicht immer sehr harmonisch. Die Vergleiche waren einfach sehr schwierig.

Gab es Überlegungen, bei KEK auszusteigen?
Nie. Wir sind eine betroffene Kommune. Für uns war immer klar, dass wir dabei sind und versuchen, das Beste daraus zu machen. Mir war es auch wichtig, dass „Ehoch4“ sich nicht nur auf uns bezieht, sondern eine Strahlkraft auf die ganze Region entwickelt.

Hohentengen hat acht Ortsteile. Könnten Sie sich ein Projekt für E-Mobilität vorstellen, wie jetzt vorgeschlagen wurde?
Das ganze Thema ist noch sehr in den Kinderschuhen. Viele Konzepte sind nur einmal erprobt. Was anderswo nicht funktioniert, das muss bei uns nicht auch scheitern. Ich sehe gerade in Zusammenhang mit unserem Projekt „Ehoch4“, wo es ja auch um alternative Energien und deren Anwendung geht, ein großes Potential.

Artikel vom 03.07.2015

 

 

 

Zeppelin verkehrt zwischen Bodensee und Hohentengen

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 24.06.2015


SZ-Leser haben die Möglichkeit, einen Flug zum Sonderpreis zu buchen

Für alle diejenigen, die die Höhe nicht scheuen und unsere Region schon immer einmal aus der Gondel eines Zeppelins betrachten wollten, gibt es jetzt die einmalige Gelegenheit, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Europäischen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien (Ehoch4) in Hohentengen und der Deutschen Zeppelin Reederei Friedrichshafen bietet die Schwäbische Zeitung am Freitag und Samstag ganz besondere Zeppelinfahrten an.


„Der Zeppelin wird für ein paar Tage auf unserem Gelände geparkt und wir haben die Chance, von Hohentengen aus Flüge anzubieten, die es sonst nicht so gibt“, sagt Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel. Der Zeppelin wird von der Fläche des ehemaligen Kasernengeländes starten, der auch schon im vergangenen Jahr als Landeplatz genutzt worden ist. „Der ist von der Reederei abgenommen und wird jetzt wieder verwendet“, so Gaugel. Die Kooperation zwischen der Deutschen Zeppelin Reederei und Ehoch4 wird über die nächsten Jahre immer weiter ausgebaut. Eine weitere geplante Aktion ist es, das der Zeppelin zur Eröffnung des Lern- und Energieparks in Hohentengen sein wird und exklusive Flüge über die Region um Hohentengen angeboten werden.

Am Freitag startet der Zeppelin um 14.30 Uhr in Friedrichshafen und wird nach rund 60 Minuten Flugzeit in Hohentengen landen. Sechs Gäste haben in der Gondel Platz, die zuvor eigenständig nach Friedrichshafen angereist sein müssen. Der Flug kostet 210 Euro. „Zum Vergleich: Normalerweise zahlt man diese Summe für einen 30-minütigen Flug“, betont Gaugel. Am Samstag kann zum Sonderpreis von 405 Euro ein Hin- und Rückflug (insgesamt 120 Minuten Flug) von Hohentengen nach Friedrichshafen gebucht werden. Auch hier haben sechs Passagiere Platz. Start in Hohentengen ist um 9 Uhr. Die Gäste haben dann einen Aufenthalt in Friedrichhafen. Läuft alles nach Plan, geht es um 16.10 Uhr zurück nach Hohentengen. „Die Passagiere sollten allerdings flexibel sein, da sich die Flüge den Wetterlagen anpassen müssen.“

Gebucht werden können die Flüge unter Telefon 07541/59000 (keine Online-Buchbarkeit), hier können auch weitere Fragen beantwortet werden.

Artikel vom 24.06.2015

 

 

 

Hohentengen: Lern- und Energiepark wächst weiter

von Reinhard Rapp
Südkurier | 06.06.2015


Erster Schritt: Installierung der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf dem Areal der ehemaligen Oberschwabenkaserne. Solarparkbetreiber Ehoch4 beschließt Kooperation mit Erdgas Südwest als Direktvermarkter.

Einen gewaltigen Schritt nach vorne bedeutet die Kooperationsvereinbarung zwischen der Erdgas Südwest und der Ehoch4 Solarpark GmbH, die auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts/Oberschwabenkaserne einen Lern- und Energiepark für Erneuerbare Energien baut. Einer der ersten Schritte war die Installation einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, die eine Leistung von 10 Megawatt erzielt. Im Durchschnitt werden davon etwa 11 Millionen Kilowattstunden an Energie erwartet. Für den dort produzierten Strom übernimmt die Erdgas Südwest die Direktvermarktung. Zusätzlich entwickelt sie mit ein Konzept zur autarken Versorgung des gesamten Parks mit Energie.

„Mit der Erdgas Südwest hat das Projekt Ehoch4 genau den richtigen Partner gefunden, der die gleichen Ziele im Bereich erneuerbare Energien verfolgt“, sagt Jürgen Gaugel, Geschäftsführer der Ehoch4 GmbH.

Laut Vorschrift des Gesetzgebers muss die produzierte Energie einer Anlage zur Stromerzeugung mit mehr als 500 Kilowatt Kapazität direkt an der Strombörse vermarktet werden. Dafür hat der neue Kooperationspartner nicht nur das erforderliche Wissen. Das Unternehmen vermarktet im Endverbraucherbereich bereits den Strom der Energieerzeuger an Abnehmer in der Region und zwar im Rahmen des Vertriebskonzepts „Energie von hier zu dir“. Durch die Zusammenarbeit mit Ehoch4 folgt zu mehreren Blockheizkraftwerken entsprechender Größe nun der erste Solarpark im Portfolio. Diese Form der Erzeugung bedeutet, dass Energie nur schwankend zur Verfügung steht. Um die zu erwartende Strommenge prognostizieren und an der Börse vermarkten zu können, sind aktuelle Wetterdaten auszuwerten. Prognose und tatsächlich erzeugte Strommenge müssen möglichst nah beieinander liegen um wirtschaftlich arbeiten zu können. Die notwendige Erfahrung ist bei Ergas Südwest vorhanden. „Regenerative Stromerzeugung und Energieverbrauch müssen wie die Zahnräder eines Uhrwerks ineinander greifen, um das volle Potenzial zu nutzen“, erklärt Ralf Biehl, Geschäftsführer von Erdgas Südwest. „In der Region ist sehr viel Energie vorhanden. Diese wollen wir effektiv nutzen. Im Bereich Direktvertrieb werden wir daher auf diese verschiedenen Erzeugungsformen eingehen und weitere Biogas-, PV- und selektiv auch Windkraftanlagen akquirieren“, fügt Biehl hinzu.

Jedoch nicht nur ein Solarpark soll auf dem ehemaligen Militärgelände entstehen, sondern noch weit mehr. Zum geplanten Lern- und Energiepark, der das Thema erneuerbare Energien für die Besucher greifbar macht und den Kindern und Jugendlichen spielerisch vermitteln soll, sind eine Akademie mit Reallabor für erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung vorgesehen. Dazu ein weiterer Bereich, in dem sich Gewerbekunden ansiedeln können, ein Hotel und die notwendige Infrastruktur für Aus-, Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen für Industrie und Branchenverbände. Da diese Einrichtungen ebenfalls Energie benötigen soll diese durch die intelligente Vernetzung der unterschiedlichen Arten der Erzeugung und -anlagen zum großen Teil direkt vor Ort erzeugt werden. Dazu wird sich Erdgas Südwest in die Planung der Energieversorgung mit einbringen. Mit dem biotark-Konzept ist sie einer der Vorreiter für die Bündelung erneuerbarer Energien. Geschäftsführer Biehl sagt dazu: „Der geplante Park verkörpert genau das, worauf es in der Energiewende ankommt. Sie verlangt das Zusammenspiel verschiedener Energiequellen. Das wollen wir anfassbar und erlebbar machen.“

Mit rund 130 Mitarbeitern ist Erdgas Südwest ein regionales Energieversorgungsunternehmen. Unter anderem stehen Erdgas, Bioerdgas und Ökostrom in flexiblen Kombinationsmöglichkeiten als Produkte zur Verfügung. Im Vordergrund stehen innovative und ökologisch sinnvolle Energielösungen, die durch Effizienz und attraktive Wirtschaftlichkeit überzeugen. Umweltschutz, deren Forschung und Bildung kommen dabei gleichzeitig nicht zu kurz. Mit der Initiative ProNatur unterstützt Erdgas Südwest zahlreiche Aktionen in diesem Bereich. Aktiv mit eingebunden sind dabei auch die Mitarbeiter des Unternehmens.

Erdgas Südwest


Die Netze-Gesellschaft Südwest GmbH, eine hundertprozentige Netztochter des Unternehmens Erdgas Südwest, betreibt sicher und zuverlässig ein rund 3200 Kilometer langes Leitungsnetz in 95 Kommunen Nordbadens, Oberschwabens und auf der Schwäbischen Alb. Dabei versorgt sie 69 000 Netzkunden mit umweltfreundlicher Energie.

Artikel vom 06.06.2015

 

 

 

SWR4 Radiobericht


SWR4 | 29.05.2015

 

Lernpark-Eröffnung wird auf 2017 verschoben

Die einzelnen Attraktionen, Stationen und Fahrgeschäfte zu den Themenbereichen Wind-, Sonnen-, Wasser- und Bio-Energie werden speziell für den Lern- und Energiepark entwickelt und müssen mehrfach vom TÜV abgenommen werden.

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 28.05.2015

Ravensburger und Ehoch4 einigen sich auf neuen Termin - Planung der Attraktionen verzögert den Prozess

Wer sich schon auf den Ravensburger Lern- und Energiepark gefreut hatte, muss sich noch ein ganzes Jahr länger gedulden als zunächst gedacht. Die Eröffnung des Parks, der ein wichtiger Bestandteil des Europäischen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien (Ehoch4) auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen werden soll, ist auf den 8. April 2017 verschoben worden.

„Die Planung der einzelnen Attraktionen ist aufwendiger als gedacht“, begründet Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel die Verzögerung. Der Eröffnungstermin sei zunächst intern auf den Sommer und dann immer weiter nach hinten verlegt worden. „Jetzt haben wir uns auf einen festen Termin, den 8. April 2017 geeinigt.“

So hätte die Ravensburger Freizeit und Promotion genügend Zeit, die Planungen bis zur Produktionsreife voranzutreiben und die Produktion der einzelnen Fahrgeschäfte und Stationen in Auftrag zu geben. Zur Erinnerung: Angedacht waren etwa 20 Stationen mit Windkanal, Wassertower, Solar-Highway, begehbarem Windrad und Wasserkraftwerk, an denen Familien experimentieren und das Erzeugen von Energie selbst erleben können.

Fester Termin lässt sich besser kommunizieren
„Es wäre ja auch nicht sinnvoll, den Park nur für wenige Wochen zu öffnen“, erklärt Gaugel mit Blick auf eine Eröffnung im Herbst. „Die Saison würde im Herbst nicht mehr lang dauern und da ist es schwierig Personal zu finden.“ Da sei es besser, den Termin nach hinten zu verlegen und so auf der sicheren Seite zu sein.

„Ein fester Termin lässt sich auch besser kommunizieren“, fügt Carlo Horn, Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotion, hinzu. „Hätten wir es drauf angelegt, unbedingt noch 2016 fertig zu werden, wäre es vielleicht immer zu weiteren Verschiebungen gekommen. Der Zeitplan war von Anfang an sehr eng gestrickt.“

Er nennt vor allem das rege Interesse von Kooperationspartnern als Verzögerungsgrund. Weil die Unternehmen in die weitere Planung bestimmter Stationen im Park miteinbezogen und Gespräche zur inhaltlichen Ausrichtung geführt werden müssten, zögen sich Planung und Konstruktion in die Länge. „Wir sehen dieses Interesse aber positiv und wollen uns gern die Zeit nehmen“, sagt Horn. 80 Prozent der Attraktionen seien eigene Entwicklungen, betont Horn. „Nur ein paar kommen von der Stange und werden von uns modifiziert.“

Prototypen müssen erst getestet werden
Konkret bedeute dies, dass zunächst von jeder Station ein Prototyp angefertigt werden müsse, der dann getestet wird. „Wir machen Probeläufe mit der Zielgruppe und sprechen über Spielregeln und Verständnis.“ Das laufe einerseits in Ravensburg ab, andererseits in den Werkstätten der Zulieferer. Der Prozess sei bereits im vollen Gange, dauere aber jeweils eine gewisse Zeit. Die Prüfer des TÜV kommen an zwei Stellen ins Spiel. „Einmal wird die Konstruktion beim Hersteller abgenommen und dann noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt im Park vor Ort“, so Horn.

Seiner Meinung nach mache es erst Sinn, mit Bauarbeiten auf dem Ehoch4-Gelände zu beginnen, wenn alle Attraktionen und ihre Beschaffenheit zu Ende geplant seien. Dann könne beispielsweise der komplette Hochbau auf einmal vergeben werden. „Sonst gibt es vielleicht auch logistische Probleme beim Aufbau der Stationen.“

Carlo Horn geht davon aus, dass der offizielle Spatenstich im Juli diesen Jahres stattfinden wird. „Jetzt haben wir zum Beispiel auch genug Zeit, die Bepflanzungen vorzunehmen, sodass der Park bei der Eröffnung schon richtig grün aussehen wird“, zählt Horn einen weiteren Vorteil auf.


Artikel vom 28.05.2015

 

 

Johannes Müller: Ich kann nur den Hut lupfen

Ein Auto reiht sich auf dem Ehoch4-Gelände ans nächste. Die Besucher haben viel zu sehen.

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 26.05.2015

Der Vorsitzende des Oldtimervereins Göge dankt allen Helfern - Besucherzahlen sprengen alle Erwartungen

Dass so viele Freunde, Oldtimerbesitzer und Besucher mit ihnen das zehnjährige Bestehen feiern wollen, hätten die Mitglieder der Oldtimerfreunde Göge nie gedacht. Nachdem sich 500 Gäste mit ihren Fahrzeugen für das Oldtimertreffen am Pfingstsonntag angemeldet hatten, war ihnen zwar schon klar, dass es ein großes Fest werden würde. Die tatsächlichen Besuchermengen übertrafen dann aber doch jede Erwartung. „Das war wirklich der Wahnsinn“, sagt Johannes Müller. Der Vorsitzende der Oldtimerfreunde kann es auch zwei Tage nach dem Großevent noch gar nicht fassen. „Wir sind natürlich hochzufrieden, müssen aber alles auch erst einmal verarbeiten.“

Zum Glück ist das Ehoch4-Gelände groß genug. „Wir haben für alle Autos noch einen Platz gefunden“, sagt Müller. „Hätten wir das Treffen im Ort gemacht, hätten wir irgendwann Leute wieder wegschicken müssen.“ So hätten alle aufs Gelände kommen können. „Wir wissen noch gar nicht, wie wir Jürgen Gaugel dafür danken können, dass er noch mehr Platz freigegeben hat“, sagt Müller. Total unkompliziert hätte der Hausherr weiteren Platz zur Verfügung gestellt, als immer mehr Menschen auf das Gelände strömten. „Wir wissen selbst nicht genau, wie viele Besucher wir am Ende hatten“, sagt Müller. Rund 3000 werden es aber wohl gewesen sein. Zu den 500 angemeldeten Fahrzeugen seien bestimmt noch einmal 300 dazu gekommen.

Helfer gehen an ihre Grenzen
Die ehrenamtlichen Helfer brachte diese Resonanz an ihre Grenzen. Neben den Mitgliedern des Vereins waren im Vorfeld Freunde und Familienmitglieder eingespannt worden. „Wir dachten, dass 45 Personen, die in zwei Schichten arbeiten, für den Betrieb ausreichen“, sagt Johannes Müller. Am Ende hätten alle eine Doppelschicht gefahren und weitere Freunde seien zusätzlich eingesprungen. „Die haben gesehen, dass wir Hilfe brauchen und haben einfach mitangepackt. Wirklich ein toller Zusammenhalt, für den ich mich nicht genug bedanken kann.“

Weil man mit so einem Ansturm nicht gerechnet hatte, war auch das Mittagessen schnell ausverkauft. „Verhungern musste aber niemand“, betont der Vorsitzende. „Familie Igel von der Metzgerei hat uns fortwährend mit Nachschub versorgt, sodass es bis 17 Uhr immer Steaks und Würstchen gab.“ Die Wartezeiten seien natürlich insgesamt länger gewesen: beim Parken und beim Essen. „Aber ich habe den ganzen Tag keine Klagen gehört“, sagt Müller. „Im Gegenteil: Allen hat es gut gefallen, dass so viel los war.“

Ob und in welchem Umfang es eine Wiederholung geben könnte, steht noch nicht fest. „Wir müssen den Tag erst einmal auf uns wirken lassen und uns dann mit allen Beteiligten zusammensetzen“, sagt Müller. Allein könne der Verein ein Treffen in diesem Umfang wohl nicht noch einmal stemmen. „Ich kann vor der Leistung von allen nur den Hut lupfen.“

Artikel vom 26.05.2015

 

 

2017 wird eröffnet

von Birgit Mehl
Wochenblatt | 21.05.2015


Ravensburger arbeitet an letzten Details für Ehoch4


Die Lern- und Energiepark Baden-Württemberg GmbH ist gegründet. Neuer Eröffnungstermin für den zu Ehoch4 gehörenden Park, den die Ravensburger Spieleland-Macher betreiben, ist der 8. April 2017.

Noch ist kein Bagger auf dem 5,4 ha großen Gelände, seit Mitte 2014 Eigentum der Ehoch4 GmbH mit Sitz in Baienfurt, zu sehen. Geschäftsführer Jürgen Gaugel geht von einem Spatenstich in diesem Sommer aus. Carlo Horn, Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit- und Promotion GmbH, die den Lern- und Energiepark über einen Managementvertrag betreiben wird, sagt: „Derzeit werden noch die letzten Detailplanungen erstellt und bei den Behörden eingereicht.“ Die Ravensburger arbeiten an insgesamt 20 Attraktionen zu den 4 Bereichen Solar-, Wind-, Wasser- und Bioenergie. Es wird u. a. einen Solarhighway, einen Windkanal und einen Ballontower geben, die es für die Besucher zu erforschen gilt. Carlo Horn erklärt: „Das meiste sind individuelle Attraktionen, die es nicht von der Stange gibt. Diese müssen entwickelt und als Prototyp produziert werden.“

Die Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH, die im Spieleland in Meckenbeuren soeben die 6-Mio.-Besuchergrenze knackte, rechnet in Hohentengen mit bis zu 100.000 Besuchern jährlich. Die Investitionssumme liegt in Millionenhöhe. Namhafte Unternehmen werden einige Attraktionen sponsern, die Vorverträge sind unterschrieben.

Der Plan für den 5,4 ha großen Lern- und Energiepark auf dem Ehoch4-Areal ist bis auf einige Details fertig.


Kasino wird zur Schaukäserei


Auch Giovanni Melillo wird helfen, das frühere Areal der Oberschwabenkaserne zu beleben. Der Italiener will noch in diesem Jahr mit seiner Mozzarella-Manufaktur ins ehemalige Unteroffizierskasino ziehen und dort die Produktionsfläche von 26 auf 500 qm erweitern. „Latticini & Mozzarella Melillo“ beliefert Lebensmittelhandel und Gastronomie im süddeutschen Raum.

Giovanni Melillo plant die Eröffnung einer Schaukäserei und eines Gastrobereichs mit Café. Übernachtungsgäste bekommen hier Frühstück. Derzeit wird am Bauantrag für die Nachnutzung zweier ehemaliger Unterkunftsgebäude gearbeitet. Es sind 72 Appartements und 5 Familienzimmer für Geschäftsreisende, Touristen und Ehoch4-Besucher geplant. Mit weiteren Geschäftsleuten führt Ehoch4-Chef Jürgen Gaugel Gespräche. Eine Halle im Gewerbegebiet ist vermietet. Vereine nutzen die Sporthalle der früheren Kaserne, das Wasser wird über Wasserthermie beheizt.
Jürgen Gaugel hofft, dass zum nächsten Winter auf dem Ehoch4-Areal das Gas abgestellt werden kann. Vom Lern- und Energiepark übers Gewerbe bis hin zur Akademie sollen alle Bereiche energieautark werden.

Strom-Selbstversorger
Die Entwicklung mit vorantreiben soll die Erdgas Südwest GmbH. Das Unternehmen vermarktet den Strom, den die 10-MW-Photovoltaikanlage, bestehend aus 40.000 Modulen auf freier Fläche, produziert. Beim Solarpark wird demnächst auf 30.000 qm eine Blumenwiese ausgesät.

Schon 2014 eine große Attraktion waren die Zeppelin-Sonderflüge. Ab Juni soll der Zeppelin NT aus Friedrichshafen erneut in Hohentengen landen. Für mehr als 630 Ehoch4-Besucher entstehen gerade Parkplätze, die neuen Automaten für die Autofahrer am Eingang stehen.

Artikel vom 21.05.2015 Seite 1

Artikel vom 21.05.2015 Seite 2

 

 

Melillo zieht ins alte Offizierskasino

Sonja und Giovanni Melillo ziehen mit ihrer Mozzarella-Manufaktur in einen Teil des ehemaligen Offizierskasinos auf dem Ehoch4-Gelände. Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel freut sich auf die Zusammenarbeit.

von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 18.05.2015


Mozzarella-Produktion auf dem Ehoch4-Gelände – Schaukäserei und Café kommen hinzu

Von 27 auf 500 Quadratmeter: Giovanni Melillo zieht mit seiner Mozzarella-Manufaktur auf das Ehoch4-Gelände. Mit Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel ist er sich einig, auch der Gemeinderat hat dem Bauantrag bereits zugestimmt. Wenn die Genehmigung vom Landratsamt da ist und entsprechende Fördermittel bewilligt wurden, sollen im ehemaligen Offizierskasino neben der Produktion auch eine Schaukäserei, ein Verkaufsraum und ein Café eingerichtet werden. Das Investitionsvolumen liegt laut Melillo im siebenstelligen Bereich, Umbaubeginn ist im Herbst.

Um der steigenden Nachfrage nach seinen Käseprodukten gerecht zu werden, arbeiten Giovanni Melillo und seine Mitarbeiter oft in Doppelschichten. Schon seit Längerem wollen er und seine Frau Sonja das Unternehmen an einem neuen Standort vergrößern. Im Gespräch seien Flächen im Gewerbegebiet in Hohentengen und auch das Alte Schulhaus gewesen. „Der Standort wäre perfekt für eine Gastronomie gewesen“, schwärmt Melillo. Abgesehen davon, dass der Unternehmer sehr viel Geld zur Sanierung in das alte Gebäude hätte stecken müssen, sei hier die Gemeindeverwaltung sehr zurückhaltend gewesen. „Wir wissen nicht, wie lange wir noch auf eine Zusage hätten warten müssen“, sagt Melillo.

Auch Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel hatte sich kurzzeitig für das Schulhaus interessiert, dann aber den Melillos den Vortritt gelassen. „Wir sind ins Gespräch gekommen und haben auch überlegt, etwas gemeinsam zu machen“, erzählt Gaugel. Er sei dann schnell auf das Offizierskasino auf dem Ehoch4-Gelände gekommen. Hier soll zwar auch die offizielle Gastronomie des Lern- und Energieparks unterkommen, „aber es ist genug Platz für alle da“, sagt Gaugel.
Für die Mozzarella-Produktion sind bereits Küche und Kühlräume vorhanden, baulich müsse nur wenig angepasst werden. „Boden- und Wandbeläge sind das wichtigste“, sagt Melillo. „Die müssen für die Lebensmittelproduktion geeignet sein.“ Immer wieder ist er von Vereinen und interessierten Einzelpersonen nach einer Führung durch seine Manufaktur gefragt worden. Deshalb möchte er jetzt eine Schaukäserei einrichten. „Hier können dann auch die Verkäufer geschult werden, die später meinen Mozzarella bei Edeka oder Rewe verkaufen sollen“, sagt er. In einem kleinen Laden soll es ausgewählte seltene Käsesorten geben, im italienischen Café kleine Kostproben mit Mozzarella.

„Wichtig ist, dass unser Betrieb eine eigene Zufahrt hat“, betont Sonja Melillo. Das sei nicht nur für den An- und Abtransport von Zutaten und Produkten wichtig, sondern auch für alle, die nur die Käserei und nicht den Lernpark besuchen wollen. Umgekehrt sei ein Abstecher natürlich für Interessierte problemlos möglich. „Für Ehoch4 ist es toll, auf dem Gelände ein Unternehmen zu haben, dass so ein besonderes Produkt herstellt“, sagt Gaugel. „Das passt zu unserem regionalen, nachhaltigen Denken.“

Die Geschichte von Latticini und Mozzarella Melillo ist eine Erfolgsgeschichte. Vor fünf Jahren gründeten Giovanni und Sonja Melillo ihr Unternehmen, 2011 startete die Produktion in der kleinen Käserei in Hohentengen. Heute stellt das Paar hier gemeinsam mit sieben Mitarbeitern (geringfügig beschäftigt) täglich frischen Mozzarella her. Die Milch stammt aus dem Betrieb von Ernst Mayer aus Hohentengen. Melillo beliefert heute bereits diverse Restaurants (darunter auch das von Sternekoch Vincent Klink), ausgewählte Käseläden sowie Edeka und Rewe. Weitere Kunden würden den Käse aus Hohentengen gern in ihr Sortiment aufnehmen, müssen aber derzeit warten, weil die Produktion ausgelastet ist.


Artikel vom 18.05.2015

 

 

Erdgas Südwest kooperiert mit Ehoch4

Schwäbische Zeitung | 05.05.2015

Das Unternehmen übernimmt die Direktvermarktung und erstellt ein Kozept für den Park

Startschuss für eine ganze Welt der erneuerbaren Energien: Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Hohentengen entsteht in den kommenden Jahren ein Lern- und Energiepark. Im ersten Schritt hat die Ehoch4 Solarpark GmbH jetzt eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage installiert, die eine Leistung von zehn Megawatt erzielt. Die durchschnittlich zu erwartende Energiemenge beträgt rund 11 Millionen Kilowattstunden. Erdgas Südwest übernimmt die Direktvermarktung des produzierten Stroms und wird zusätzlich ein Konzept mit entwickeln, um den Erlebnispark autark mit Energie zu versorgen. „Mit der Erdgas Südwest hat das Projekt Ehoch4 genau den richtigen Partner gefunden, der die gleichen Ziele im Bereich erneuerbare Energien verfolgt“, so Jürgen Gaugel, Geschäftsführer der Ehoch4 GmbH.

Der Gesetzgeber schreibt vor: Hat eine Anlage zur Stromerzeugung eine Kapazität von mehr als 500 Kilowatt, muss die produzierte Energie direkt an der Strombörse vermarktet werden. „Erdgas Südwest hat dafür das nötige Fachwissen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Erdgas Südwest und Ehoch4. Im Rahmen des Vertriebskonzepts „Energie von hier zu dir“ vermarktet das Unternehmen im Endverbraucherbereich bereits den Strom dezentraler Energieerzeuger an Abnehmer in der Region. Neben mehreren Blockheizkraftwerken entsprechender Größe folgt mit der Kooperation mit Ehoch4 jetzt der erste Solarpark im Portfolio.

Energie direkt erzeugen
Diese Erzeugungsform stellt bei der Vermarktung die Herausforderung, dass die Energie nur volatil – das heißt schwankend – zur Verfügung steht. Anhand aktueller Wetterdaten wird die zu erwartende Strommenge genau prognostiziert und entsprechend an der Börse vermarktet. Um wirtschaftlich zu arbeiten, müssen die Prognose und die tatsächlich erzeugte Energiemenge möglichst nah beieinander liegen. „Regenerative Stromerzeugung und Energieverbrauch müssen wie die Zahnräder eines Uhrwerks ineinandergreifen, um das volle Potenzial zu nutzen“, erklärt Ralf Biehl, Geschäftsführer von Erdgas Südwest. „In der Region ist sehr viel Energie vorhanden. Diese wollen wir effektiv nutzen. Im Bereich Direktvertrieb werden wir daher auf diese verschiedenen Erzeugungsformen eingehen und weitere Biogas-, PV- und selektiv auch Windkraftanlagen akquirieren.“

Auf dem ehemaligen Kasernengelände entsteht allerdings noch weit mehr als nur ein Solarpark. Geplant sind ein Lern- und Energiepark, der das Thema erneuerbare Energien für die Besucher greifbar macht und den Kindern und Jugendlichen spielerisch vermitteln soll, eine Akademie mit Reallabor für erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung, ein Bereich, in dem sich Gewerbekunden ansiedeln können, ein Hotel und die notwendige Infrastruktur für Aus-, Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen für Industrie und Branchenverbände. All diese Einrichtungen benötigen Energie. Durch die intelligente Vernetzung der unterschiedlichen Erzeugungsarten und -anlagen soll diese zum großen Teil direkt erzeugt werden. Erdgas Südwest – mit dem biotark-Konzept einer der Vorreiter für die Bündelung erneuerbarer Energien – wird sich in die Planung der Energieversorgung mit einbringen. Biehl: „Der geplante Park verkörpert genau das, worauf es in der Energiewende ankommt. Sie verlangt das Zusammenspiel verschiedener Energiequellen. Das wollen wir erlebbar machen.“Erdgas Südwest ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen, das rund 130 Mitarbeiter beschäftigt. Unter anderem stehen Erdgas, Bioerdgas und Ökostrom in flexiblen Kombinations-möglichkeiten als Produkte zur Verfügung. Die Netze-Gesellschaft Südwest GmbH, die hundertprozentige Netztochter des Unternehmens, betreibt sicher und zuverlässig das rund 3200 Kilometer lange Leitungsnetz in 95 Kommunen in Nordbaden, Oberschwaben und auf der Schwäbischen Alb. Somit werden 69.000 Netzkunden versorgt.

Artikel vom 05.05.2015

 

 

"Ehoch4" darf bauen

Von Birgit Mehl
Wochenblatt | 29.01.2015


Landratsamt genehmigt Ravensburger Lern- und Energiepark

"Ehoch4"-Geschäftsführer Jürgen Gaugel aus Baienfurt arbeitet mit Hochdruck an der Konversion der Oberschwabenkaserne. Bis 2016 soll die Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH den Betrieb des 5,4 ha großen Lern-und Energieparks aufnehmen.

Der Bauantrag wird in den nächsten Tagen vom Landratsamt laut Zentralstelle genehmigt. Die Pläne wurden weiter verfeinert, die Investionssumme stieg auf rd. 10 Mio. Euro. Jürgen Gaugel, der auch hier mit Andreas Kohm aus der Geschäftsführung der Klingel-Gruppe als Gesellschafter einsteigen wird, ist sicher, dass 2016 eröffnet werden kann. Schon fertig und als Landeplatz frei gegeben ist die rd. 700 m2 große Fläche für den Zeppelin NT. In den nächsten Tagen will Jürgen Gaugel beim Landratsamt den Bauantrag abgeben, um in zwei ehemals von Soldaten bewohnten Gebäuden 72 Appartements einrichten zu können. Noch in der Planungsphase ist das Hotel mit 120 Betten.

Der Bauantrag für mehr als 600 Parkplätze liegt dem Landratsamt bereits vor. Eine Haltestelle für den öffentlichen Busverkehr soll ebenfalls eingerichtet werden.

An der Vermarktung der 17 noch leerstehenden Gebäude ist der „Ehoch4“-Geschäftsführer auch dran. Jürgen Gaugel: „Es gibt Gespräche, aber noch nichts Konkretes.“ Hinzu kommen 5 ha freie Gewerbefläche und eine Halle beim Sägewerk. Ein Gebäude hat das IT-Unternehmen Hamcos 2013 bezogen.

Derzeit wird das „Ehoch4“-Gelände ans Glasfasernetz der Gemeinde Hohentengen angeschlossen. Die Gebäude sind bereits mit Glasfaser untereinander verbunden. Außerdem sind gerade die Anschlussarbeiten für die 10 000 KW-Photovoltaikanlage im Gange. Etwas über 40 000 Module wurden installiert. Später soll mit dem Strom der Erlebnis- und Gewerbepark versorgt werden.

Forschungsanträge gestellt
Bis zum Sommer soll das Konzept für die Akademie für Nachhaltigkeit fertig sein, das an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz erarbeitet wird. Verschiedene Forschungsanträge zu den Themen „ökologisches Bauen“ und „erneuerbare Energien“ sind gestellt.

Artikel vom 29.01.2015

Kreis Sigmaringen: Firmen investieren hunderte Millionen Euro

Von Siegfried Volk
Südkurier | 27.01.2015

Beim Neujahrsempfang des Landkreises erhielt Rudolf Lehn, Gründer des Schülerforschungszentrums Bad Saulgau, die goldene Bürgermedaille. Landrätin Stefanie Bürkle wies auf die hohe Investitionstätigkeit im Landkreis hin.

Eine mehrfache Premiere erlebten hunderte geladene Gäste beim Neujahrsempfang im Foyer des neuen Landratsamtsanbaus. Der Kreis fungierte als alleiniger Gastgeber, Landrätin Stefanie Bürkle agierte erstmals als Gastgeberin und erstmals stand das ehrenamtliche Engagement im Fokus. Dazu waren Mitglieder von Vereinen, Organisationen und Initiativen eingeladen, die sich in den Bereichen Bildung, Integration und Notfallhilfe engagieren. Dabei waren Elternbeiräte. Jobpaten, die krisenanfälligen Jugendlichen helfen, Bürger, die Flüchtlinge in ihrem Alltag betreuen bis hin zu Angehörigen von Hospizgruppen, Nachbarschaftshilfevereinen und Mitgliedern des Palliativnetzwerkes mit Dr. Gabriele Käfer an der Spitze.

Mit Rudolf Lehn wurde beim Empfang dann ein Mann geehrt, der exakt dieses ehrenamtliche Engagement widerspiegelt. Seinem enormen Einsatz ist es zu verdanken, dass in Bad Saulgau im Jahr 2000 das erste Schülerforschungszentrum (SFZ) in Deutschland gegründet wurde, das heute Schülerforschungszentrum Südwürttemberg heißt. Diese Institution dient der Verbesserung der Ausbildung und zur Förderung von Schülern in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). „Ihre Schüler studieren in Berkley, Oxford und Harvard und sorgen dafür, dass man weltweit Bad Saulgau und den Landkreis kennt“, sagte Landrätin Bürkle mit Hochachtung. Neben der Begeisterungsfähigkeit für seine Schüler zeichne den 65-jährigen Lehn auch seine Netzwerkbildung aus, nannte die Kreischefin den geplanten Besuch des Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing am 11. März im SFZ Bad Saulgau beispielhaft.

Der Hochgelobte nahm die goldene Bürgermedaille des Landkreises als Auszeichnung für alle SFZ-ler entgegen und erinnerte daran, dass ihm das außergewöhnliche Störck-Gymnasium die Umsetzung des Projektes ermöglichte, wobei er stets vom Kreistag mit dem begeisterten Landrat Dirk Gaerte unterstützt wurde. Derzeit übernimmt der Kreis die Mietkosten für das neue Domizil im Klösterle. Unternehmen der Region könnten im Wettbewerb um kluge Köpfe aus dem MINT-Bereich mithalten, wenn man den Absolventen eine gute Atmosphäre biete. Es gelte, diese „Topleute mit Heimweh“ wieder zu einer Rückkehr in die Region zu bewegen. Mit viel Beifall quittierte das Auditorium die Würdigung des begeisterungsfähigen Pädagogen, der weiter ehrenamtlich im SFZ mitmacht.

Klare Worte hatte Landrätin Bürkle zuvor auch zum Thema Flüchtlinge gefunden. Von den derzeit 630 Asylbewerben sind 400 in Gemeinschaftsunterkünften des Kreises und 230 in der sogenannten Anschlussunterbringung in den Kreiskommunen untergebracht. Noch nicht absehbar sei, ob Gebäude in der Graf-Stauffenberg-Kaserne während der Wintermonate als Notunterkunft für 500 Menschen benötigt werde. „Die Zeit der großen Unterkünfte ist vorbei“, kündigte Bürkle an, dass der Kreis bei der dezentralen Unterkunftssuche nun kleinere Einheiten im Blick habe. Sie forderte ein schnelleres Asylverfahren, auch mit Blick auf die derzeit 23 Bewerber, die ausreisepflichtig sind und rückgeführt werden müssen. Großes Lob gab es für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich um Flüchtlinge kümmern: „Die Menschen im Landkreis kümmern sich um die Menschen!“

Mit Blick auf die enorme Investitionstätigkeit von Unternehmen im Landkreis blicke sie dem Jahr 2015 voller Zuversicht entgegen. Exemplarisch nannte sie die geplanten Investitionen der Bundeswehr am Standort Stetten a.k.M. mit 120 Millionen Euro, der Firma Geberit, die 40 Millionen Euro in Pfullendorf investiert und rund 37 Millionen nimmt Zollern am Stammsitz im Laucherthal in die Hand. Der Alleingeschäftsführer der Unternehmensgruppe, Klaus J. Erkers, hatte es sich nicht nehmen lassen, direkt an einen Auslandsaufenthalt zum Empfang zu kommen, wie Stefanie Bürkle stolz erwähnte. Ein großes Lob gab es für die Investorengruppe um Jürgen Gaugel, der der 80 Hektar großen Konversionsfläche des aufgelösten Fliegerstandortes Hohentengen das Zukunftsprojekt „Ehoch4“ hoch verwirkliche. Der Name leitet sich von den vier Möglichkeiten regenerativer Energieerzeugung ab, die auf dem Gelände genutzt, erforscht und präsentiert werden sollen. Bereits vorhanden sind ein Wasserkraftwerk, eine Biomasseanlage und gebaut werden sollen ein Solarpark mit 20 Hektar Fläche und ein kleineres Windrad.

Nach etwas mehr als einer Stunde endete der offizielle Teil und die Besucher nahmen die Gastfreundschaft der Landfrauen gerne an, die für die Bewirtung sorgten.

Ravensburger hält an Investitionsplänen fest

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 21.01.2015


Carlo Horn und Jürgen Gaugel nehmen zu Radiobeitrag über Ehoch4 und Gerüchten Stellung

Ein Radiobeitrag von SWR 4 hat vor einigen Tagen den Eindruck erweckt, dass sich Ravensburger ein Stück aus der Finanzierung des Lern- und Energieparks zurückgezogen habe. Dieser Park entsteht als ein Teil des Europäischen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien (Ehoch4) auf dem ehemaligen Kasernengelände in Hohentengen. Auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung betonen alle Beteiligten allerdings, dass sich an den Investitionsplänen der Ravensburger Freizeit und Promotion Gmbh seit der Vertragsunterzeichnung im Mai 2014 nichts geändert habe. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit sei sogar ausgebaut worden.

Bürgermeister Peter Rainer hat sich sehr über den Radiobeitrag gewundert. Es sei nie gesagt worden, dass die Ravensburger Agentur den Lern- und Energiepark aus eigenen Mitteln baue. "Die Agentur ist als Planer und Entwickler sowie als späterer Betreiber des Parks ins Boot geholt worden", so Rainer.

"Es war von Anfang an klar, dass wir das Konzept für den Lern- und Energiepark erarbeiten und ihn dann im Auftrag der Ehoch4-Investoren bauen", betont auch Carlo Horn, Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotion. "Wir haben einen Managementvertrag aufgesetzt, wie es bei solchen Projekten üblich ist", sagt Horn. "Darin werden die Grundkosten des Betriebs abgedeckt und jeder der Beteiligten trägt einen gewissen Anteil am Risiko." Wie genau dieser Verteilungsschlüssel aussehe, gehöre laut Horn nicht in die Öffentlichkeit.

Ravensburger steht zu den Plänen
Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel erklärt, dass eine neue Gesellschaft gegründet werden soll, die Bauherr und Eigentümer dieses Erlebnisparks wird. "Gesellschafter werden neben Ravensburger und Ehoch4 auch die übrigen Investoren und Kooperationspartner für einzelne Attraktionen aus der Wirtschaft sein."

Entgegen unterschiedlicher Gerüchte würde der Erlebnispark selbstverständlich mit dem blauen Dreieck, dem Markenzeichen von Ravensburger, beworben. "Es wird ja auch einen Shop mit Produkten von Ravensburger, unter anderem ein speziell für uns entwickeltes Ehoch4-Brettspiel geben", so Gaugel. Er weist darauf hin, dass die Vorplanungen sehr zeit- und kostenintensiv gewesen seien. "Allein für den Rückbau auf dem Gelände wurde mittlerweile eine Million Euro ausgegeben", sagt er. "Das würde ich doch nicht machen, wenn ich nur eine Photovoltaikanlage hätte aufstellen wollen. Dann wären die Gebäude längst schon zu Flüchtlingsunterkünften geworden." Damit bezieht er sich auf ein weiteres Gerücht, das im Umlauf ist.

Im Radiobeitrag wurde außerdem die Rentabilität des Lernparks angesprochen, die durch die ganz zu Anfang erstellte SRH-Machbarkeitsstudie infrage gestellt würde. "Die SRH-Studie ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich", sagt Gaugel, räumt aber ein, dass sie für das gesamte Ehoch4-Projekt nicht die von ihm gewünschten Ergebnisse gebracht hätte. Sie sei damals von den Kommunen Mengen und Hohentengen, der Bima und dem Land in Auftrag gegeben worden. "Damals konnten wir aber noch nicht auf eine so detaillierte Planung zurückgreifen wie bei der Zusammenarbeit mit Ravensburger", versucht er zu erklären. "Ravensburger hat aber später ein unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Parkbetreiber in der Anfangszeit mit einer Besucherzahl zwischen 75 000 und 100 000 Besuchern pro Jahr rechnen könnten und sich das Konzept dann auch lohnen.

"Wir glauben nicht, dass unsere Ziele nicht utopisch angesetzt sind, eher im Gegenteil", sagt auch Carlo Horn. "Wir warten gerade auf die Baufreigabe und hoffen, dass wir in einem oder zwei Monaten loslegen können."

Weil sich auch die Gemeinderäte Sorgen um das Projekt machen, haben Horn und Gaugel ein Schreiben aufgesetzt, in dem sie genau diese Punkte noch einmal erläutert haben.

Artikel vom 21.01.2015

Bebauungsplan für ehemaliges Bundeswehrgelände genehmigt

SWR | 19.11.2014

Der Bebauungsplan einer Investorengruppe für das ehemalige Bundeswehrgelände in Hohentengen ist genehmigt. Das Projekt "Ehoch4" ist europaweit einzigartig. Kernstück sind Flächen zur Energieerzeugung mit regenerativen Energiearten. In der Kombination von Solarenergie, Wasserkraft, Wind- und Bioenergie sowie Holzvergasung soll das Gesamtprojekt vollkommen energieautark arbeiten, heißt es. Unter anderem gehören eine Akademie für Nachhaltigkeit zu dem Projekt, sowie ein Gewerbegebiet mit Schwerpunkten "Erneuerbare Energien" und "Moderne Logistik". Die Ravensburger AG will in einem Lern- und Energiepark Wissen spielerisch vermitteln. Start soll im nächsten Jahr sein.

Zum Lernen gehen Kinder in den Bunker

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 31.10.2014

Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Hohentengen finden Rückbauarbeiten statt

Mit seinem Geländewagen fährt Jürgen Gaugel über die unebene Wiese und hält direkt auf einen Bagger zu, der mit einem Abbruchhammer Betonteile zerkleinert. Der Projektleiter des Europäischen Erlebnis- und Gewerbeparks für Erneuerbare Energien (Ehoch4) überzeugt sich gern selbst davon, wie die Rückbauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen vorangehen.

Mit dem Abbruchhammer werden die Park- und Wendeplätze enfernt, die es für Bundeswehrflugzeuge gegeben hat. Bis zu 40 Zentimeter sind die Betonschichten stark gewesen. "Wenn der Gutachter das Material für schadstofffrei erklärt hat, können wir es später weiterverwenden", sagt Gaugel. Die zerkleinerten Betonteile etwa als Kiesbett für eine Straße verwendet werden. Die Baustraße etwa, die sich gerade mitten durch das Gelände zieht, soll später als Versorgungsstraße ausgebaut werden und als Fluchtweg für die 20 Hektar umfassende Photovoltaikanlage dienen. Holzstangen, die mit roter Farbe angesprüht wurden, kennzeichnen die Eckpunkte der Anlage. "Wenn alles glatt läuft, können wir vielleicht schon in der nächsten Woche mit dem Aufstellen beginnen", so Gaugel. "Dann würden wir es noch bis Jahresende schaffen."

90 Prozent der bisherigen Bundeswehrgebäude gehen im Parkkonzept von Ehoch4 auf. Das Casino wird zum Restaurantbereich, hier reißen Arbeiter bereits die alten Holzmöbel heraus. "Die meisten Gebäude sind wirklich noch sehr gut gepflegt", sagt Gaugel. "Aber die Einrichtung passt einfach nicht mehr." Dafür könnten die Küchen weiter genutzt werden. Die Soldatenunterkünfte werden zu Studentenbuden. Im Außenbereich soll der komplette Baumbestand erhalten werden. So ergibt sich im Bereich der Akademie, in dem später Wissenschaftler und Studenten forschen werden, eine richtige Campus-Atmosphäre.

Schulen halten Projekttage ab
Der Rest muss allerdings weichen. Tennisplätze werden nicht mehr gebraucht. Eine alte Lagerhalle und der Bereich, in dem Maschinen betankt wurden werden genauso abgerissen wie zwei komplette Bunkeranlagen. Andere, kleinere Bunker werden zu Workshopräumen für den Ravensburger Lern- und Erlebnispark umgebaut. So wird abenteuerliche Forscher-Stimmung geschaffen.

Gaugel schwebt vor, dass die Schulen aus Hohentengen, Mengen und der näheren Umgebung Projekttage auf dem Parkgelände veranstalten können. "Wir wollen ja nicht nur Leute aus der Ferne anlocken, sondern auch Angebote für die Einheimischen machen", sagt er. Damit von künftigen Einnahmen abgesehen von der Gewerbesteuer auch etwas in der Region bleibt, will Gaugel bei der Vergabe von Arbeiten darauf achten, heimische Firmen zu beauftragen.

Ein Sicherheitsdienst schaut regelmäßig auf dem Gelände nach dem Rechten. Neugierige kommen nämlich genug vorbei. "Ich kann das ja verstehen", sagt Gaugel. "Aber es kann schnell ein Unfall passieren, das müssen wir verhindern."

Artikel vom 31.10.2014

 

 

Ehoch4: Mengen billigt Flächennutzungsplan

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 17.10.2014

 

Geduldig hat Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel am Dienstag während der Sitzung des Gemeinderats der Stadt Mengen im Publikum ausgeharrt, bis beide für ihn relevanten Tagesordnungspunkte abgehakt waren. Ohne große Diskussion und mit einer Gegenstimme haben die Räte den geänderten Flächennutzungsplan für das Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne, auf dem der Europäische Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien (Ehoch4) entstehen soll, gebilligt. Die Vertreter der Stadt Mengen haben den Auftrag des Gremiums, in der Versammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Mengen, Hohentengen, Scheer am kommenden Dienstag, 21. Oktober, für die Planänderung zu stimmen.

Außerdem brachte im Ausschuss für Umwelt und Technik keiner der Räte einen Grund vor, der gegen die Errichtung der von Gaugel geplanten Photovoltaikanlage auf dem Gelände spricht.

 Artikel vom 17.10.2014

Ge­mein­de­rat Ho­hen­ten­gen stimmt So­lar­park zu

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 04.10.2014

 

Die zwei Hektar umfassende Anlage ist Bestandteil des geplanten Gewerbeparks Ehoch4

Die Gemeinderäte aus Hohentengen haben in der Sitzung am Mittwoch dem Bau der großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Ehoch4-Gelände zugestimmt. Da die Photovoltaikanlange Bestandteil des ebenfalls vom Gemeinderat befürworteten Bebauugsplans für den Europäischen Erlebnispark für Erneuerbare Energien (Ehoch4) auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne ist, kommt diese Entscheidung nicht überraschend.

Auf einer Fläche von insgesamt zwei Hektar soll ein Solarpark entstehen, der insgesamt zehn Megawatt produzieren kann. Der Park umschließt den geplanten Lern- und Erlebnispark, in dem Familien spielerisch Wissenswertes zu erneuerbaren Energien erfahren sollen. Neben den Modulen, die auf bis zu 2,5 Meter hohen Metallgestellen angebracht werden, brauche man zur Bewirtschaftung des Parks insgesamt fünf Trafostationen und eine Übergabestation, von der aus der Strom ins Netz eingespeist werden könne, so Hauptsamtsleiter Martin Bethäuser. Er erläuterte, dass die Module im Boden verankert, aber nicht einbetoniert würden. "Das ergibt dann Flächen, wo etwas wachsen kann", so Bürgermeister Peter Rainer. Insgesamt sollen zwischen und unter den Photovoltaikanlagen immerhin 1000 Schafe Platz und Fressen finden.

Eine Erschließung ist nicht notwendig

Der Bauantrag, so Rainer, entspreche genau den Vergaben des Bebauungsplans. "Es ist keine Erschließung notwendig, aus Brandschutzgründen wird aber eine Fahrtrasse benötigt, die einmal durch das ganze Solarfeld führt", sagt er. "So wird die Löschwasserversorgung gesichert."

Bauherr des Parks ist die Ehoch4 GmbH. Wenn es nach Geschäftsführer Jürgen Gaugel geht, soll so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden. Dann könne noch vergleichsweise gute Einspeisevergütung eingestrichen werden. Das Material ist bestellt, die Arbeiten könnten losgehen. Momentan befindet sich der Bebauungsplan für das Gelände allerdings noch zur Genehmigung beim Landratsamt.
 

Artikel vom 04.10.2014

Startschuss des neu ins Leben gerufenen Oktoberfests gelingt mit großer Party

Von Reinhard Rapp
Südkurier | 24.09.2014

 1.800 Besucher strömen in die frühere Fliegerhalle der Oberschwabenkaserne. Auch die Informationsveranstaltung auf dem Ehoch4-Gelände findet viel Anklang.

Manchen Unkenrufen aus neidischer Umgebung zum Trotz hat die Neuauflage des legendären Oktoberfests in der ehemaligen Oberschwabenkaserne einen ungebrochenen Zustrom erhalten. An die 1800 Besucher passierten im Laufe des Samstagabends das ehemalige Kasernentor und füllten nach und nach die große Fliegerhalle. Seit Beginn der Siebzigerjahre lud das dort beheimatete Ausbildungsbataillon der Luftwaffe die Liebhaber solcher Festivitäten in die Liegenschaft. Als vor zwei Jahren dieser Truppenteil im Zug der Bundeswehrreform außer Dienst gestellt wurde, schien auch das in der ganzen Region beliebte Oktoberfest in die Archivkiste gewandert zu sein.

Mit Übergang des Geländes an die Firma Ehoch4, die dort einen Europäischen Spiel-, Lern-, Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien erstellt hat sich das Blatt urplötzlich gewendet. Jürgen Gaugel, Geschäftsführer von Ehoch4 hat die Initiative ergriffen und zusammen mit dem Musikverein Hohentengen und weiteren Vereinen der Göge nicht nur eine Neuauflage des Oktoberfests für dieses Jahr ausgerichtet, sondern sich dieses aufgrund des Erfolgs zu einem alljährlichen Ereignis vorgenommen.

Nur mit einer kurzen Pause Unterbrechung heizten Dirigent Pius Binder und die Musikerinnen und Musiker mehrere Stunden die Stimmung in der Halle immer mehr an. Bürgermeister Peter Rainer als Schirmherr zeigte, dass er Übung hat im Anstechen von Bierfässern. Nur drei Schläge und der Gerstensaft floss in die bereitgestellten Krüge. Der Verlust an kostbarem Nass hielt sich dabei in geringen Grenzen.

Unternehmer Gaugel nutzte teilweise die für den Abend vorhandene Infrastruktur in der Halle, um am Nachmittag interessierte Bürgerinnen und Bürger über das künftige Projekt des Parks, die Planungen, den aktuellen Stand und weitere Schritte zu informieren. Dieses Angebot nahmen etwas mehr als 200 Personen, überwiegend aus der Gemeinde Hohentengen und dem direkten Umland an. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Christlichen Sozialstiftung Hohentengen versorgten die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Einleitend zu dieser Veranstaltung drückte Bürgermeister Peter Rainer die Freude darüber aus, dass schon nach so kurzer Zeit wieder Leben auf das Gelände kommt. Alle erforderlichen Beschlüsse seien im Gemeinderat mit hundert Prozent Zustimmung gefasst worden und es herrsche gute Stimmung in der Göge.

Anhand von detaillierten Plänen ging Jürgen Gaugel das Projekt von der Entwicklung des Konzepts beginnend durch. Die Bundeswehr habe die Kaserne in einem hervorragenden Zustand hinterlassen, sagte Gaugel und lobte neben tatkräftiger Unterstützung seitens der Gemeinde die exzellente Hilfe von Landrätin Stefanie Bürkle.

Volker Fouquet, Mitplaner des Projekts, übernahm im Vortrag den wissenschaftlichen Teil und die Forschung. Die Liegenschaft bietet nach seinen Worten ideale Voraussetzungen. Durch seinen Bereich, den Lern- und Erlebnispark, führte Karl-Heinz Horn, Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH. Was hier nach und nach an Betätigungsfeldern entstehen soll, darüber gerieten die Zuhörer in Erstaunen.

Die gut verständlich vorgetragenen Themen führten nur zu vereinzelten Nachfragen aus dem Publikum. Jürgen Gaugel und Bürgermeister Peter Rainer schlossen den Informationsnachmittag mit der Feststellung, dass man mit dem Projekt auf dem richtigen Weg für die Zukunft sei.

Kurz darauf kamen auch schon die ersten Gäste und warteten sehnsüchtig auf den Moment, an dem sie zum Oktoberfest in der ehemaligen Fliegerhalle Einlass bekamen.

 

 

Solarpark könnte noch in diesem Jahr ans Netz gehen

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 23.09.2014


Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel hat den Bürgern einen Überblick über die gerade stattfindenden Arbeiten und die weiteren Vorhaben gegeben. Da Bebauungs- und Nutzungsplan noch nicht genehmigt sind, beschränken sich die Arbeiten derzeit auf die bereits vorhandene Infrastruktur.

Allein 1,5 Millionen Euro werden in den Rückbau der ehemaligen Oberschwabenkaserne gesteckt. "Gerade sind wir dabei die Parkplätze und Wendeplatten für Flugzeuge abzubrechen", so Gaugel. Die Betonschichten sind bis zu 40 Zentimeter dick. Mit Sorge habe man dem Abbruch der Fliegertankstelle entgegengeblickt. "Es hat weniger Altlast gegeben als befürchtet", sagt Gaugel. "Wir können bislang zufrieden sein." Der komplette Rückbau soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

In den ehemaligen Soldaten-Unterkünften sind Musterräume für Wohneinheiten entstanden, in denen zukünftig Studenten und Forscher wohnen können. Es sind 56 Einheiten mit je 31 Quadratmetern und Bad vorgesehen.

Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, soll so schnell wie möglich mit dem Bau des Solarparks begonnen werden, um noch eine möglichst hohe Einspeisevergütung mitzunehmen. Die Komponenten seien bereits bestellt, so Gaugel. Er geht von einer Bauzeit von acht bis zehn Wochen aus, maximal sollen drei Monate vergehen, bis die Anlagen komplett angeschlossen sind. "Wir wollen energieautark sein und insgesamt zehn Megawatt produzieren." Was über den Eigenbedarf hinaus produziert wird, soll an umliegende Unternehmen verkauft werden. Gespräche dazu laufen bereits.

Aus Sicherheitsgründen wird das Ehoch4-Gelände am Eingang schon bald mit Schranken und Zugangskontrollen ausgestattet. Nachts soll sich ein Wachdienst darum kümmern, dass es keinen Vandalismus gibt. Am liebsten auch noch in diesem Jahr will Gaugel die Erschließungsstraße ins Gebiet Riedsäge bauen.

 Artikel vom 23.09.2014

Ravensburger will Lernpark Ostern 2016 eröffnen

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 23.09.2014

Bei einer Informationsveranstaltung stellen die Verantwortlichen den aktuellen Planungsstand für Ehoch4 vor

Bei einer Informationsveranstaltung haben die Verantwortlichen am Samstag die Bürger auf den aktuellen Planungsstand für den Europäischen Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien (Ehoch4) gebracht. Der Park soll auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne entstehen. Die Vorbereitungen auf dem Gelände laufen bereits, mit der baulichen Umsetzung könne begonnen werden, sobald entsprechende Genehmigungen vorliegen, so die Projektleiter Jürgen Gaugel und Volker Fouquet. Schwerpunkte der Infoveranstaltung lagen bei der Akademie für Nachhaltigkeit und dem Lern- und Energiepark.

Wohnen und Forschen an einem Standort: Der Ehoch4-Park soll ideale Bedingungen für Wissenschaftler und Studenten bieten. "Im Gegensatz zu Ballungszentren haben wir hier den Platz, dass bis zu 100 Studenten an Summerschools teilnehmen können und ihnen genug Flächen zum Experimentieren geboten werden", schwärmt Volker Fouquet. Besonders interessant sei in dem Zusammenhang das sogenannte Reallabor, in dem neueste Technik auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien im Originalmaßstab getestet werden kann. So soll etwa auf einer Länge von einem Kilometer eine neue Art von Solarzellen getestet werden, die von mehr als einer Seite Sonnenstrahlen aufnehmen und verwandeln können. "Solche Technik könnte später einmal in Lärmschutzwänden verwendet werden", so Fouquet. Außerdem sollen Container entwickelt werden, die zukünftig die dezentrale Stromversorgung von Siedlungen übernehmen können.

Mit dem Fledermausanzug geht es in den Windkanal
Das Konzept der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH für den Lern- und Energiepark ist ebenfalls schon voll ausgereift. "Wir haben uns Ostern 2016 als Ziel für eine Eröffnung gesetzt", sagt Geschäftsführer Carlo Horn. Er stellte am Samstag in rasantem Tempo die Parkgestaltung vor. Nachdem die Parkbesucher in einem 360-Grad-Kino für die Notwendigkeit erneuerbarer Energien sensibilisiert wurden, sollen sie im Dunkelgang erleben, wie sich eine Gesellschaft entwickelt, der plötzlich der Strom ausgehen. Anschließend erleben sie in den Bereichen Bio-Energie, Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie die Möglichkeiten der alternativen Energiegewinnung.

"Wir verbinden dabei immer ein spielerisches Element mit der Wissensvermittlung", erklärt Horn. Optimalerweise besuchen deshalb Kinder mit ihren Eltern den Park oder Schulklassen mit ihren Lehrern. In einem Windkanal können sich die Besucher etwa umwehen lassen, am Ballontower geht es mit Gas auf elf Meter Höhe, auf einem Solarhighway darf selbst gefahren werden und beim Wellenkraftwerk heißt es Paddeln bis der Leuchtturm mit Energie versorgt wird. Mit Pedelecs, Segways und Fahrrädern kann der ganze Park erkundet werden und in Schulungsräumen können Schulklassen für sich experimentieren. Die Angebote sind an den Lehrplänen der einzelnen Schulstufen orientiert.

Die Bürger aus Hohentengen können immer noch nicht so recht glauben, was da direkt vor ihrer Haustür entstehen soll. Die Aufzählung der vielen Attraktionen klingt nach Freizeitpark. 16 Euro soll nach Horns Aussage eine Eintrittskarte kosten. Mit der Aussage, dass die Menschen aus Hohentengen den Park als erste und zwar kostenlos betreten dürften, trifft Jürgen Gaugel auf Zuspruch. Die Bürger werden ihn beim Wort nehmen.

 Artikel vom 23.09.2014

Beim Oktoberfest in der ehemaligen Fliegerhalle tanzen die Gäste auf den Tischen

Von Ina Schultz
Schwäbische Zeitung | 22.09.2014

Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel und Roland Längle, Vorsitzender des Musikvereins Hohentengen, streben eine Fortsetzung des Fests an

Die Veranstalter des Oktoberfestes auf dem Gelände von Ehoch4 in Hohentengen knüpfen nahtlos an die Erfolge der letzten Jahrzehnte an. Nach einem Jahr Pause hatten sich einige Gögemer Vereine für eine Fortsetzung des traditionellen Oktoberfests stark gemacht. Belohnt wurden sie mit mehr als 1800 Gästen aus der Region, die zum Feiern in die ehemalige Fliegerhalle gekommen waren. Veranstalter ist seit diesem Jahr das Unternehmen Ehoch4, das das Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne erworben hat.

Beim Fassanstich zeigte Schirmherr Peter Rainer, Bürgermeister von Hohentengen, was er kann: Drei gut platzierte Schläge - und das Bier floss in Strömen. Hausherr Jürgen Gaugel, Geschäftsführer von Ehoch4, schenkte die ersten Maß Bier den Vorsitzenden der organisierenden Vereine ein. Die Vertreter des ACV Motorsportclub Göge, des Fanfarenzug Enzkofen, des Musikvereins 1819 Göge-Hohentengen und des Sportvereins Hohentengen prosteten den gut gelaunten Gästen zu.

Alle haben sich schick gemacht
Schick hatten sich die Besucher alle gemacht: In Dirndl, Lederhosen, Trachtenhemden oder mit Trachtenhüten kamen sie in die ehemalige Fliegerhalle. Außerdem hatten sie Feierlaune bis spät in die Nacht hinein. Die Musiker des Musikvereins 1819 Göge-Hohentengen sorgten vier Stunden lang für stetig steigende Stimmung und Unterhaltung. Dirigent Pius Binder hatte ein schier unerschöpfliches Repertoire zusammengestellt. Hier war für Jung und Alt garantiert genug dabei.

Zwischendurch hatten Jürgen Rothmund und Philipp Löffler als Moderatoren immer einen lockeren Spruch auf Lager - "Wenn's Bierflaschen regnet und Schnapsflaschen schneit, dann bete zu Gott, dass das Wetter so bleibt" - und brachten damit die Halle zum Grölen und Mitprosten. Je länger der Abend, desto häufiger standen die Festbesucher auf den Bierbänken. Beeindruckend sang Teresa Hafner den Schlagerhit "Atemlos" und animierte die Besucher, den Hit von Helene Fischer mitzusingen. Ein DJ legte bis weit nach Mitternacht Partymusik auf. Er ließ die Stimmung weiter brodeln, sodass die Besucher nun fröhlich vor der 20 Meter langen Bar, auf der Bühne oder den Bänken tanzten.

Zufrieden äußerte sich im Laufe des Abends auch Jürgen Gaugel von Ehoch4: "Besser kann es nicht laufen. Eine hervorragende Stimmung und klasse Veranstaltung hier auf dem Gelände." Auch Roland Längle, Vorsitzender des Musikvereins Hohentengen ist am Sonntagmorgen glücklich über das gelungene Fest: "Alle hatten Spaß und es blieb alles friedlich." Erst gegen vier Uhr am nächsten Morgen hatten die letzten Besucher das Oktoberfest verlassen.

Auf eine Wiederholung können sich die Festbesucher jetzt schon freuen. Am späten Abend sind sich Roland Längle und Jürgen Gaugel schon sicher, dass das Oktoberfest auf dem Gelände von Ehoch4 weiter stattfinden wird.

 Artikel vom 22.09.2014

 

 

Bebauungsplan geht jetzt zur Genehmigung ans Landratsamt / Kommentar: Keine Zugeständnisse machen

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 19.09.2014

Die Nachbarn im Haus würden ziemlich erstaunt gucken, wenn ich von Tür zu Tür gehen und folgende Forderung stellen würde: Bitte kaufen Sie sich bloß keine Katze, denn es könnte sein, dass ich mir irgendwann vorstellen könnte, einen Hund zu halten. Es wäre dann blöd, wenn sich die Tiere nicht verstehen. Ähnlich albern muss den Gemeinderäten in Hohentengen jetzt der Wunsch der Stadt Sigmaringen vorkommen, der Gewerbepark Ehoch4 möge nur ja keine Konkurrenz für zukünftige Aktionen auf dem Kasernengelände in Sigmaringen sein. Dabei steht noch in den Sternen, was dort einmal passieren wird. Deshalb ist es richtig, den Wunsch als solchen zur Kenntnis zu nehmen, aber keine Zugeständnisse zu machen.


Bebauungsplan geht jetzt zur Genehmigung ans Landratsamt

Von Jennifer Kuhlmann
Schwäbische Zeitung | 19.09.2014

Über den Flächennutzungsplan entscheidet der Gemeindeverwaltungsverband

Die Gemeinderäte aus Hohentengen haben am Mittwoch einstimmig den Bebauungsplan für das Ehoch4-Gebiet beschlossen. Nach einer zweiten öffentlichen Auslegung des abgeänderten Plans wurden erneut einige Stellungnahmen berücksichtigt, sodass der Bebauungsplan für den Europäischen Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien nun dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Beim Flächennutzungsplan ist man noch nicht so weit, hier müssen zunächst noch die Vertreter des Gemeindeverwaltungsverbands zustimmen.

"Im Großen und Ganzen hat es nach der zweiten Auslegung nur noch wenige Vorschläge gegeben, die wir berücksichtigen mussten", sagt Klaus Grossmann, Leiter des gleichnamigen Planungsbüros aus Balingen. Er hat mit seinen Mitarbeitern die Stellungnahmen des Regierungspräsidiums Tübingen, des Landratsamts, der Bundesnetzagentur und der Öffentlichkeit gesammelt, gesichtet und bewertet. In den meisten Fällen handelt es sich lediglich um Präzisierungswünsche im Wortlaut. So fordert etwa das Referat Raumordnung des Regierungspräsidiums, dass zusätzlicher großflächiger Großhandel im gesamten Planungsgebiet ausgeschlossen wird. "So war das ja eh angedacht, um das bestehende Gewerbe zu schützen", sagt Bürgermeister Peter Rainer.

Alle Bedenken des Landratsamts, was Gewässer und Gewässerrandstreifen angeht, konnten durch Umformulierungen ausgeräumt werden. Nur von dem Stacheldraht, der das Ehoch4-Gelände vom Flugplatz und dem Rest der Außenwelt trennen soll, wollen sich Planer und Stadtverwaltung nicht abbringen lassen. "Wir sehen die Gefahr für Menschen nicht im Draht selbst, sondern in seiner Abwesenheit", so Grossmann. "Der Stacheldraht soll Unbefugte davon abhalten, das Flughafengelände von Gewerbepark-Seite zu betreten und außerdem verhindern, dass der Park von Außen zugänglich ist. Die Fotovoltaikanlagen und anderen Geräte müssen geschützt werden."

Was die bisherigen Bushaltebuchten angeht, will sich der Gemeinderat noch nicht auf eine endgültige Lösung festlegen. Das Regierungspräsidium hatte gefordert, dass die Stadt die Buchten entweder auf eigene Kosten zurückbaut oder sie zu Infobuchten umfunktioniert. "Hier wollen wir erst einmal schauen, welche Möglichkeiten wir haben", so Rainer. Der Vorschlag von Wilfried Ballarin, keine neue Haltestelle direkt vor dem neuen Park einzurichten, sondern an den alten festzuhalten und eine Fußgängerquerung einzurichten, wurde abgelehnt.

Beim Flächennutzungsplan mussten auf Wunsch des Regierungspräsidiums diverse Sonderbauflächen (Sport, Akademie, Lern- und Energiepark, regenerative Energien, Hotel) separat ausgewiesen werden. Das Landratsamt fordert die Berücksichtigung der Altlastsituation sowie der Kapazitäten der Kläranlage. Die angrenzenden Kommunen weisen auf mögliche Konkurrenz zu bestehenden Gewerbegebieten hin, die möglichst vermieden werden sollte.

Der Gemeindeverwaltungsverband Mengen, Hohentengen, Scheer wird am 21. Oktober über den Flächennutzungsplan abstimmen.


Artikel vom 19.09.2014

Erste dauerhafte Landemöglichkeit für einen Zeppelin NT in Oberschwaben

Von Ina Schultz
Schwäbische Zeitung | 11.09.2014

Auf dem Gelände von Ehoch4 wird es ab dem Frühjahr 2015 einen dauerhaften Landeplatz für einen Zeppelin NT geben. Das gab Jürgen Gaugel in einem Pressegespräch diese Woche bekannt. Damit wird die Zeppelin-Reederei aus Friedrichshafen erstmals für sein weltweit größtes halbstarres Luftschiff eine dauerhafte Landemöglichkeit in Oberschwaben haben. Die nächsten Übernachtungen des Zeppelin sind schon für den Oktober geplant.

Entstanden war die Idee bei Gesprächen zwischen Jürgen Gaugel, Geschäftsführer der Ehoch4 GmbH, und den Verantwortlichen der Zeppelin-Reederei. Ende August flog das imposante Luftschiff abends das Gelände von Ehoch4 an, um dort zu übernachten. Am Morgen startete es wieder Richtung Bodensee. Grund dafür war, dass die Zeppelin-Reederei den Hangar für die Messe Eurobike zur Verfügung stellte (SZ berichtete). Die Reaktion und Begeisterung der Menschen in Hohentengen und Mengen über das große Luftschiff veranlasste Gaugel, dem Zeppelin hier häufiger Übernachtungsmöglichkeit zu bieten.

Zeppelin-Reederei begrüßt Plan
Sven Hänschke von der Zeppelin- Reederei freut sich über das Engagement von Ehoch4. Sehr positiv seien die Gespräche mit Herrn Gaugel gewesen, erklärt er gegenüber der Schwäbischen Zeitung. Damit hat die Reederei die notwendige Ausweichmöglichkeit, wenn große Messen - wie zuletzt die Eurobike - in Friedrichshafen stattfinden. Hänschke plant schon vom 13. bis 19. Oktober erneute Übernachtungen auf dem Gelände von Ehoch4. Dann ist nämlich ist die Messe Fakuma in Friedrichshafen.

Ehoch4 plant bis zum nächsten Frühjahr auf eigene Kosten einen großen Landeplatz zu bauen. 300 Meter braucht ein Zeppelin im Durchmesser zum Landen. Platz dafür ist auf dem Gelände von Ehoch4 genug. Aus der Sicht von Jürgen Gaugel ergänzt die innovative und umweltfreundliche Technik des Zeppelin sehr gut das Konzept von Ehoch4. Neben einem Energiepark für regenerative Energien und Gewerbeflächen entsteht dort ein Lern- und Energiepark zur spielerischen Vermittlung von Wissen rund um die Erzeugung von Energie, sowie die Akademie für erneuerbare Energie.

Zeppelintechnik für Schulen
Die Technik des Zeppelin möchte Jürgen Gaugel besonders den jungen Menschen zugänglich machen. Führungen von Schulklassen kann er sich ab dem Frühjahr 2015 vorstellen. Sobald der angedachte Landeplatz gebaut ist - behördliche Genehmigungen vorausgesetzt - würde Gaugel auf Schulen in der Region zugehen.

Artikel vom 11.09.2014

Ökologischer Aspekt im Blick auf ehemaliges Gelände der Oberschwabenkaserne

Von Reinhard Rapp
Südkurier | 11.09.2014

Der grüne Landespolitiker Martin Hahn besucht das Projekt in Hohentengen auf seiner Sommertour und stellt als Fazit eine positive Prognose für geplanten neuen Erlebnis- und Gewerbepark.

Interesse am Projekt „Ehoch4“, das als europäischer Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne entsteht, hat der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (von Bündnis 90/Die Grünen) aus Überlingen auf seiner Sommertour gezeigt. Am früheren Wachlokal des Luftwaffenausbildungsbataillons haben Geschäftsführer Jürgen Gaugel und Bürgermeister Peter Rainer den Gast und seine Parteifreunde Helmut Bußmann, Johannes Kretschmann, Erika Rimmele-Laux, Lothar Braun-Keller und Thomas Friedrich aus dem Landkreis Sigmaringen willkommen geheißen. Anhand eines überdimensionalen Planes stellten Gaugel und Rainer die einzelnen Bereiche des künftigen Parks und den aktuellen Stand der Planungen und der erforderlichen Genehmigungen detailliert vor. Der Bürgermeister umriss in Kurzform die militärische Geschichte der früheren Garnison in jüngerer Zeit und bekannte, dass die Gemeinde Hohentengen sehr froh sei über das entstehende Projekt. Jürgen Gaugel informierte zudem die Zuhörer über die Strukturen von Unternehmen und die künftigen Partner.

Mehrere Fragen, die von Martin Hahn und aus dem Kreis seiner Begleiter zum benachbarten Flugplatz, der Versorgung mit Energie und dem Grund, weshalb die Stadt Mengen nicht am Projekt beteiligt ist, beantworteten Gaugel und Rainer ebenfalls ausführlich. Mengens Beteiligung, so äußerte sich Bürgermeister Rainer, sei an anderen Vorstellungen der dortigen Seite gescheitert.

Gaugel betonte an dieser Stelle das außergewöhnliche Engagement von Bürgermeister Rainer und dem Hohentenger Gemeinderat. Dort habe er stets nur weit geöffnete Türen vorgefunden und volle Sympathie vorgefunden. Dies sei auch heute noch so, verkündete er. Weiter ging Gaugel auf das über lange Jahre gepflegte ausgezeichnete Verhältnis der Bevölkerung zu den Soldaten der Kaserne ein. Auf dieser Schiene werde er weiterfahren und für die baulichen Tätigkeiten Handwerksbetriebe aus der Region beauftragen. Angesprochen auf die ökologischen Aspekte der Flächen sagte Gaugel, dass für die notwendigen Straßen das Material des Rückbaus von Betonflächen verwendet werde. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren würden auf Randparkplätzen abgestellt, der innere Verkehr erfolge mit Elektrofahrzeugen und auf den Grünflächen würden künftig etwa 1500 Schafe weiden. „Der Energie- und Gewerbepark wird große Bedeutung erlangen und die gesamte Raumschaft davon profitieren“, bemerkte Jürgen Gaugel dazu.

„Was brauchen Sie noch, was können wir für Sie tun?“, fragte Kreisrat Johannes Kretschmann. In den Genehmigungsverfahren andere Maßstäbe setzen und mehr Hilfe von oben zur Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, das wünschen sie sich, so antworteten Jürgen Gaugel und Peter Rainer übereinstimmend.

Als ein hochinteressantes Projekt mit vielen Facetten bezeichnete Martin Hahn am Schluss das Projekt. Er sehe darin einen richtigen Ansatz und eine enorme Leistung. „Hier kann was daraus werden“, sagte Hahn, „das hier hat Hand und Fuß, mit diesen Leuten wird das auch was!“ Bürgermeister Rainer, angesprochen auf das von Politikern doch noch gering gezeigte Interesse, drückte seine Freude aus über den Besuch des Landtagsabgeordneten Martin Hahn und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich dies doch in absehbarer Zeit verbesseren werde.

Abgeordnete unterstützen den Ehoch4-Park

Schwäbische Zeitung | 21.08.2014

Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß wertet das Projekt als wichtigen Beitrag zur Energiewende

Als einen wichtigen Schritt zur Versorgungssicherheit bei der Energiewende sieht der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß den Erlebnis- und Versorgungspark Ehoch4. Er ist auf dem Gelände der früheren Oberschwabenkaserne in Hohentengen geplant. Sowohl Bareiß als auch der Landtagsabgeornete Klaus Burger - er wohnt in Hohentengen und ist hier Gemeinderat - sicherten dem Projekt politische Unterstützung zu.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß und der Landtagsabgeordnete Klaus Burger machten sich beim Besuch auf dem Gelände der früheren Kaserne ein Bild von dem neuen Nutzungskonzept. "Die Bundeswehrreform trifft Gemeinden im ländlichen Raum besonders hart", betonte Thomas Bareiß eingangs und fügte hinzu: "Umso wichtiger ist es, nicht zu resignieren. Die Reform bietet auch Chancen, die wir nutzen müssen." Das Nutzungskonzept "Ehoch4" ist als Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien geplant und umfasst Flächen zur Stromerzeugung aus Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Holzvergasung und Bioenergie.

"Der Strom soll verbraucht werden, wo er hergestellt wird", erklärt Geschäftsführer Jürgen Gaugel. Bareiß zeigte sich beeindruckt von dem innovativen Modellprojekt: "Dieser Energiemix ist ein richtiger und wichtiger Schritt in Richtung Versorgungssicherheit, um unabhängiger von Stromimport und saisonalen Schwankungen zu werden." Der Landtagsabgeordnete Klaus Burger aus Hohentengen, der sich schon lange für das Projekt stark macht, ergänzte: "Die erneuerbaren Energien müssen wir Schritt für Schritt weiterentwickeln und optimieren. Mit dem geplanten Wissenschafts- und Technologiezentrum kann Theorie und Praxis bestens kombiniert werden." Überdies freute sich Thomas Bareiß, dass der integrierte Erlebnispark den für die Region wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus stärke.

Das Nutzungsprojekt "Ehoch4" sei europaweit einzigartig, lobten Thomas Bareiß und Klaus Burger. Sie sicherten ihre volle Unterstützung für das Projekt zu und erklärten abschließend: "Das ehemalige Militärgelände trägt zur Stärkung der Wirtschafts- und Innovationkraft der gesamten Region bei und leistet einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Wer weit kommen will, muss gemeinsam gehen. Gemeinsam werden wir an einem Strang ziehen, um "Ehoch4" zu realisieren."

Artikel vom 21.08.2014

Federführend sind die Gögemer Vereine

Jürgen Gaugel freut sich aufs Oktoberfest in der alten Fliegerhalle. Foto: Ina Schultz

Von Ina Schultz
Schwäbische Zeitung | 16.08.2014

 

Jürgen Gaugel, Geschäftsführer der Ehoch4-GmbH, spricht über die Rückkehr des Oktoberfests

Das Oktoberfest findet in diesem Jahr wieder auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne statt. Ehoch4 möchte die Tradition dieses lokalen Ereignisses fortsetzen. Unsere Mitarbeiterin Ina Schultz hat sich mit dem Geschäftsführer der Ehoch4 GmbH, Jürgen Gaugel, vor Ort darüber unterhalten und den aktuellen Stand des Projekts diskutiert.

Herr Gaugel, waren Sie schon einmal auf dem Oktoberfest im Fliegerhorst? Was wissen Sie darüber?

Nein, ich habe nur davon gehört, und dass es immer sehr gut gewesen sein soll. Es waren wohl immer sehr viele Bürger aus Mengen und Hohentengen da. Es gab eine tolle Stimmung und großartige Atmosphäre hier in der ehemaligen Fliegerhalle. Ein Highlight, das große öffentliche Akzeptanz hatte.

Wann ist eigentlich der Gedanke gereift, dass das Oktoberfest wieder stattfinden soll?

In dem Moment, als klar war, dass wir die Kaserne kaufen. Leider konnte es letztes Jahr noch nicht stattfinden - wir waren einfach noch nicht so weit. Die Verkaufsverhandlungen sind nun mal immer sehr schwierig und langwierig.

Und was motiviert Sie jetzt, das Oktoberfest auf dem Gelände von Ehoch4 stattfinden zu lassen?

Auf der Bürgerinformationsveranstaltung im letzten Herbst haben wir gesagt, dass das Projekt Ehoch4 ein Projekt für die Göge ist. Das muss Akzeptanz finden. Wir möchten nicht von außen kommen und diejenigen sein, die eine riesige Raumschaft in Anspruch nehmen und diese als abgeschlossene Einheit betreiben. Wir wollen das gemeinsam mit den Bürgern machen. Deshalb bin ich auf den Bürgermeister Peter Rainer zugegangen. Und da die Vereinsarbeit hier in der Göge ganz hervorragend funktioniert, bekam ich rasch eine Zusage. So kam es zustande, dass wir das Oktoberfest dieses Jahr wieder aufblühen lassen. Ich denke, das ist ein Zeichen an die Bürgerschaft von uns.

Ist dieses Oktoberfest einmalig auf dem Gelände von Ehoch4?

Nein, es soll immer jährlich in der ehemaligen Fliegerhalle stattfinden. Und sollte die Fliegerhalle irgendwann einmal nicht verwendbar sein, aus Gründen, die heute nicht klar sind, dann stellen wir ein Zelt auf.

Das Oktoberfest findet schon am 20. September statt. Wie kam der Termin zustande?

Als wir mit den Beteiligten zusammensaßen, stellten der Bürgermeister und die Vorstände der Vereine einfach ein zeitliches Problem fest. Und da wir sehr kurzfristig in das Thema eingestiegen sind, waren schon viele Wochenenden mit Terminen belegt. Übrig blieb das letzte Oktoberwochenende. Und dort ist für uns das Wetter ein bisschen zu kritisch. Zudem hat Richtung November und Allerheiligen niemand mehr Lust, aufs Oktoberfest zu gehen. Und so ziehen wir es lieber vor als zurück.

Die organisatorische Federführung haben also Sie übernommen?

Nein, federführend sind die Gögemer Vereine, nämlich der Musikverein Hohentengen, der Sportverein Hohentengen, der Fanfarenzug Enzkofen, der ACV-Motorsport Göge und natürlich Johann Sauter als alter Organisator der Göge. Sie planen und machen die Arbeit an diesem Abend. Wir stellen dabei die Fliegerhalle zur Verfügung, heizen diese, stellen WC-Anlagen und Absperrungen und machen die Werbung. Logischerweise bezahlen wir das alles. Mögliche Gewinne, die an dem Abend entstehen, werden wir zu 100 Prozent den helfenden Vereinen spenden.

Vorab soll am Nachmittag des 20. September eine weitere Bürgerveranstaltung auf ihrem Gelände stattfinden. Was ist ihr Ziel?

Wir wollen dabei die Bürger über den aktuellen Status informieren. Die Bürger können die Bauarbeiten, die bis dahin im Gange sind, besichtigen und sehen, was auf dieser Liegenschaft passiert. Immerhin war die ehemalige Oberschwabenkaserne eine Herzensangelegenheit und ist es weiterhin für die Bürgerschaft. Das machen wir bei Kaffee und Kuchen.

Zuletzt wurde das Grundstück durch Ehoch4 erworben. Wie geht es aktuell weiter?

Wir haben im Moment mit den Rückbaumaßnahmen begonnen. Wir bauen die Bunker, die ehemalige Tankstelle, die alte Abschmierrampe und versiegelte Flächen zurück. Der Plan liegt ja nochmal aus. Da müssen wir noch ein bisschen Geduld haben. Das ist halt so und ist auch kein Beinbruch. Die Planungen laufen derweil auf Volldampf weiter. Und sobald wir soweit sind, können wir den Hebel umlegen und mit diversen Infrastrukturmaßnahmen beginnen. Dann können wir unsere Energieanlagen bauen, die Gebäude umbauen und einer Nachnutzung zuführen. Kleinere Maßnahmen machen wir schon. Beispielsweise entfernen wir in den alten Unterkunftsgebäuden Tapeten, schleifen Türen und entfernen alte Bodenbeläge. Eben das, was wir ohne Genehmigung machen können, machen wir.

Wie sieht ihr aktueller Zeitplan für das Projekt Ehoch4 aus?

Wir hoffen, dass wir Ende September einen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan haben und somit im Oktober mit den Neubauarbeiten beginnen können. Einen großen Sprung erwarten wir in 2015. Der Ravensburger Lern- und Energiepark, die Energieanlagen, das Reallabor und die Unterkunftsgebäude für die Studenten sollen bis Ende 2015 fertig sein. Auch sollen dann sämtliche Rückbauarbeiten definitiv abgeschlossen sein.

 Artikel vom 16.08.2014

Vorfreude aufs Oktoberfest

Von Reinhard Rapp
Südkurier | 16.08.2014

Nach zwei Jahren ist eine Neuauflage auf dem ehemaligen Kasernenareal in Hohentengen geplant. Die Veranstaltung von „Ehoch4“ und Vereinsgemeinschaft steigt am 20. September.

Mit Schließung der Oberschwabenkaserne vor nahezu zwei Jahren dachten viele, dass damit auch das legendäre Oktoberfest in der ehemaligen Fliegerhalle endgültig Geschichte ist. Zwar ist die Bürgerwache Mengen nach Abzug der letzten Luftwaffensoldaten im Oktober 2012 in die Bresche gesprungen und hat die seit Jahrzehnten bekannte und beliebte Tradition übernommen, aber zum Jahreswechsel 2012/13 ging das gesamte Areal in die Zuständigkeit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über und damit schien das endgültige Aus der Hallennutzung für diesen Zweck gesprochen zu sein.

Immer wieder sei im Gespräch mit Leuten das Wort Oktoberfest gefallen, verrät Jürgen Gaugel, Geschäftsführer der Firma „Ehoch4“ unserem Mitarbeiter. Seit kurzem ist dieses Unternehmen Eigentümer des früheren Kasernengeländes. Dort wird ein Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien entstehen. Die oft von leuchtenden Augen begleiteten nostalgischen Erinnerungen seiner Gesprächspartner an das Oktoberfest hätten ihn zur Überlegung gebracht, die Idee aufzugreifen, sagt Gaugel und er möchte, dass dies künftig wieder jährlich stattfindet.

Allein könne „Ehoch4“ natürlich so eine Veranstaltung nicht stemmen, fährt er fort. Dazu fehle ihm das Personal. Er sehe das Fest genauso wie den Erlebnis- und Gewerbepark: als Bürgerprojekt für die Raumschaft. Die Leute sollen die Möglichkeit haben, weiterhin wenigstens einmal im Jahr zu einer Festivität ins ehemalige Kasernengelände zu kommen. Ihm liege viel daran, dass die Verbundenheit, die zwischen der Bevölkerung und der früheren Luftwaffengarnison bestand, auch beim künftigen Projekt weitergeführt werde. „Die Menschen, die hier heimisch waren, sollen es auch weiterhin sein können“ fügt Gaugel hinzu.

Deshalb sei er mit seiner Idee auf Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer zugegangen. Während einer Runde mit Verantwortlichen der Gögevereine fiel dann die Entscheidung, das Oktoberfest als Gemeinschaftsveranstaltung von Ehoch4 mit der Vereinsgemeinschaft Hohentengen am 20. September abzuhalten. Aber nicht nur Stimmung und Gaudi mit viel Musik ist an diesem Tag angesagt. Jürgen Gaugel hat vor, am Nachmittag zu einer weiteren Veranstaltung einzuladen. Darin will er einer breiten Öffentlichkeit das Gesamtprojekt vorstellen und dazu Kaffee und Kuchen anbieten.

Nur noch wenige Wochen verbleiben also, bis beide Veranstaltungen steigen werden. Die Musikkapelle Hohentengen hat extra die Sommerpause verkürzt und wird bald die Probenarbeit aufnehmen. Schon des Öfteren haben die Göge-Musikanten bei den Festen des Luftwaffenausbildungsbataillons bewiesen, dass sie problemlos in der Lage sind, das Publikum in der Halle über Stunden buchstäblich zum Brodeln zu bringen. Kein Zweifel, dass es auch am 20. September ab 20 Uhr so sein wird.

Innovative Pläne für Kasernengelände in Sigmaringen und Hohentengen

Schwäbische Post | 05.08.2014
Südwest Presse | 05.08.2014

Solar-Mobile statt Luftwaffe
Innovative Pläne für Kasernengelände in Sigmaringen und Hohentengen

Aufbruchstimmung in Hohentengen und Sigmaringen. In den bisherigen Standorten sind ehrgeizige Konversions-Projekte in der Planung. Noch ist die Wache an der Graf-Stauffenberg-Kaserne auf der Höhe über Sigmaringen besetzt. Zwischen 200 und 300 Soldaten tun weiter ihrem Dienst - Feldjäger, Angehörige des Eurocorps und des Führungsunterstützungsbataillons 129. Doch der letzte Zapfenstreich ist geblasen, schon Anfang Juni. Bis Ende 2015 will die Bundeswehr das 200-Hektar-Gelände räumen.

Und das zivile Sigmaringen steckt voll in den Planungen für die künftige Nutzung des Areals. Zusammen mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen strickt die Stadt an einem Projekt mit dem Namen "Innovationscampus Sigmaringen" - kurz "Inno-Campus".

Die Hochschule grenzt an das Militärareal an - es liegt auf der Hand, das wissenschaftliche Potenzial in das Projekt einzubinden. Entstehen soll eine Modellfabrik zur Stärkung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Im daneben geplanten Technologiezentrum bekommen junge Gründer die Möglichkeit, innovative Produkt- und Geschäftsideen zur Marktreife zu entwickeln.

Finanzielle Förderung erhofft sich die Stadt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre). Erkennt das Land Baden-Württemberg das Projekt "Inno-Campus" als Leuchtturm-Projekt an, könnten sieben Millionen Euro aus dem Efre-Topf fließen. Zwei Millionen Euro erwartet die Stadt vom Land, maximal fünf Millionen Euro gedenkt sie selbst zur Finanzierung beizutragen. Bürgermeister Thomas Schärer zeigt sich optimistisch. "Wir gehen guten Zeiten entgegen, wir haben eine richtig gute Chance", sagt er. 2016 soll es losgehen.

Kaum zehn Kilometer donauabwärts herrscht ebenfalls Aufbruchstimmung. In Hohentengen hat das Luftwaffen-Ausbildungsregiment die Oberschwabenkaserne mit seinen zuletzt 850 Soldaten bereits 2012 geräumt, 77 Hektar sind zu bespielen. Und der Startschuss für "Ehoch4" ist gefallen. "Ehoch4" - so lautet die Formel für ein Projekt auf vier Säulen: Konzipiert sind eine Akademie für Nachhaltigkeit, ein grünes Gewerbegebiet, eine Fläche, auf der Energie produziert wird mit Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse. Und als Clou ein Lern- und Energiepark, hinter dem das Ravensburger Spieleland steht.

8,2 Millionen Euro wollen die Ravensburger investieren. Die Planungen sind weit gediehen. Etwa für ein "Solar-Highway" für Elektromobile und ein Aerodrom, in dem die Besucher auf einem Luftstrom ganz real in den Schwebezustand geraten. 2015 soll der Park öffnen. Der Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotions GmbH, Karl-Heinz Horn, rechnet mit 75 000 bis zu 100 000 Besuchern im Jahr.

Gestärkt wird der Standort Stetten am kalten Markt. Aus Immendingen werden deutsche Soldaten der deutsch-französischen Brigade, aus Sigmaringen Panzerpioniere und Feldjäger dorthin verlegt.

Statt Kaserne ein Lern- und Energiepark

Von Dagmar Lange
Immobilien Zeitung | 31.07.2014

Von der grö­ß­ten Mi­li­tär­bra­che in Ba­den-Würt­tem­berg zu einem Vor­zei­ge­pro­jekt der En­er­gie­wen­de mit viel Pu­bli­kums­ver­kehr soll sich die Ober­schwa­ben-Ka­ser­ne ent­wi­ckeln. Eine Grup­pe be­kann­ter In­ves­to­ren aus dem Land will es mög­lich ma­chen.

 
Ho­hen­ten­gen wird noch in kei­nem Rat­ge­ber für Lern- und Frei­zeit­spaß mit Kin­dern an­ge­prie­sen, auch in kei­nem Atlas für En­er­gie­parks er­wähnt. Das soll sich ab 2016 än­dern, wenn das Pro­jekt Ehoch4 für die Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich wird. Ge­plant ist die Er­rich­tung eines Wis­sen­schafts-, Tech­no­lo­gie-, Ge­wer­be- und Er­leb­nis­parks für er­neu­er­ba­re En­er­gi­en, der eu­ro­pa­weit sei­nes Glei­chen sucht und gleich­zei­tig die re­gio­na­le Wirt­schaft för­dert.

Mög­lich wird dies auf dem knapp 80 ha gro­ßen Ge­län­de der ehe­ma­li­gen Ober­schwa­ben-Ka­ser­ne Men­gen/Ho­hen­ten­gen, die im Zuge der Bun­des­wehr­re­form im Sep­tem­ber 2012 ge­schlos­sen und An­fang 2013 an die Bun­des­an­stalt für Im­mo­bi­li­en­auf­ga­ben zur Ver­mark­tung über­ge­ben wurde. Keine leich­te Auf­ga­be im struk­tur­schwa­chen länd­li­chen Raum Ober­schwa­bens. Dort war man auf den all­täg­li­chen Kon­sum von 250 fest sta­tio­nier­ten Sol­da­ten samt Fa­mi­li­en, 70 zi­vi­len An­ge­stell­ten und jähr­lich 600 Re­kru­ten ein­ge­stellt. Auf 28 ha ste­hen Ka­ser­nen­ge­bäu­de, deren Sa­nie­rung für über 10 Mio. Euro erst 2011 ab­ge­schlos­sen wurde. Top in Schuss, war­ten fast alle seit dem Bun­des­wehr­ab­zug auf neue Nut­zer.

Das in die Zu­kunft wei­sen­de Ge­samt­kon­zept für das Kon­ver­si­ons­ge­län­de stammt von Jür­gen Gau­gel, der mit sei­nem Un­ter­neh­men So­wien­er­gie (Bai­en­furt) seit zehn Jah­ren So­lar­parks ent­wi­ckelt, und von Kom­mu­nal­be­ra­ter Vol­ker Fou­quet aus Kon­stanz. Das ehe­mals aut­ar­ke Ka­ser­nen­ge­län­de soll zu einem Er­leb­nis- und Ge­wer­be­park für er­neu­er­ba­re En­er­gi­en wer­den und damit einen Bei­trag für die re­gio­na­le Wert­schöp­fung leis­ten. Die Vi­si­on ba­siert auf vier Säu­len: eine Aka­de­mie für Nach­hal­tig­keit, ein Lern- und En­er­gie­park, En­er­gie pro­du­zie­ren­de Flä­chen für So­lar- und Wind­ener­gie, Was­ser­kraft und Bio­mas­se sowie ein grü­nes Ge­wer­be­ge­biet.

Von der Idee Ehoch4, so der Name der Ge­sell­schaft mit Sitz in Bai­en­furt, lie­ßen sich po­ten­te Geld­ge­ber an­ste­cken, ohne die eine Rea­li­sie­rung des laut Gau­gel auf 50 Mio. bis 60 Mio. Euro be­rech­ne­ten Pro­jekts nicht mög­lich wäre. Als Gro­ßin­ves­tor mit 10 Mio. bis 15 Mio. Euro ist das auf er­neu­er­ba­re En­er­gi­en spe­zia­li­sier­te Un­ter­neh­men Wir­con mit dabei, das mit Un­ter­stüt­zung von Diet­mar Hopp im De­zem­ber 2013 aus der Wir­sol­Grup­pe her­vor­ging. Mit vor­aus­sicht­lich rund 20 Mio. Euro will sich An­dre­as Kohm samt Fa­mi­lie be­tei­li­gen. Kohm ist in der Ge­schäfts­füh­rung des Ver­sand­hau­ses Klin­gel aus Pforz­heim und kennt Gau­gel aus an­de­ren Pro­jek­ten. Ra­vens­bur­ger Frei­zeit und Pro­mo­ti­on, eine Toch­ter der Ra­vens­bur­ger Un­ter­neh­mens­grup­pe, will den Lern- und Er­leb­nis­park für 8,2 Mio. Euro er­rich­ten, der als ers­tes Ele­ment auf einer Flä­che von 5,4 ha Ende 2015 in Be­trieb gehen soll.

Neben der spie­le­ri­schen Ver­mitt­lung von Wis­sen über un­se­re Res­sour­cen ist Kern­stück der Neu­ent­wick­lung auf 20 ha ein En­er­gie­park, der So­lar­ener­gie, Was­ser­kraft, Wind­ener­gie, Bio­en­er­gie und Holz­ver­ga­sung ver­eint und so das Ge­samt­pro­jekt voll­stän­dig en­er­gie­aut­ark macht. Die­ser En­er­gie­park soll auch als Re­alla­bor für die For­schung die­nen, sprich pra­xis­na­he De­mons­tra­tio­nen für Lehre und Wei­ter­bil­dung er­mög­li­chen. Eine Aka­de­mie soll die Er­kennt­nis­se aus der an­ge­wand­ten For­schung mul­ti­pli­zie­ren. Stich­wor­te dafür sind "En­er­gie­aut­ar­kie im länd­li­chen Raum" oder "Fre­quenz­sta­bi­li­tät" bei vie­len re­ge­ne­ra­ti­ven Ein­spei­sun­gen, nicht nur im "grü­nen" Ge­wer­be­ge­biet.

Die Aka­de­mie kann sich als Part­ner auf die Kom­pe­tenz von Hoch­schu­len aus der Re­gi­on stüt­zen. Ehoch4-Ge­schäfts­füh­rer Gau­gel sieht die For­schungs­an­stalt am liebs­ten als eine Stif­tung, deren Be­stand über min­des­tens zehn Jahre ge­si­chert ist. Eine von Ehoch4 in Auf­trag ge­ge­be­ne Markt- und Stand­ort­ana­ly­se be­stä­tigt auch den Be­darf für ein Se­mi­nar- und Ta­gungs­ho­tel.

Das käme eben­falls der ge­plan­ten Aka­de­mie zu­gu­te. Das en­er­gie­neu­tra­le Ge­bäu­de soll bis zu 80% we­ni­ger En­er­gie für Licht, Hei­zung und Warm­was­ser ver­brau­chen als ein kon­ven­tio­nel­les Hotel. Ein Ge­wer­be­ge­biet mit Bezug zu post-fos­si­len En­er­gi­en soll auf dem Areal der Ober­schwa­ben-Ka­ser­ne mit Un­ter­neh­men ent­ste­hen, die im Um­feld der Aka­de­mie gute Ent­wick­lungs­chan­cen haben. Auch auf dem be­ste­hen­den Ge­wer­be­ge­biet "Am Flug­platz" der Ge­mein­de Ho­hen­ten­gen sol­len sich neue Be­trie­be an­sie­deln und durch Ehoch4 mit güns­ti­gem Öko­strom ver­sorgt wer­den.

Ehoch4: Grüner Gewerbe- und Energiepark


Stromauskunft | 18.07.2014

"Ehoch4": Grüner Gewerbe- und Energiepark

Mitte der Woche wurde der offizielle Startschuss für das Projekt "Ehoch4" erteilt - ein Energie- und Gewerbepark für erneuerbare Energien auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne in Hohentengen. "Auf einer Gesamtfläche von 77,11 Hektar entsteht in den nächsten Monaten ein neuer, hochmoderner Energiepark, der einmalig in Europa ist und komplett energieautark betrieben wird. Er stellt eine wichtige und notwendige Investition dar, die die Weichen für Nachhaltigkeit in der Zukunft absichern und zudem neue Arbeitsplätze schaffen wird", erklärt Projektentwickler und Geschäftsführer Jürgen Gaugel.Der Gewerbepark Ehoch4 basiert auf vier zentralen Säulen: einer Akademie für Nachhaltigkeit, einem Lern- und Energiepark, energieproduzierenden Flächen für Solar-, Wind-, Wasserkraft und Biomasse und einem grünen Gewerbegebiet. Die Akademie für Nachhaltigkeit soll Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Hochschule, Forschungsinstitute, Labore, Berufsvereinigungen, politische Institutionen und Unternehmen einschließen. Als Partner konnten die Hochschulen Stuttgart, Rottenburg, Biberach und Offenburg, das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme und die Universität Konstanz gewonnen werden.


Der künftige Lern- und Energiepark soll das Entstehen von erneuerbaren Energien und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen vermitteln. Die vier Themenbereiche Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Bioenergie werden ab 2015 Kindern zwischen zwei und 15 Jahren offen stehen. Die Betreiber rechnen mit einem jährlichen Besucherpotenzial von bis zu 100.000 Personen.

Start frei für Energie- und Gewerbepark

Von Jürgen Witt
Südkurier | 18.07.2014

50-Millionen-Projekt in Hohentengen gilt europaweit als absolut einmalig. Mit „Klingel“ und „Wircon“ steigen Großinvestoren ein. Modernste Technologie auf der früheren Oberschwabenkaserne.

Der Energie- und Gewerbepark für erneuerbare Energien in Europa (Ehoch4) ist auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne in einem feierlichen Akt ins Leben gerufen worden. Vor zahlreich geladenen Gästen aus Wirtschaft und Forschung, Bankenwelt und Kommunalpolitik, erklärte Volker Fouquet von der Kommunalberatung Konstanz, dass nach zwei erfolgreichen Notarterminen am Vortag die „Ehoch4 GmbH“ nunmehr „Eigentümer dieser traumhaften Liegenschaft“ geworden sei. Nach 20-monatiger Vorplanung in teils visionären Konzepten könne man nun zur Verwirklichung schreiten.

Das Kernstück des mehrere Säulen umfassenden Projekts bilden Flächen zur Energieerzeugung mit regenerativen Energiearten. In der Kombination von Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Bioenergie und Holzvergasung würde das Gesamtkonzept vollständig energieautark arbeiten – ein europaweit einmaliger Ansatz, so die Initiatoren. Eine wissenschaftlich-technologische „Akademie für Nachhaltigkeit“ soll in die vorhandenen Lehr- und Wohngebäude einziehen und für den Erfolg der Energiewende garantieren.

Als Großinvestoren nannte Jürgen Gaugel, Geschäftsführer von „Ehoch4“, die Firma „Klingel“, die sich zu einem der erfolgreichsten Versandhäuser entwickelt habe und durch ihren Gesellschafter Andreas Kohm rund 20 Millionen Euro für den Energie- und Gewerbepark investieren möchte. Als zweitgrößten Kapitalanleger nannte er die Firma „Wircon GmbH“, eine Gesellschaft des SAP-Begründers Dietmar Hopp in Vertretung durch Markus Wirth, deren Beteiligung Gaugel auf 10 bis 15 Millionen Euro bezifferte. Dazu kämen noch sechs weitere Investoren. Das stattliche Gesamtvolumen liegt nach seiner Schätzung bei etwa 50 Millionen Euro.

Allerdings durfte der herangekarrte Bagger zu einem symbolischen Spatenstich noch nicht in Aktion treten. Aus rechtlichen Gründen. Der Bebauungsplan müsse nach der Absegnung im Gemeinderat bei nächster Sitzung noch zur Genehmigung beim Landratsamt eingereicht werden. Auch der Flächennutzungsplan habe noch keine Rechtswirksamkeit, erklärte Planer Klaus Großmann.

Peter Rainer, Bürgermeister von Hohentengen, ließ die Entwicklung, die durch die Schließung der Oberschwabenkaserne 2012 zur Phase der Neuorientierung führte, nochmals Revue passieren. „Was damals unmöglich schien, ist heute Wirklichkeit“, sagte Rainer nach final geführten Verhandlungen. „Es war ein hartes Stück Arbeit!“ In der Gemeinde habe stets eine sehr positive Grundstimmung geherrscht, alle Beschlüsse im Hohentenger Gemeinderat seien einstimmig gefasst worden. „Wir sehen das Potenzial für neue Arbeitsplätze. Es kann ein Leuchtturmprojekt für die ganze Region werden“, so Rainer weiter. Mit „Ehoch4“ sei ein neuer Baum gepflanzt worden, der alsbald seine Früchte tragen sollte. Der Schultes freut sich über eine gewaltige Pflanzengrube, die es jetzt auszuheben gelte.

Kristian Peter, Leiter des internationalen Solarforschungsinstituts in Konstanz, versprach, beim Mittun seines gemeinnützigen Instituts bei Energieüberschüssen nicht nur mit allen Versorgern vor Ort kooperieren zu wollen. Ihm sei es auch wichtig, für eine gedeihliche Zusammenarbeit der Landkreise Sigmaringen und Konstanz zu sorgen.

Karl-Heinz Horn, Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH, sprach über die in diesem Projekt ebenfalls vorgesehene Entstehung des Lern- und Energieparks mit Wissensparcours. Die Idee habe ihn spontan begeistert. Hier sollen Kinder über spielerische Vermittlung das Entstehen von Energie, diverse Energiearten und unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten entdecken können.

Im Herbst dieses Jahres hofft Jürgen Gaugel, mit der Energieanlage beginnen zu können, bis zum Jahreswechsel wollen die Betreiber schon einen bedeutenden Schritt weiter sein.

 

 

Oberschwabenkaserne wird zum Erlebnispark

Von Wolfgang Messner
Stuttgarter Zeitung | 17.07.2014


Konversion: Auf dem früheren Fliegerhorst soll ein in Europa einmaliges Projekt für erneuerbare Energie entstehen.

Auf dem Areal der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen (Kreis Sigmaringen) soll zwei Jahre nach dem Abzug der Bundeswehr ein in Europa einmaliger Erlebnis- und Gewerbepark für erneuerbare Energien entstehen. Die Investorengruppe um den SAP-Gründer Dietmar Hopp und den Pforzheimer Großunternehmer Andreas Kohm (Versandhaus Klingel) wollen mindestens 50 Millionen Euro investieren, erklärte Jürgen Gaugel, der Geschäftsführer der neu gegründeten Projektentwicklungsgesellschaft Ehoch4. Der Kaufvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben war erst am Dienstag unterschrieben worden. Über den Kaufpreis hatten beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Noch fehlen Genehmigungen für den Bebauungs- und den veränderten Flächennutzungsplan. Aber wenn alles kommt wie gedacht, sollen auf dem 80 Hektar großen Areal alle Formen der regenerativen Energiegewinnung präsentiert werden – von der Solarenergie über die Wind- und Wasserkraft bis zur Strom- und Gaserzeugung aus Biomasse. Unter andrem soll ein 20 Hektar großer Park aus Photovoltaikanlage entstehen, ebenso eine kleine repräsentative Windkraftanlage. Das Gelände biete dafür die idealen Voraussetzungen sagte Gaugel. Ein Wasserkraftwerk sei bereits vorhanden, ebenso eine Biomassenanlage. Der Park soll nach Angeben des Geschäftsführers im Jahr rund 11,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen – genug um eine kleine Gemeinde mit 3.000 Haushalten 365 Tage lang zu versorgen.

Der Milliardär Hopp habe zugesagt, „zwischen zehn und 15 Millionen Euro“ investieren zu wollen, der Milliardär Kohm rund 20 Millionen Euro. Daneben gebe es sechs weitere Investoren, die ebenfalls rund 20 Millionen Euro einbrächten, sagte Gaugel. Der 45-jährige ist ein Unternehmer aus Baienfurt, dessen Firma Farbwalzen und Malerrollen produziert, der aber auch seit zehn Jahren Solarparks erstellt. Er führ die Geschäfte zusammen mit dem Kommunalberater und ehemaligen Konstanzer Baubürgermeister Volker Fouquet.

Als Investor und Kooperationspartner haben die Projektentwickler den Ravensburger Spieleverlag gewonnen, der auch das Ravensburger Spieleland betreibt. In Hohentengen will das Unternehmen auf einer Fläche von sechs Hektar mit einem Aufwand von rund zehn Millionen Euro einen Lern- und Erlebnispark einrichten, um Kindern und Jugendlichen spielerisch das Wissen über die Erzeugung erneuerbarer Energien zu vermitteln, erläuterte Carlo Horn, der Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH.

Als Partner haben die Investoren und Projektentwickler bereits die Hochschule für Technik Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz das International Solar Energy Research Center der Universität Konstanz gewonnen. Aus den sechs Unterkünften für Soldaten und Offiziere sollen Wohnungen für Wissenschaftler und Studenten werden. Auf dem ehemaligen Fliegerhorst ließen sich auch das ehemalige Krankhaus und die Lehrsäle zur Schulung der Soldaten bestens für wissenschaftliche Zwecke nutzen, sagte Gaugel.

Oberschwabenkaserne wird Energiepark

Jürgen Gaugel (links, Geschäftsführer Ehoch4 GmbH) und Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer. Foto: Balzer

Von David Balzer
Wochenblatt | 17.07.2014

 

Firma "Ehoch4" baut Kompetenzzentren für erneuerbare Energien in Hohentengen

Noch vor zwei Jahren war das Gelände der ehemaligen Oberschwabenkaserne fest in der Hand von Soldaten. Nun fällt der Startschuss für ein nachhaltiges, innovatives Projekt.

Als im Oktober 2012 die Liegenschaft Oberschwabenkaserne ausgeschrieben wurde, zögerte die Firma „Ehoch4“ nicht lange und reichte das geforderte Nutzungskonzept ein. Nach 20 Monaten Planung wurde gestern nun die Realisierung des Energie- und Gewerbeparks für erneuerbare Energien in Europa in einem feierlichen Akt verkündet.

Zu den Investoren zählen Andreas Kohm, Markus Wirth (Wircon GmbH), Dietmar Hopp (Mitbegründer SAP GmbH) und Karl-Heinz Horn (Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH). Die Bebauungs- und Flächennutzungspläne werden nun durchgeführt. In das Gesamtkonzept integriert werden Schwerpunkte auf nachhaltige Mobilität sowie energieeffizientes und ökologisches Bauen gesetzt.

Aufbruchstimmung herrscht

„Durch dieses Projekt herrscht in der Hohentengener Bevölkerung blendende Stimmung“, sagt Bürgermeister Peter Rainer. Die Synergie von Wissenschaft und Praxis setze Impulse für die Entstehung neuer Arbeitsplätze mit Zukunft. Die regionale Wirtschaftsweiterentwicklung erzeuge eine Aufbruchstimmung. „Besonders erwähnenswert ist, dass alle Beschlüsse zum Thema Energiepark einstimmig gewählt wurden“, freut sich Rainer.

Künftig soll durch Solarenergie, Wasserkraft, Wind- und Bioenergie sowie Holzvergasung autark Strom generiert werden. Überschüssiger Strom wird dann in das vorhandene Stromnetz eingespeist. Sollte die Sonnenenergie einmal nicht ausreichen, wird der Bedarf wiederum durch das herkömmliche Stromnetz gedeckt.

Kooperation mit Hochschulen

Die auf dem Gelände vorhandenen Lehr- und Wohngebäude werden in eine wissenschaftlich-technologische „Akademie für Nachhaltigkeit“ integriert. Um die Fachleute zu gewinnen, wird eng mit vielen Hochschulen Baden-Württembergs zusammengearbeitet. Das gewonnene Wissen über die verschiedenen Formen erneuerbarer Energien wird in Kompetenzzentren gebündelt und sowohl für Fachleute als auch für die Bevölkerung zugänglich gemacht.

In Kooperation mit der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH entsteht zudem ein Lern- und Energiepark für Kinder und Jugendliche zur spielerischen Vermittlung von Wissen. Damit ist klar: Hohentengen wird Standort eines europaweit einmaligen Projekts.

Investoren treten ins Rampenlicht

Sie gaben den Startschuss (von links): Markus Wirth (Firma Wircon), Carlo Horn (Ravensburger), die Projektentwickler Volker Fouquet und Jürgen Gaugel, Bürgermeister Peter Rainer, Alt-Bürgermeister Franz Ott und Andreas Kohm (Versandhaus Klingel). Foto: Christoph Klawitter

Von Christoph Klawitter
Schwäbische Zeitung | 17.07.2014


Startschuss für Ehoch4 – Andreas Kohm vom Versandhaus Klingel beteiligt sich

Lange war es ein Geheimnis: Die bisher unbekannten Groß-Investoren, die hinter dem Projekt Ehoch4 stehen, sind nun bekannt. Wie Ehoch4-Projektentwickler Jürgen Gaugel bei der gestrigen feierlichen Eröffnung im Gespräch mit Pressevertretern erläuterte, handelt es sich zum einen um die Wircon GmbH. Hinter dieser Firma steht der bekannte Unternehmer und Mitgründer des Weltkonzerns SAP, Dietmar Hopp. Laut Gaugel investiert Wircon etwa zehn bis 15 Millionen Euro in das Projekt. Noch etwas mehr, voraussichtlich rund 20 Millionen Euro, investiert der Unternehmer Andreas Kohm mit seiner Familie.

Kohm ist Chef des in Pforzheim ansässigen Versandhauses Klingel. Es gilt als eines der größten Versandhäuser Deutschlands. Die Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH, Tochterfirma der Ravensburger AG, dagegen ist schon länger als Investor bekannt. Wie mehrfach berichtet, errichtet sie auf dem Ehoch4-Gelände einen Lern- und Erlebnispark. Dieser Park ist ein Teil des Gesamtprojekts. Darüber hinaus sind unter anderem auch eine Akademie und ein Klimahotel geplant.

Dietmar Hopp lässtsich entschuldigen
Entgegen der Ankündigung kam Dietmar Hopp zum offiziellen „Startschuss“ von Ehoch4 am gestrigen Mittwoch doch nicht. Er sei verhindert, hieß es. Kohm dagegen war anwesend. Er habe mit Gaugel schon bei anderen Projekten zusammengearbeitet, sagte Kohm im Gespräch mit der SZ. Da habe Gaugel gezeigt, dass er solche Projekte stemmen könne. An dem Projekt engagieren er und seine Familie sich aus „privater Verantwortung“. Mit seinem Versandhaus gebe es nur einen indirekten Zusammenhang zum Thema Erneuerbare Energien. Als Vertreter des Investors Wircon war dessen Geschäftsführer Markus Wirth anwesend. „Es ist ein super Projekt“, begründete er die Beteiligung von Wircon.

Das Gesamtvolumen von Ehoch4 lässt sich laut Jürgen Gaugel zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau beziffern, es betrage aber mindestens 50 Millionen Euro. Neben den Groß-Investoren steuern sechs kleinere Investoren weitere Summen bei. Die langen Verhandlungen um das Kasernengelände kamen erst am Dienstag zu einem Abschluss: Wie bekannt gegeben wurde, fand da der Verkauf statt. Die Gemeinde Hohentengen erwarb vom Bund das Kasernenareal und verkaufte es gleich weiter an die Ehoch4-GmbH. Über den Preis wurde laut Gaugel Stillschweigen vereinbart.

Bürgermeister kündigtneues Kapitel an
Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft kamen zur Eröffnungsveranstaltung von Ehoch4. Die Kaserne sei ein wichtiger Bestandteil von Hohentengen gewesen, sagte Bürgermeister Peter Rainer in seinem Grußwort. „Die Soldaten waren hier viel mehr als nur Mitbürger in Uniform, sie waren Nachbarn, Vereinskameraden und Freunde.“ Doch dann kam das Ende der Wehrpflicht und auch das Ende der Oberschwabenkaserne. Die letzten Soldaten verließen am 28. September 2012 die Kaserne, blickte Rainer zurück. Schon bald nach der Schließung habe die Phase der Neuorientierung begonnen. Schnelle Erfolge habe man damals nicht erwartet. „Nur zwei Jahre nach der Schließung beginnt hier am Standort der ehemaligen Oberschwabenkaserne ein neues Kapitel unserer Gemeinde“, freute sich Rainer daher. In Hohentengen herrsche eine sehr positive Grundstimmung zu Ehoch4. Er sprach davon, dass dieses Projekt sogar ein „Leuchtturm für die gesamte Region“ werden könne. Rainer hob auch hervor, dass sein Amtsvorgänger Franz Ott ihn bei dem Projekt sehr unterstützt habe.

Der geplante Lern- und Erlebnispark soll als erstes Element von Ehoch4 entstehen. „Das spielerische Lernen steht im Mittelpunkt“, erläuterte Carlo Horn von Ravensburger. Ende 2015 wolle man mit dem Bau fertig sein und den Park zu Ostern 2016 eröffnen. Für den Herbst 2015 ist ein Probebetrieb vorgesehen.

„Es geht bei uns zügig weiter“, versprach Jürgen Gaugel in seinem Grußwort. Das Kasernengelände sei in einem sehr guten Zustand. Geplant ist, dass bei den anstehenden Arbeiten auf dem Gelände regionale Handwerker zum Zug kommen. Und für den Gastronomiebereich sei man noch auf der Suche nach einem Betreiber, ergänzte Gaugel.

 Artikel vom 17.07.2014

Oberschwabenkaserne wird zum Energie-Park

Von Sabine Ziegler
IHK Magazin "Die Wirtschafts zwischen Alb und Bodensee | 07/08-2014

Projekt „Ehoch4 in Hohentengen

Oberschwabenkaserne wird zum Energie-Park

Auf dem Gelände der früheren Oberschwabenkaserne in Hohentengen entsteht ein „Europäischer Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien“ mit Namen „Ehoch4“. Herzstück des rund 80 Hektar großen Areals ist ein Erlebnispark in Trägerschaft der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH, die auch das „Spieleland“ in Liebenau betreibt. Die Eröfnung ist für 2015 geplant.

Der Bundeswehr-Strukturwandel bereitet vielen betroffenen Kommunen Probleme. Dass die Konversion von Kasernen strukturschwachen Regionen aber auch neue Chancen eröffnen kann, möchte eine baden-württembergische Investorengruppe am Standort Hohentengen beweisen: Die Leiter des Projekts Ehoch4, Jürgen Gaugel und Kommunalberater Volker Fouquet (Konstanz), planen auf dem früheren Kasernenareal einen „Europäischen Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien“, der die bestehenden Gebäude integriert. Der 45-jährige Unternehmer Gaugel produziert in Baienfurt seit zwei Jahrzehnten mit 25 Mitarbeitern Farbroller für Profi-Anbieter und entwickelt seit zehn Jahren Solarparks; einer davon steht in Roßberg im Landkreis Ravensburg.

Kasernengelände ideal
„Die Idee für einen solchen Lernpark habe ich schon lange. Die Energiewende hat mir den letzten Schub gegeben und in der Kaserne, der Riedsäge und der Freifläche haben wir das ideale Gelände gefunden – und  zudem eine aufgeschlossene Gemeinde“, berichtet Jürgen Gaugel. Insgesamt möchten die Geldgeber über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg 40 bis 60 Millionen Euro investieren und zukunftsweisende Arbeitsplätze schaffen. Das Projekt umfasst mehrere Bausteine, für die Ehoch4 jeweils Betreiber mit ins Boot nehmen wird: Zunächst ist dies ein Energiepark, der Solar-, Wind- und Bioenergie sowie Wasserkraft und Holzvergasung vereint und der neben der Energieerzeugung auch der Forschung als Reallabor dienen soll. Weiter sieht das Unternehmen den Bau einer Akademie zu Themen der nachhaltigen Entwicklung vor und möchte dafür mit Hochschulen kooperieren. In Planung sind außerdem ein Gewerbegebiet zur Ansiedlung innovativer Betriebe, ein Erlebnis- und Lernpark in Trägerschaft der Ravensburger-Tochter Freizeit und Promotion sowie ein „Klimahotel mit Nullenergiekonzept“, weil es nach Einschätzung Gaugels in der Region an Übernachtungsmöglichkeiten mangelt.

Solar-Segeln und Schilf-Labyrinth
Am weitesten gediehen ist im Rahmen des Gesamtkonzeptes der Erlebnis- und Lernpark. Er soll eine Fläche von 5,4 Hektar einnehmen, 8,2 Millionen Euro kosten, 31 Arbeitsplätze bieten und im ersten Betriebsjahr 75.000 Besucher nach Hohentengen bringen. „Wir möchten, dass sich die nachfolgende Generation mit regenerativen Energien befasst“, so Jürgen Gaugel. „Dies wird im Park auf spielerische Art ermöglicht mit Angeboten wie Wellen-Kraftwerk, Solar-Segeln und einer Experimentier-Arena.“

Der Park richtet sich an Familien mit Kindern von zwei bis zwölf  Jahren sowie an Kindergärten und Schulklassen. Die Betriebsführerschaft übernimmt die Ravensburger-Tochter Freizeit und Promotion GmbH, die auf die Entwicklung und den Betrieb von Freizeiteinrichtungen spezialisiert ist. Im Mai haben deren Geschäftsführer Carlo Horn und Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel den Vertrag für die Detailplanung unterzeichnet, und nun sollen Sponsoren und Kooperationspartner für die Themenbereiche gewonnen werden. Außerdem wird ein Landschaftskonzept für die Parkanlage erstellt, das alle Attraktionen, Shops sowie die Gastronomie berücksichtigt.

 

 

In der Umnutzung der Oberschwabenkaserne einen Schritt weiter

Von Reinhard Rapp
Südkurier Linzgau-Zollern-Alb | 14.06.2014

Gemeinderat von Hohentengen genehmigt den Bebauungsplan für den Gewerbepark "Ehoch4" auf dem ehemaligen Militärgelände der  Oberschwabenkaserne

Ein weiterer Schritt in Richtung Konversion des Militärgeländes der früheren Oberschwabenkaserne auf dem ehemaligen Fliegerhorst ist getan. Der Gemeinderat Hohentengen hat einstimmig den Entwurf des Bebauungsplans "Ehoch4, Europäischer Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien Hohentengen" des Planungsbüros Grossmann in Balingen angenommen und damit den Weg geebnet für das Genehmigungsverfahren in den nächsten Instanzen.

Dazu hatte Bürgermeister Peter Rainer zur außerplanmäßigen Sitzung mit nur einem Tagesordnungspunkt, nämlich der Entwurfsberatung eingeladen. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik und Vorstellung des Referenten Dr. Klaus Grossmann und seines Mitarbeiters Stefan Kempka informierte der Planer über den aktuellen Stand und das bisherige Verfahren vom Aufstellungsbeschluss im Juli vorigen Jahres bis zur heutigen Beratung. Dabei kamen die Stellungnahmen der frühzeitigen Anhörung des Regierungspräsidiums Tübingen, des Landratsamtes Sigmaringen, des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben und des Naturschutzbundes (NABU) auf den Tisch ebenso wie die Änderungen gegenüber dem Vorentwurf.

In der aktualisierten Version waren die Stellungnahmen aus dieser frühzeitigen Beteiligung bereits berücksichtigt und eingearbeitet. Mehrere Sondergebiete sind auf dem Gelände vorgesehen: Eine Akademie für erneuerbare Energien und einen Bereich zur Erzeugung erneuerbarer Energie, einen Erlebnis- und Lernpark mit der Ravensburger AG als Kooperationspartner, ein Seminar- und Tagungshotel sowie drei Gewerbegebiete. Zwei davon sind als eingeschränkt ausgewiesen für Firmen, die in den Bereichen Produktentwicklung und Forschung für erneuerbare Energien tätig sind.

Der Bebauungsplan mit umfangreichem Umweltbericht liegt nun zur öffentlichen Einsichtnahme bis 22. Juli aus, bevor er vom Gemeinderat beschlossen und zur Genehmigung weitergereicht wird.

Rat billigt Bebauungsplan für Erlebnispark

von Christoph Klawitter
Schwäbische Zeitung | 13.06.2014

Projekt Ehoch4 wird konkreter

Das Projekt Ehoch4 geht in die nächste Phase. Der Gemeinderat Hohentengen hat in seiner Sitzung am Mittwochabend den Entwurf für den Bebauungsplan des Erlebnis- und Gewerbeparks einstimmig gebilligt, er wird nun ausgelegt. Ehoch4 ist ein Millionenprojekt, das sich rund um das Thema erneuerbare Energien dreht. Auf dem Gebiet der ehemaligen Kaserne soll eine Akademie entstehen, ebenso ein klimafreundliches Hotel, und die Ravensburger AG will einen Lern- und Erlebnispark errichten.

Der erste Vorentwurf für den Bebauungsplan hatte noch viel größere Gewerbeflächen enthalten. Es gab ein Anhörungsverfahren, die übergeordneten Behörden und auch umliegende Kommunen störten sich an der Größe der geplanten Gewerbeflächen (wir haben berichtet). Der Gemeinderat beschloss deshalb im November vergangenen Jahres, das Projekt anders zu dimensionieren. Unter anderem wurde das Gebiet für die geplante Akademie verkleinert, die Gewerbeflächen reduziert und der Anteil für unbebaute Grünflächen wurde erhöht.

Der Entwurf für den Bebauungsplan, den der ausführende Planer Klaus Grossmann am Mittwoch dem Rat vorlegte, berücksichtigte diese Maßnahmen. Dieser Entwurf soll nun vom 23. Juni bis zum 22. Juli ausgelegt werden. Es gibt zudem ein erneutes Anhörungsverfahren. Die Ergebnisse dieses Verfahrens werden dann im Gemeinderat beraten. Anschließend kann die Satzung des Bebauungsplanes beschlossen werden. Als letzter Schritt muss das Landratsamt Sigmaringen noch den Bebauungsplan genehmigen.

Die bestehende Gebäudestruktur solle weitgehend erhalten bleiben, sagte Planer Grossmann. Wichtig sei auch, dass es genügend Stellplätze gibt. So sind 600 Auto und 20 Bus-Parkplätze geplant, am Eingangsbereich dazu zehn Wohnmobil-Stellplätze. Für das Hotel sind laut Grossmann nicht mehr als 200 Betten vorgesehen. Es soll keine überregionale Konkurrenz für andere Hotels entstehen. Das Hotel sei vornehmlich für Besucher der Anlage gedacht, so der Planer. Für den Erlebnis- und Lernpark wird mit jährlich etwa 104 000 Besuchern gerechnet.


Umweltbericht zeigt Risiken
Zum Verfahren gehörte es, einen Umweltbericht zu erstellen. Es gebe ein relativ starkes Fledermausaufkommen und auch viele Vögel auf dem Gelände, berichtete Grossmann. Für Pflanzen und Tiere beispielsweise wurde ein "sehr hohes ökologisches Risiko" im Umweltbericht festgestellt. "Erhebliche Eingriffe sind auszugleichen", stellte der Text zusammenfassend fest. Geplant ist deshalb beispielsweise, die ehemaligen Hubschrauberlandeplätze großflächig zu entsiegeln, einen Gewässerschutztstreifen anzulegen, einen Auwald anzusiedeln und anderes mehr.

"Mir erscheinen diese Ausgleichsmaßnahmen doch sehr groß", meinte Gemeinderat Klaus Burger in der anschließenden Aussprache. Immerhin sei das Gelände vorher ja ein Sondergebiet der Bundeswehr gewesen. "Es ist im Grunde genommen zu behandeln, als wäre es eine grüne Wiese", antwortete Bürgermeister Peter Rainer und machte damit deutlich, dass die übergeordneten Behörden strenge Maßstäbe anlegten.

Albert Wetzel wollte wissen, ob das Projekt am Ende auch das Beizkofer Storchenpaar beeinträchtigen könnte. Davon sei nicht auszugehen, meinte Planer Grossmann. Das Gebiet dort sei für die Störche schlicht zu trocken für die Nahrungssuche der Tiere. Beate Wollmann fragte, ob Windräder auf dem Gelände Fledermäuse stören könnten. Es seien sehr viel kleinere Windräder geplant, beruhigte Bürgermeister Rainer. Man dürfe sich die nicht so vorstellen wie das in Blochingen stehende Windrad, beruhigte er.

Artikel vom 13.06.2014

Vertragsunterzeichnung Lern- und Energiepark Hohentengen: Ehoch4 beauftragt Ravensburger Freizeit und Promotion mit Detailplanung

Hohentengen, 20. Mai 2014 - Jürgen Gaugel (Geschäftsführer Ehoch4) und Carlo Horn (Geschäftsführer Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH) haben gestern den Vertrag für die Detailplanung des Lern- und Energieparks Hohentengen unterschrieben. Der geplante Freizeitpark ist ein Baustein innerhalb des Gesamtkonzepts von Ehoch4, der auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne umgesetzt wird. Im Lern- und Energiepark Hohentengen können künftig Familien mit Kindern von zwei bis zwölf Jahren und Schulklassen das Thema „erneuerbare Energien“ spielerisch entdecken und in Workshops vertiefen. Mit der Vertragsunterzeichnung nimmt das Projekt konkrete Formen an. Ravensburger Freizeit und Promotion beginnt nun mit der detaillierten Planung und Ausarbeitung des Parkkonzepts. Sponsoren und Kooperationspartner sollen bereits jetzt für einzelne Attraktionen und Themenbereiche gewonnen werden.

Die von Ehoch4 in Auftrag gegebene Detailplanung zum Lern- und Energieparks sieht vor, ein Landschaftskonzept für den Park zu erstellen, in dem alle Attraktionen, Shops und die Gastronomie eingearbeitet werden. Hierbei sollen die vorhandenen Grünflächen der ehemaligen Oberschwabenkaserne erhalten und in die neue Struktur mit eingearbeitet werden. Ehoch4 und Ravensburger erarbeiten gemeinsam ein attraktives Sponsoring-Konzept, nach dem einzelne Attraktionen themenbezogen gemeinsam mit passenden Partnern realisiert werden. Interessenten an Ehoch4, an einzelnen Bausteinen oder speziell am Lern- und Energiepark können bereits jetzt in der Konzeptionsphase in das Projekt aufgenommen werden. Fertigstellung des Freizeitparks wird im Jahr 2015 sein, die Betriebsführung wird anschließend von Ravensburger Freizeit und Promotion übernommen.

Nachdem Ehoch4 die Detailplanung in Auftrag gegeben hat, wird Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH seine Erfahrung weiter in den Lern- und Energiepark einbringen. Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Ravensburger AG und spezialisiert auf die Konzeption, Entwicklung und den Betrieb von Freizeiteinrichtungen.

KEK-Informationsabend in Mengen-Ennetach am 03.04.2014 (Kopie 1)

Klarstellung zur Berichterstattung vom 05.04.2014 in der Schwäbischen Zeitung | 11.04.2014

Im Bericht von Vera Romeu, Redakteurin der Schwäbischen Zeitung, wurde über den Informationsabend zum „KEK“ (Kommunales Entwicklungskonzept Konversion) in Mengen-Ennetach am 03.04.2014 berichtet. „KEK“ ist ein vom Land Baden-Württemberg unterstützter Prozess, welcher von den entsprechend beauftragten Büros durchgeführt wird. Diese Büros haben die Öffentlichkeit nach Ennetach geladen, um über den Sachstand und die Details der angedachten Nachnutzung, für die schon geschlossene Oberschwabenkaserne in Hohentengen sowie die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen zu informieren.

Nach dieser Berichterstattung entstand nicht nur bei uns sondern auch bei Bürgern und Dritten der Eindruck, dass es sich dabei um einen Veranstaltung von Ehoch4 handelte. Auch das im oben genannten Bericht abgedruckte Bild mit der Bildunterschrift „Landratskandidatin Stefanie Bürkle und Jürgen Gaugel (Zweiter von links) blicken enttäuscht: Die Bürger blieben dem Bürger-Workshop fern. (Foto: Vera Romeu)“ erweckte bei vielen Lesern wohl ebenfalls den Anschein, dass Ehoch4 der Gastgeber war. Dies ist aber so nicht richtig. Die Einladung erfolgte von und im Namen des vom Land beauftragten Büros FIRU aus Kaiserslautern. Wir als Projektentwickler von Ehoch4 hatten uns bereit erklärt als Gäste an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Weder auf die Einladung, den Ablauf noch auf den Inhalt hatten wir Einfluss. Dass der Einladung zu dieser Veranstaltung so gut wie keine Bürger gefolgt sind, wundert das Team von Ehoch4 überhaupt nicht, auch nicht, dass mit dem von der Stadt Sigmaringen georderten Bus nur vier Personen nach Mengen-Ennetach gekommen sind.

Denn das Team rund um Ehoch4 hatte bereits am 15.11.2013 zu einem Bürgerinformationsabend in die Göge-Halle geladen. Dieser Einladung sind mehr als 250 interessierte Bürger gefolgt. Wir konnte an diesem Abend große Zustimmung und großes Interesse der Bürger am Projekt Ehoch4 erfahren. Die Bürger von Hohentengen werden regelmäßig über den aktuellen Sachstand des Projektes Ehoch4 informiert. Zuletzt war dies bei der Leistungsschau des Handels- und Gewerbevereins Hohentengen am 29./30.03.2014 in der Göge-Halle der Fall. Auch zukünftig wollen Jürgen Gaugel und Volker Fouquet die Bürger zeitnah und regelmäßig über den Fortlauf von Ehoch4 informieren, z. B. im Mitteilungsblatt der Gemeinde Hohentengen.

Den Bürgern ist es nicht entgangen, dass bereits mit umfangreichen Baumaßnahmen auf der Riedsäge in Hohentengen begonnen wurde. Auf diesem Teilbereich von Ehoch4 soll unter anderem Gewerbe angesiedelt werden.

Sollten die Bürger aus der Raumschaft Fragen haben, können sie sich gerne jederzeit an das Team von Ehoch4 wenden. Auf unserer Internetseite www.ehoch4.de sind neben den Kontaktdaten auch aktuellen Informationen zu finden.

Wir freuen uns auf einen weiterhin gute und angenehme Zusammenarbeit mit Bürgermeister Peter Rainer, dem Gemeinderat und den Bürgern von Hohentengen.

Jürgen Gaugel und Volker Fouquet

KEK-Informationsabend in Mengen-Ennetach am 03.04.2014

Klarstellung zur Berichterstattung vom 05.04.2014 in der Schwäbischen Zeitung | 11.04.2014

Im Bericht von Vera Romeu, Redakteurin der Schwäbischen Zeitung, wurde über den Informationsabend zum „KEK“ (Kommunales Entwicklungskonzept Konversion) in Mengen-Ennetach am 03.04.2014 berichtet. „KEK“ ist ein vom Land Baden-Württemberg unterstützter Prozess, welcher von den entsprechend beauftragten Büros durchgeführt wird. Diese Büros haben die Öffentlichkeit nach Ennetach geladen, um über den Sachstand und die Details der angedachten Nachnutzung, für die schon geschlossene Oberschwabenkaserne in Hohentengen sowie die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen zu informieren.

Nach dieser Berichterstattung entstand nicht nur bei uns sondern auch bei Bürgern und Dritten der Eindruck, dass es sich dabei um einen Veranstaltung von Ehoch4 handelte. Auch das im oben genannten Bericht abgedruckte Bild mit der Bildunterschrift „Landratskandidatin Stefanie Bürkle und Jürgen Gaugel (Zweiter von links) blicken enttäuscht: Die Bürger blieben dem Bürger-Workshop fern. (Foto: Vera Romeu)“ erweckte bei vielen Lesern wohl ebenfalls den Anschein, dass Ehoch4 der Gastgeber war. Dies ist aber so nicht richtig. Die Einladung erfolgte von und im Namen des vom Land beauftragten Büros FIRU aus Kaiserslautern. Wir als Projektentwickler von Ehoch4 hatten uns bereit erklärt als Gäste an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Weder auf die Einladung, den Ablauf noch auf den Inhalt hatten wir Einfluss. Dass der Einladung zu dieser Veranstaltung so gut wie keine Bürger gefolgt sind, wundert das Team von Ehoch4 überhaupt nicht, auch nicht, dass mit dem von der Stadt Sigmaringen georderten Bus nur vier Personen nach Mengen-Ennetach gekommen sind.

Denn das Team rund um Ehoch4 hatte bereits am 15.11.2013 zu einem Bürgerinformationsabend in die Göge-Halle geladen. Dieser Einladung sind mehr als 250 interessierte Bürger gefolgt. Wir konnte an diesem Abend große Zustimmung und großes Interesse der Bürger am Projekt Ehoch4 erfahren. Die Bürger von Hohentengen werden regelmäßig über den aktuellen Sachstand des Projektes Ehoch4 informiert. Zuletzt war dies bei der Leistungsschau des Handels- und Gewerbevereins Hohentengen am 29./30.03.2014 in der Göge-Halle der Fall. Auch zukünftig wollen Jürgen Gaugel und Volker Fouquet die Bürger zeitnah und regelmäßig über den Fortlauf von Ehoch4 informieren, z. B. im Mitteilungsblatt der Gemeinde Hohentengen.

Den Bürgern ist es nicht entgangen, dass bereits mit umfangreichen Baumaßnahmen auf der Riedsäge in Hohentengen begonnen wurde. Auf diesem Teilbereich von Ehoch4 soll unter anderem Gewerbe angesiedelt werden.

Sollten die Bürger aus der Raumschaft Fragen haben, können sie sich gerne jederzeit an das Team von Ehoch4 wenden. Auf unserer Internetseite www.ehoch4.de sind neben den Kontaktdaten auch aktuellen Informationen zu finden.

Wir freuen uns auf einen weiterhin gute und angenehme Zusammenarbeit mit Bürgermeister Peter Rainer, dem Gemeinderat und den Bürgern von Hohentengen.

Jürgen Gaugel und Volker Fouquet

Der Bürgermeister informiert: Berichterstattung in der Schwäbische Zeitung zum „KEK“ Informationsabend in Mengen-Ennetach ergibt falsches Stimmungsbild zu „Ehoch4“

Gemeinde Hohentengen - Mitteilungsblatt | 11.04.2014

Der Bürgermeister informiert:
Berichterstattung in der Schwäbische Zeitung zum „KEK“ Informationsabend in Mengen-Ennetach ergibt falsches Stimmungsbild zu „Ehoch4“


Am vergangenen Donnerstag fand in Mengen-Ennetach ein Informationsabend zum „KEK“ (Kommunales Entwicklungskonzept Konversion) statt. Nach der Berichterstattung in der Schwäbischen Zeitung hätte man meinen können, dass es hauptsächlich um das Projekt „Ehoch4“ auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwaben-Kaserne ging – was aber so nicht richtig ist. KEK ist ein vom Land Baden-Württemberg unterstützter Prozess, bei dem es darum geht, wie die 10 von den Standortschließungen im Kreis Sigmaringen betroffenen Kommunen die Verluste kompensieren und sinnvolle Nachfolgenutzungen für die früheren Bundeswehr-Liegenschaften finden können. Die Gemeinde Hohentengen beteiligte sich aus Solidarität an diesem interkommunalen KEK-Prozess, obwohl sich für uns mit „Ehoch4“ schon eine konkrete Nachfolgenutzung abgezeichnet hatte.

Nun sollte – wie vom Land im Zuschussbescheid eingefordert – die Öffentlichkeit in Ennetach über den Sachstand der Überlegungen informiert und zur Beteiligung angeregt werden. „Ehoch4“ war eines von vier Schwerpunktthemen. Dass aus 10 „KEK-Gemeinden“ nur wenige Bürger anwesend waren, hat mich nicht so sehr überrascht. Wir haben in Hohentengen laufend über die Entwicklungen informiert und im Umland der jeweiligen Kasernen ist das Interesse nach meiner Einschätzung überschaubar. So waren z. B. in dem von der Stadt Sigmaringen georderten Doppeldecker-Bus nur vier Fahrgäste!

Im Zeitungsbericht zu dieser Veranstaltung (insbesondere durch das Foto mit „enttäuscht“ blickenden Projektentwicklern) wurde aus dem geringen Bürgerinteresse nun unterschwellig eine Ablehnung gegen Projekt „Ehoch4“ suggeriert. In ähnlicher Weise wurde auch schon bei der SZ-Berichterstattung zum Gewerbeforum „Blick ins Jahr“ eine angeblich ausgeprägte „Skepsis“ der Gewerbetreibenden unserer Gemeinde zu den Planungen auf der Oberschwaben-Kaserne in die Schlagzeile gerückt.

Diese Einschätzung der Redakteurin (die übrigens einen persönlichen Bezug zum Gemeinderat in Mengen hat) kann ich absolut nicht nachvollziehen. Bereits bei der Informationsveranstaltung im November 2013 waren rund 250 Bürgerinnen und Bürger aus unserer Gemeinde in die Göge-Halle gekommen, um sich zu informieren. Die Planungen zu „Ehoch4“ fanden dabei sehr großen Zuspruch. Die Verantwortlichen von „Ehoch4“ beteiligten sich mit einem eigenen Stand bei der Leistungsschau und das ganze Wochenende über kamen viele Bürger/innen aus der Göge mit Fragen, aber auch mit ausdrücklicher Zustimmung, auf die Projektentwickler zu. Dabei wurden die ersten positiven Kontakte zu den Gewerbetreibenden aus unserer Gemeinde vertieft. Auch die „Zaungäste“, die die ersten Aktionen auf der ehemaligen Riedsäge – ein Teilbereich von „Ehoch4“ – verfolgen, sind überwiegend angetan von der dortigen Entwicklung. Und nicht zuletzt wurden alle bisherigen Beschlüsse zu „Ehoch4“ im Gemeinderat mit einstimmiger Mehrheit getroffen.

Ich kann in der Göge eine sehr große Zustimmung zu „Ehoch4“ erkennen. Die aktuellen Entwicklungen sind nach wie positiv, die Investoren stehen zu ihren Zusagen. Im Gemeinderat werden wir demnächst über die nächste Stufe im Bebauungsplanverfahren beraten und die Grundstücksverhandlungen mit der BIMA sind auf einem guten Weg.

Peter Rainer
Bürgermeister

Ein Bürger-Workshop ohne Bürger

von Vera Romeu
Schwäbische Zeitung | 05.04.2014

Veranstaltung zur Konversion in Ennetach ist ein Misserfolg – Im Internet kann weiter diskutiert werden

Die Bürger sind nicht in das Bürgerhaus gekommen, um sich über die Konversion der Oberschwabenkaserne und der Graf-Stauffenberg-Kaserne zu informieren und zu diskutieren. Sie waren eingeladen worden, es war sogar ein Bus von Sigmaringen nach Ennetach bereit gestellt worden, doch gekommen ist – außer Politikern, Stadträten, Bürgermeistern und den Fachleuten des Beratungsteams – niemand.

Zum Auftakt waren noch rund 60 Leute im Bürgersaal, hörten den einführenden Worten zu. Doch als sie aufgefordert wurden, sich auf die Tische zum Workshop zu verteilen, waren es gerade noch 30 Personen. Dies war der zweite Bürger-Workshop, der angeboten wurde, der erste hat im November in Sigmaringen stattgefunden und war gut besucht. Die Schließung der Kasernen wirkt sich auf zehn Gemeinden aus. Sie bilden den Konversionsraum. Sie haben sich zusammengeschlossen, um ein Kommunales Entwicklungskonzept zu erstellen.

Bubeck und Rainer unterschiedlicher Meinung
Die Konversion sei auf gutem Wege, die Schließung der Kasernen sei auch eine Chance für die Region, betonte Bürgermeister Bubeck. Die Raumschaft habe Stärken: Weltfirmen, solider Mittelstand, Ausbildungsbetriebe, Vollbeschäftigung, Freiflächen, die bebaut werden könnten. Dies sah Bürgermeister Peter Rainer aber nicht so. Er teile diese Ansicht nicht: In der Region fehlten Fachkräfte, große Firmen würden sich aus diesem Grund nicht ansiedeln lassen.

In Sigmaringen gibt es noch keine Investoren, die Kaserne wird im kommenden Jahr erst geschlossen. Doch laufen die Planungen zur Konversion schon im Hintergrund, erklärte Bürgermeister Thomas Schärer. Im Vorfeld haben Bürger schon Ideen eingebracht, daraus seien Projektansätze ausgearbeitet worden. Ziel sei, auf dem Kasernengelände Firmen anzusiedeln, die nicht bereits in der Region ansässig sind.

Auf dem Standort der Oberschwaben-Kaserne plant bereits ein Investor das Projekt Ehoch4. An einem Tisch im Bürgerhaus wurde das Projekt präsentiert. Dort saßen Bürgermeister Rainer und sein Vorgänger Franz Ott sowie die Investoren von Ehoch4. Dazu hatten sich ein Mengener und ein Sigmaringer Stadtrat sowie die Landratskandidatin Stefanie Bürkle gesetzt. Es wurde nachgefragt, ob der Park der Ravensburger Spiele eine realistische Chance habe, weil immer weniger Schulklassen Ausflüge machen würden. Von dem Investor kam als Antwort: Er sei seit langen Jahren mit einer Gymnasiallehrerin verheiratet, er wisse Bescheid. Außerdem vertraue man „den Ravensburgern“.

Nicht alle Informationen sind offengelegt
Ott erklärte, die Erschließung eines Gewerbegebiets brauche Zeit, Ehoch4 starte sofort, man könne nicht warten, bis die Gebäude zusammenfallen. Bürgermeister Rainer wiederholte mit Blick auf den Fachkräftemangel, dass er skeptisch sei: Große Unternehmen würden nicht kommen, weil die Fachkräfte nicht ausreichen. Das sah Bürkle allerdings anders, sie sei optimistisch. Ott erklärte: „Es geht darum, ausreichend Fläche für ein interkommunales Gewerbegebiet zu sichern, da sind wir dran.“ Doch könne man derzeit nicht alle Informationen offenlegen.

An einem weiteren Tisch wurde der Fachkräftemangel diskutiert. Hier saßen Bürgermeister Stefan Bubeck, Landtagsabgeordneter Klaus Burger, ein Sigmaringer Stadtrat und Fachleute für Integration. Sie kamen zum Schluss, dass junge Leute kaum zu halten seien, weil im ländlichen Raum der urbane „Lifestyle“ nicht geboten werden könne. Doch wolle man Leute aus dem Ausland anwerben. Da sei aber ein „Kümmerer“ notwendig.

Auch wenn die Bürger nicht zum Workshop kamen, im Internet kann man sich ab Mitte April über die Homepage www.zivilarena.de über die Konversion informieren. Am 22. April beginnt dann eine moderierte Online-Diskussion, die Bürger können hier ihre Ideen bis zum 6. Mai einbringen.

 Artikel vom 05.04.2014

Bürger bringen ihre Ideen zur Konversion ein

Schwäbische Zeitung | 28.03.2014

Vom 22. April bis zum 6. Mai 2014 gibt es online ein Diskussionsforum

Im Landkreis Sigmaringen ist der Konversionsprozess in vollem Gange. Auch die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen hat Ende 2015 ausgedient.

Anfang April können sich alle Bürger im Rahmen eines zweiten Bürger-Workshops und anschließend in einer dreiwöchigen Onlinediskussion über den aktuellen Stand der Nachnutzungsplanung informieren, ihre Meinung dazu äußern und sich mit eigenen Vorschlägen beteiligen.

Schon jetzt steht fest, dass sich im Landkreis Sigmaringen viel Zukunftsträchtiges bewegen wird. Auf einem Teilbereich des Geländes der Oberschwabenkaserne Mengen/Hohentengen ist die Umsetzung des Projekts Ehoch 4 geplant. Als Ehoch 4 sind verschiedene Einrichtungen und Aktivitäten rund um das Thema "Regenerative Energien" geklammert. Die an das Gelände angrenzenden Flächen stehen für neue Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hierfür sind Ideen und konstruktive Vorschläge gefragt.

Die Städte und Gemeinden des Landkreises haben sich für einen übergreifenden, gemeinsamen Ideenfindungsprozess ausgesprochen, um das Zusammenwirken ihrer Konversionsprojekte sicherzustellen. Daher sind alle Bürger im Konversionsraum eingeladen, Visionen für die Region zu entwerfen und einzubringen.

Dabei geht es zunächst darum, über die bereits entwickelten Ideen zu diskutieren und sich vom Potenzial der frei werdenden Flächen und Gebäude zu neuen Ideen inspirieren zu lassen.

Am 3. April um 19 Uhr findet im Gemeindezentrum Mengen-Ennetach der zweite Bürger-Workshop statt, bei dem die Bürger sich informieren und ihre Ideen diskutieren können.

Ab Mitte April kann sich jeder anhand von zahlreichen Fotos, Plänen und Beschreibungen über den Prozess der Konversion und die einzelnen Flächen informieren.

Am 22. April 2014 beginnt dann die moderierte Onlinediskussion, in der alle Bürger drei Wochen lang bis zum 6. Mai diskutieren und ihre Ideen einbringen können. Die Anmeldung ist einfach und schon jetzt mit einer einmaligen kostenfreien Registrierung möglich.

Die moderierte Online-Diskussion findet vom 22. April bis 6. Mai 2014 statt auf www.zivilarena.de

Energie-Aufklärung kostet Millionen

Von Klaus Wieschemeyer
Schwäbische Zeitung | 19.02.2014

Land lässt sich die Informationskampagne 50-80-90 einiges kosten

Man kann wahrlich nicht sagen, dass die Energiewende der Landesregierung nichts wert ist: Insgesamt 2,43 Millionen Euro lässt sich Rot-Grün eine Kampagne mit dem Namen „50-80-90, Energiewende machen wir“ kosten, die seit vergangenem Mai für einen neuen Kurs in der Energiepolitik wirbt. Eine Agentur setzt die Kampagne um, dazu kommen noch knapp zwei Stellen im Ministerium.

Bis zum Ende der Legislaturperiode im Mai 2016 soll die Initiative die zentralen Kernziele der Regierung bis zum 2050 skizzieren: 50 Prozent weniger Energieverbrauch, 80 Prozent erneuerbare Energien, 90 Prozent weniger Treibhausgase.

„Das Geld ist gut angelegt“, sagt Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) über die Kampagne, deren Herzstück eine Interseite ist. Für diese wurde mit Anzeigen in einer regionalen Sonntagszeitung und einer so genannten Roadshow geworben.

Wenige Foren-Einträge
Die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CDU offenbart Schwächen der Seite: So nutzten am Ende des Jahres nur wenige Bürger die interaktiven Beteiligungsmöglichkeiten, bei Online-Abstimmungen machten im letzten Quartal 2013 insgesamt 679 Personen mit. Im Forum „Aktuelle Debatte“ gingen die Einträge von Oktober an zurück, im Dezember 2013 fand sich kein neuer Eintrag (am gestrigen Dienstag war einer von Sonntag zu finden). Insgesamt klickten im ersten Jahr rund 80500 Besucher auf die Seite, jeder achte mehrfach.

Man evaluiere regelmäßig den Erfolg der Kampagne und steuere nach, sagte Minister Untersteller am Dienstag. Wie bekannt die Kampagne im Land ist, kann das Ministerium auf CDU-Anfrage übrigens nicht sagen – für repräsentative Ergebnisse brauche man eine Umfrage mit vielen Leuten – und die wäre teuer.

Manche Unternehmer sehen Ehoch4 skeptisch

Von Vera Romeu
Schwäbische Zeitung, Sigmaringen | 06.02.2014

Alt-Bürgermeister Franz Ott verteidigt das Projekt beim Gewerbeforum Hohentengen

Das Gewerbeforum hat sich mit der anstehenden Konversion der Oberschwaben-Kaserne auseinander gesetzt. Im Ölkofer Dorfgemeinschaftshaus trafen sich die Unternehmer und Gemeinderäte mit Bürgermeister Peter Rainer zum traditionellen „Blick ins Jahr“. Über das Projekt Ehoch4 referierten Jürgen Gaugel und Volker Fouquet. Die Ergebnisse und Strategien des Kommunalen Entwicklungskonzepts Konversion (KEK) stellte Andreas Jacob vor.

Auf dem Kasernengelände wird an Ostern 2015 der neue Attraktions- und Erlebnispark der Ravensburger Spiele auf einer Fläche von 5,4 Hektar eröffnet. Insgesamt soll das Projekt 8,2 Millionen Euro kosten. Im ersten Jahr rechnen die Macher mit 75 000 Besuchern, im zweiten mit 90 000 und ab dem dritten mit 104 000 Besuchern.

Hotel soll 2016 eröffnet werden

Parallel werde die Energiefläche bebaut und der Campus der Akademie eingerichtet, das sind weitere Elemente des Gesamtprojekts. Das geplante Hotel werde voraussichtlich 2016 eröffnet, berichtete Gaugel. Er betonte: „Sie dürfen sicher sein, wir bauen keine Solaranlage und hauen danach ab. Diese Angst ist unberechtigt. Wir werden das mit der Gemeinde vertraglich festmachen.“

Es war ein düsteres Ergebnis, was Andreas Jacob über die Entwicklung des Landkreises zu zeichnen hatte. Der Fachkräftemangel werde sich ab 2030 massiv auf die lokale Wirtschaft auswirken. Kommunen und Unternehmen müssten sich zusammenschließen, um eine gute „Willkommenskultur“ zu gründen und Fachkräfte – Meister, Techniker, Handwerker – aus dem Süden Europas zu holen. Die Unternehmer im Publikum zweifelten, dass die Fachkräfte in den Landkreis kommen und vor allem bleiben werden, weil das Lohnniveau in den Ballungszentren unvergleichlich hoch sei. Jacob bestätigte, es müsse eine gute „Bleibekultur“ entwickelt werden und vor allem Fachkräfte aus dem Ländlichen Räumen Spaniens angeworben werden.

„Man könnte meinen, die Lichter gehen demnächst bei uns aus. Es wird nicht so sein, ich halte die Entwicklung für stoppbar und umkehrbar. Wir haben eine tolle Vereinskultur und Landschaft und bei uns kann man Sport zu günstigen Preisen machen“, warf der Landtagsabgeordnete Klaus Burger ein. Er warb für das Projekt Ehoch4 als die große Chance für die Gemeinde. „Wir müssen diese Projekte mit aller Gewalt herziehen“, sagte er. Im Dorfgemeinschaftshaus war Skepsis gegenüber dem Ehoch4-Projekt zu spüren.

Der ehemalige Hohentengener Bürgermeister Franz Ott hielt eine fulminante Rede. Er wolle darauf hinweisen, dass die Gemeinde Hohentengen mit einer leeren Kaserne dastehe. Der Gemeinde könne nichts Besseres passieren als einen Investor zu finden, der das gesamte Gelände nehme und sagt, er werde alles machen. Wenn die Gemeinde nämlich die leere Kaserne übernehmen würde, dann müsste sie jedes Gebäude und jede Fläche einzeln vermarkten und dabei die Straßen und die Infrastruktur noch unterhalten. „Ich wiederhole mich: Es ist ein großer Glücksfall, dass ein Investor da ist, der alles machen will“, sagte der ehemalige Bürgermeister. „Wenn in zwei Jahren die Kaserne nicht umgenutzt ist, dann kann man den Bagger schicken und die Gebäude abbrechen“, ergänzte er.

Warum das Projekt Interkommunales Gewerbegebiet gescheitert sei, wollte ein Unternehmer wissen. Bürgermeister Rainer sagte, diese Verhandlungen seien nicht gescheitert. Am Anfang habe es Vorgespräche mit Mengen gegeben, die Interessenslagen der Investoren seien aber nicht deckungsgleich mit denen der Nachbarstadt. So habe man sich entschieden, das Projekt Ehoch4 zu ermöglichen. Eine riesige Gewerbefläche auszuweisen sei nicht realisierbar, weil ein großes Unternehmen in der umliegenden Region das Potential gar nicht vorfinde, um 200 Mitarbeiter anzustellen.

Auch Ott betonte, die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden habe sich wieder eingependelt. Bürgermeister Rainer dankte seinem Vorgänger Ott herzlich: "Er ist mir seit Monaten ein wichtiger Berater und Begleiter."

Artikel vom 06.02.2014

Hohentengen prescht voraus

Von Birgit Mehl
Wochenblatt Bad Saulgau, Sigmaringen | 05.12.2013

Das kostet schon vor Schließung der Graf-Stauffenberg- Kaserne in  Sigmaringen: Vier Beratungsfirmen kümmern sich um die bevorstehende  Konversion. Die Gemeinde Hohentengen bezahlte für die Konversion der Oberschwabenkaserne bisher so gut wie nichts und ist schon weiter.

– Projektentwickler Jürgen Gaugel aus Baienfurt und Spieleland-Geschäftsführer Carlo Horn von der Ravensburger AG hoffen, dass Ostern 2015 der Lern- und Energiepark im Rahmen des „Ehoch4“-Projekts eröffnet werden kann. „Das Gelände ist mit seinen Flächen mit der bestehenden Infrastruktur, der vorhandenen Biomasseanlage und Wasserkraft ideal“, sagt Jürgen Gaugel. Er liefert mit Volker Fouquet von der gleichnamigen Kommunalberatung in  Konstanz nicht nur das Nutzungskonzept, sondern auch die Investoren, die die 60 – 80 Millionen Euro stemmen. Die  Gemeinde Hohentengen bezahlt eine Rechtsberatung und ihren Beitrag an die Lenkungsgruppe Konversion. Für die Gemeinde fallen damit so gut wie keine Kosten an, wie Bürgermeister Peter Rainer bestätigt. Um die Konversion der Graf- Stauffenberg-Kaserne in  Sigmaringen zu bewältigen, wurden vier Unternehmen als Berater  eingeschaltet. Die Stadt Sigmaringen bezahlte bereits 70 000 Euro plus knapp 10 000 Euro an die Lenkungsgruppe Konversion. 2014 fallen die nächsten 70 000 Euro an. Ab 2016 wird ein Budget für den möglichen Kauf des Geländes mit den Gemeinden Bingen und Hohentengen in den   städtischen Haushalt Sigmaringen eingestellt. Die Höhe der Summe ist noch  unbekannt. Der  Kaufpreis fürs Grundstück ist noch genauso unklar wie für die Gebäude. Die entwickelten Vorschläge für Nutzungsmöglichkeiten sind noch vage.

Keine Konkurrenz?
Ein Vorschlag beinhaltet die Gründung eines Wissenschaftszentrums bzw.  -parks mit den Themen Umwelt und Energie als einem möglichen Forschungsschwerpunkt. Bürgermeister Thomas Schärer erklärt: „So wie wir das Projekt ,Ehoch4‘ wahrnehmen, wird die großflächige Erzeugung von regenerativer Energie eine große Rolle spielen. Unser Ansatz geht von einer Forschung in dem Bereich Energie und Umwelt aus, die auch z. B.  Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum beinhalten kann.“ In der  Stellungnahme heißt es weiter: „Insofern sehen wir da nicht unbedingt eine Konkurrenz oder Doppelung, sondern eher sich ergänzende Konzepte“. Projektentwickler Jürgen Gaugel will sich zu dem Vorschlag nicht äußern.

Verband stimmt für Erlebnis- und Gewerbepark

Von Christoph Klawitter
Schwäbische Zeitung, Mengen | 06.12.2013

Damit der Erlebnis- und Gewerbepark Ehoch4 realisiert werden kann, musste der Gemeindeverwaltungsverband zustimmen – das ist am Mittwochabend geschehen: Einstimmig stimmten die Verbandsvertreter von Mengen, Hohentengen und Scheer einer entsprechenden Änderung des Aufstellungsbeschlusses für eine Änderung des Flächennutzungsplanes zu. Denn der Flächennutzungsplan muss geändert werden, damit Ehoch4 Wirklichkeit werden kann.

Der erste Aufstellungsbeschluss vom Juli 2012 hatte noch ein interkommunales Gewerbegebiet vorgesehen. Wie mehrfach in der SZ berichtet, entschied sich  die Gemeinde Hohentengen aber für Ehoch4 und damit gegen ein  interkommunales Gewerbegebiet. Weil Nachbargemeinden und das  Regierungspräsidium Tübingen allerdings Vorbehalte im Bebauungsplan-Anhörungsverfahren äußerten, wird das Projekt kleiner dimensioniert als ursprünglich geplant. Die Kosten der Änderung des Flächennutzungsplanes, damit ist ja ein entsprechendes Planungsverfahren verbunden, muss nun doch nicht die Gemeinde Hohentengen tragen, wie es zunächst angedacht war und auch so im Beschlussvorschlag stand: Die privaten Projektträger würden die anfallenden Kosten übernehmen, hieß es in der Sitzung. „Es kostet uns in dem Fall so gut wie nichts“, sagte der Verbandsvorsitzende Stefan Bubeck aus Sicht des Verbands. Die Projektträger hätten eine Kostenübernahme zugesagt. Über das Projekt selbst fand keine Diskussion in der öffentlichen Sitzung statt. Offensichtlich hatten sich die Verbandsvertreter in der zuvor stattfindenden nicht öffentlichen Sitzung über Ehoch4 ausgetauscht. Es gebe Chancen und  Risiken, so Bubeck. „Wir sollten uns mehr auf die Chancen konzentrieren.“

Unterstützung nach Kräften
Bubeck betonte außerdem, dass die Stadt Mengen die Gemeinde Hohentengen bei Ehoch4 nicht ausgebremst und auch keine Einwände formuliert habe. Man unterstütze das Projekt nach Kräften. Von Ausbremsen und Verhindern könne keine Rede sein. „Wir freuen uns mit Hohentengen“, so Bubeck. In der Sitzung informierte der ausführende Planer Klaus Grossmann vom gleichnamigen Ingenieurbüro nochmals über den Umfang des Projekts.
Demnach werden die Grünflächen mit 27,8 Hektar den größten Anteil einnehmen. Es gibt drei Sondergebiete: Akademie (12,72 Hektar), Lernen (5,41 Hektar) und Regenerative Energien (20,57 Hektar). Daneben sind drei Gewerbegebiete vorgesehen (1. 6,03 Hektar, 2. 1,83 Hektar, 3: 2,69 Hektar). Die Verkehrsflächen nehmen 3,26 Hektar ein. Das gesamte Projektgebiet umfasst 80,3 Hektar.

Artikel vom 06.12.2013

Gemeinde Hohentengen plant Umnutzung

Die Vorstellung des 65-Millionen-Projekts "Ehoch4" erfährt enormes Interesse bei den Zuhörern.

Von Reinhard Rapp
Südkurier Linzgau-Zollern-Alb | 02.12.2013

Auf dem Gelände der Oberschwabenkaserne soll ein Wissenschafts-, Technologie-, Gewerbe- und Erlebnispark für erneuerbare Energien entstehen. Die Gemeinde Hohentengen plant Investitionen in Höhe von 65
Millionen Euro.


Die Firma „SOWIEnergie“ mit Sitz in Baienfurt im Landkreis Ravensburg plant im Rahmen der Konversion auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Mengen-Hohentengen unter dem Namen „Ehoch 4“ einen europäischen Wissenschafts-, Technologie-, Gewerbe- und Erlebnispark für Erneuerbare Energien zu errichten. Während der zurückliegenden Planungszeit erstellte die Hochschule Riedlingen eine Machbarkeitsstudie und deren Ergebnis sieht das Konversionsprojekt überwiegend positiv.

Zuvor hatte die Gemeinde Hohentengen zu einer Vorstellung die Öffentlichkeit eingeladen und dazu mehrere Referenten aufgeboten. Bürgermeister Peter Rainer wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Bundeswehrsoldaten die Kaserne vor knapp einem Jahr in einem tadellosen Zustand verlassen hätten.

Dies bestätigte auch Projektentwickler Volker Fouquet von der  Kommunalberatung Konstanz. Er erläuterte das Gesamtprojekt, in dem unter anderem das Wasserkraftwerk eines aufgegebenen Sägewerks miteinbezogen und die benachbarte Biogasanlage genutzt werden sollen. Geplant ist laut Fouquet die autarke Versorgung der Gesamtanlage mit Energie und darüber hinaus Abgabe von elektrischem Strom. Das Leuchtturmprojekt, wie Fouquet es nennt, wurde bereits der Landesregierung und der Europäischen Union in Brüssel vorgestellt und habe dort Anklang gefunden.

Anschließend erläuterte Projektentwickler Jürgen Gaugel die einzelnen Bausteine der geplanten Nutzung auf der Karte des Kasernengeländes.

Für Erzeugung der Energie mit Solar-, Wind-, Wasserkraft, Holzvergasung und Biomasse sind laut Gaugel die zur Verfügung stehenden Flächen ausreichend.
Ebenso könnten die vorhandenen Gebäude nach entsprechender Ausgestaltung weiterhin einer akademiebezogenen Nutzung zugeführt werden.

Ein ebenfalls geplantes „Peak“-Hotel, in erster Linie als Seminar- und Tagungshotel vorgesehen, komme mit etwa 30 Prozent Energieverbrauch gegenüber konventionellen Hotels aus, dank der Bauweise.

Den Weg vom Nutzungskonzept zur Realisierungsstufe beschrieb Planer Klaus Grossmann in Einzelheiten. Anhand des Geländeplans konnte man entnehmen, an welchen Stellen des Kasernenareals die Akademie, der Gewerbe- und der Erlebnispark künftig ihre Standorte haben werden. Grossmann erläuterte die zu unternehmenden weiteren Schritte bis zum Antrag auf Genehmigung beim Landratsamt.

Sinn und Zweck der Akademie für nachhaltige Entwicklung und des Begriffs Nachhaltigkeit erfuhren die Zuhörer von Professor Christian Schaffrin von der Hochschule Konstanz. Ebenso nannte der Akademiker mit den Hochschulen Albstadt-Sigmaringen, Biberach, Rottenburg und Ravensburg-Weingarten die Partner der Akademie. Breiten Raum im Vortrag nahm das Projekt Lern- und Erlebnispark der Ravensburger Freizeit und Promotion ein, das deren Geschäftsführer Carlo Horn umfassend vorstellte.

In dieser Anlage sollen Kinder und Jugendliche spielerisch die verschiedenen Erzeugnisarten von Energie kennen lernen, führte der Vortragende aus. Horn rechnet mit einem Einzugsgebiet von 120 Kilometer. Zwischen sechs und acht Millionen Euro plant die Unternehmensgruppe aus Ravensburg an Finanzmitteln und das Entstehen von etwa 30 Arbeitsplätzen. Saisonal kämen dann noch etwa 20 Arbeitplätze hinzu, hieß es.

Zur Verwirklichung des Projektes seien etwa 65 Millionen Euro an Investitionen veranschlagt und Finanzierungssicherheit ist laut Jürgen Gaugel und Volker Fouquet vorhanden.

Gemeinderat Mengen stimmt Hohentengens Projekt E hoch Vier zu

Von Volker Knab
Schwäbische Zeitung, Mengen | 30.11.2013

Der Gemeinderat Mengen hat seine Vertreter der Verbandsversammlung beauftragt, der Änderung des Flächennutzungsplanes bei der Konversion der Oberschwaben-Kaserne zuzustimmen. Die Kosten der Änderung und Berichtigung des Planungskonzepts muss aber laut Beschlussantrag und entgegen der Satzung des Gemeindeverbands die Gemeinde Hohentengen alleine tragen.

Zur Erinnerung: Hohentengen favorisiert das Projekt „E hoch 4“. Ein Konzept, das brachliegende Gelände der Oberschwabenkaserne mit vielen Freiflächen und teils neuer, aber auch alter Bausubstanz auf dem Areal einer neuen  Verwendung zuzuführen. Bekanntlich hatte sich die Stadt Mengen eine andere Nutzung in Richung eines interkommunalen Gewerbegebiets gewünscht. Auf deren Gemarkung liegen aber nur einer geringer Teil der Konversionsfläche.

Der größte Teil der Fläche liegt auf der Gemarkung Hohentengen. Die will dort den Erlebnispark „E hoch 4“ realisieren (die SZ berichtete mehrfach). Neue  Energien, verbunden mit einer Akademie sollen den gewerblichen Teil liefern. Was den Spaßfaktor anbelangt, steht nach Angaben sowohl der Gemeinde Hohentengen wie auch der Stadt Mengen seitens Ravensburger eine Zusage.

Mengen stand dem Konzept aus Hohentengen allerdings von Anfang an
kritisch gegenüber. Im verwaltungsrechtlichen Verfahren seitens der umliegenden Gemeinden wurde Hohentengen jüngst
ausgebremst. Der rund 5500 Einwohner starken Gemeinde wurde ein zusätzlicher Bedarf an Gewerbeflächen abgesprochen.
Auf die Ausweisung neuer, großzügig geschnittener Gewerbeflächen auf der ehemaligen Oberschwaben-Kaserne musste Hohentengen deshalb verzichten.
Die Stadtverwaltung Mengen hatte erhebliche Einwände gegen das von der Gemeinde Hohentengen geplante Projekt „E hoch 4“ formuliert. Im Gemeinderat warb jetzt Bürgermeister Stefan Bubeck trotzdem für Zustimmung. „Wir sollten das Projekt in dieser Form unterstützen“, sagte er.

Artikel vom 30.11.2013

Ravensburger kommt nach Hohentengen!

Von Birgit Mehl
Wochenblatt, Bad Saulgau l 21.11.2013

Hier sagt Spieleland-Geschäftsführer Carlo Horn, wie er mit dem Thema Erneuerbare Energien 100 000 Besucher jährlich bis aus Zürich und Stuttgart begeistern will.

Was war ausschlaggebend für die Beteiligung am Konversionsprojekt „Ehoch4“ von Jürgen Gaugel und Volker Fouquet in Hohentengen?
Carlo Horn: Das Interessante ist das neue Thema Erneuerbare Energien spielerisch anzugehen und umzusetzen, so dass auch die jungen Leute verstehen, was hinter diesen Dingen steckt. Wir wollen Schulklassen, Familien und Unternehmen ansprechen, die einen Betriebsausflug machen wollen.

Was wird uns auf dem 5,41 ha großen Gelände erwarten?
5 verschiedene Themenbereiche zu 5 verschiedenen Erneuerbare-Energien-Formen mit insgesamt 20 Attraktionen, die auf die gesamte Zielgruppe ausgerichtet sind – angefangen von den Dreijährigen bis hin zu den Erwachsenen.

Zum Beispiel?
Es wird einen Solar-Highway mit mit Sonnenenergie betriebenen Fahrzeugen, eine Biogasanlage mit Wettbewerbsspiel, ein begehbares Windrad und viele andere spannende Dinge geben. Lassen Sie sich überraschen!

Wie weit sind Sie mit den Planungen?
Die Planungen sind, was die Ideen angeht, schon sehr weit. Die nächsten Detailplanungen hängen vom weiteren Genehmigungsverfahren für das gesamte „Ehoch4“-Projekt ab.

Welchen Stellenwert hat das Thema Energie bei Ravensburger?
Einen sehr hohen Stellenwert! Es gibt bei uns bereits Experimentierkästen, mit denen der jungen Generation das Thema Erneuerbare Energien, Elektrotechnik und Elektronik nahe gebracht werden soll.

Die bestehenden Bäume wollen Sie in Ihr Konzept integrieren. Was heißt das für Sie?
Wir integrieren alles, was an Grünbestand da ist, in das Projekt. Es werden keine Bäume für das Projekt gefällt, sondern wir bauen unsere Konzeption um den bestehenden Bestand herum.

Aus den Munitionsbunkern sollen Workshop-Räume werden. Wie geht das?
Die Bunker haben einen sehr tollen Charme und sind ökologisch sehr gut in die Natur eingebettet. Wir müssen jetzt die entsprechende Inneneinrichtung und Beleuchtung schaffen und dann kann man mit den Workshops beginnen.

In Kooperation mit dem Kultusministerium sollen Lernmaterialien erstellt werden. Wie ist hier der Stand?
Wir praktizieren das bereits für unsere Ravensburger Experimentierkästen Science X und haben so gute Kontakte zu den Kultusministerien der verschiedenen Bundesländer. Auf dieser Basis werden wir auch die Workshops ausarbeiten.

Das Spieleland vermeldete dieses Jahr mit 351 000 Besuchern einen neuen Rekord. In Hohentengen rechnen Sie mit 100 000 Besuchern pro Jahr. Wie wollen Sie das in diesem Flächenlandkreis schaffen?
Das hat unsere Potentialanalyse ergeben. Wir gehen von einem bis zu 120-minütigem Radius aus, der bis nach Zürich, St. Gallen und Stuttgart reicht. 2015 rechnen wir mit rd. 75 000 Besuchern, 2016 mit rd. 90 000 Besuchern und 2017 mit mehr als 104 000 Besuchern.

Werden Sie mit dem neuen Lern- und Energiepark in Hohentengen dem eigenen Spieleland Konkurrenz machen?
Es wird sicherlich Überschneidungen bei den Zielgruppen geben. Aber da es in Hohentengen um das sehr spezielle Thema Erneuerbare Energien geht, wird die Besucherzahl im Spieleland sicherlich nicht sinken.

Ravensburger möchte auch ein Energie-Spiel auf den Markt bringen.
Das Thema soll in unsere bereits bestehende Reihe Science X mit eingebunden werden.

Einstige Kaserne bekommt einen Solar-Highway

Gut besucht war die Informationsveranstaltung zu Ehoch 4 in der Göge-Halle. (Foto: Christoph Klawitter)

Von Christoph Klawitter
Schwäbische Zeitung, Mengen | 18.11.2013

Projektmacher stellen in der Göge-Halle das Ehoch4-Konzept vor – Franz Ott: „Eine Riesenchance für Hohentengen“

Begehbares Windrad, Windkanal, „Solar-Highway“ – der geplante Lern- und Erlebnispark auf dem ehemaligen Kasernengelände möchte Kindern und Jugendlichen im Alter von zwe bis 15 Jahren auf spielerische Art und Weise mit dem Thema Erneuerbare Energien vertraut machen. In der gut gefüllten Göge-Halle erläuterte Carlo Horn die Pläne. Er ist Geschäftsführer der Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH, einer Tochterfirma der Ravensburger AG. Bewohner der Göge, aber auch Bürgermeister und Gemeinderäte benachbarter Kommunen hörten aufmerksam zu.

Der Lern- und Erlebnispark ist ein Element des Gesamtprojekts. Die Pläne sind schon weit fortgeschritten. Das machte die Präsentation von Horn deutlich. Die Eröffnung ist für Ostern 2015 geplant, das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 8,2 Millionen Euro. Laut Horn werden 30 neue Arbeitsplätze entstehen, darunter 22 saisonale Arbeitsplätze – die mit Schülern und Studenten aus der Region besetzt werden sollen. Der Erlebnispark wird eine Fläche von 5,4 Hektar einnehmen. „Stellt sich der Erfolg ein, braucht man Erweiterungsflächen“, sagte Horn. So werden 4,4 Hektar als Reserve bereitgehalten. Horn peilt für 2015 rund 75.000 Besucher an, 2017 sollen es rund 105 000 sein. Er machte deutlich, dass diese Zahlen auf einer sorgfältigen Planung beruhen: „Wir kennen die Vergleichszahlen vom Spieleland.“ Horn versuchte auch, gleich vorneweg mögliche Bedenken wegen des Verkehrs auszuräumen: In Spitzenzeiten sei mit etwa 200 bis 250 Autos pro Tag zu rechnen, die den Lern- und Erlebnispark anfahren.

Bürgermeister Peter Rainer und das Projektteam stellten das Gesamtprojekt vor, das nicht nur aus dem Lern- und Erlebnispark besteht. Das Konzept sei eine einzigartige Chance, ein europäisches Modellprojekt im Sinne der Energiewende zu verwirklichen, meinte Projektentwickler Volker Fouquet. Es könne zu einem Leuchtturm-Projekt werden, das weit über Baden-Württemberg hinaus Bedeutung haben könne.

Den Projektmachern ist es wichtig, die Bürgerschaft und die gesamte Raumschaft in die Planung einzubeziehen. So soll laut Jürgen Gaugel, einem weiteren Projektentwickler, ein Projektbeirat aus Vertretern der kommunalen Politik, der regionalen Wirtschaft und weiteren Bürgern gegründet werden. Die Ehoch4 GmbH werde ihren Sitz in Hohentengen haben. Die Geschäftsführung werde von der Investorengruppe gestellt. Wie berichtet, ist ein Investor aus dieser Gruppe ausgeschieden. Gaugel nahm dazu Stellung: Der ausgeschiedene Investor habe mit der gesamten Finanzierung nur wenig zu tun. „Die Finanzierung steht zu 100 Prozent“, versicherte er auf Nachfrage aus dem Publikum. Das Gesamtprojekt habe einen Umfang von derzeit etwa 60 Millionen Euro. Der Löwenanteil von 20 bis 25 Millionen Euro entfalle auf Projekte auf den geplanten Energieflächen.

Ein weiteres wichtiges Element ist „Peak - Das Klimahotel“. Es ist so geplant, dass der Verbrauch von Heizung, Kühlung, Trinkwassererwärmung und Licht vollständig durch die selbst generierte Energie gedeckt wird. „Es ist ein Seminar- und Kongresshotel mit einem guten Standard“, erläuterte Gaugel. Es solle aber bezahlbar bleiben. Das Hotel soll laut Gaugel rund 130 Plätze und drei Tagungsräume bieten und habe ein Investitionsvolumen von etwa sechs bis acht Millionen Euro.

Die geplante Akademie dient der Ausbildung von Fachkräften für den Energiesektor. Verkleinert hat sich gegenüber dem ursprünglichen Plan der Umfang der Gewerbeflächen. Dafür werden die bereits bestehenden Gewerbegebiete „Am Flugplatz“ nun stärker eingebunden, ebenso der Bereich Sägewerk Reichert.

Einige Zuhörer meldeten sich nach den Vorträgen zu Wort und zeigten sich von dem Gesamtprojekt beeindruckt. „Es ist eine Riesenchance, die die Gemeinde Hohentengen hat“, sagte etwa Alt-Bürgermeister Franz Ott. „Es trifft den Zeitgeist“, meinte Landtagsabgeordneter Klaus Burger. Weiter im Dunkeln blieb, wer die Mitglieder der Investorengruppe sind.

Artikel vom 18.11.2013

Visionär im Kreuzverhör

Von Birgit Mehl
Wochenblatt Bad Saulgau, Sigmaringen | 14.11.2013

Die noch zu gründende „Ehoch4“-GmbH will mit der Ravensburger AG Ostern 2015 die Eröffnung des Erlebnisund Lernparks auf dem früheren Oberschwabenkasernen- Areal in Hohentengen feiern! Hier sagt rojektentwickler Jürgen Gaugel, wie es ohne den Investor Wirsol weiter geht und wieso bei der Gewerbefläche abgespeckt wurde.

Die Wirsol-Gruppe, der bisher federführende Investor, leitete ein vorläufiges Insolvenzverfahren ein. Wer wird die 60 – 80 Millionen Euro für das  Konversionsprojekt „Ehoch4“ jetzt stemmen?
Jürgen Gaugel:
Die Wirsol- Gruppe war nicht der federführende
Investor. Vorstandsvorsitzender Markus Wirth, den ich seit langem persönlich kenne, war nur der Sprecher der Investoren. Die Insolvenz
hat keinerlei Auswirkungen auf „Ehoch4“. Die 60 – 80 Millionen Euro Investition werden nach wie vor von einer badenwürttembergischen
Investorengruppe gestemmt.

Gibt es bereits einen neuen Geldgeber?
Wirsol wollte im Bereich Energie investieren. Hier haben wir bereits Ersatz gefunden. Es handelt sich um ein renommiertes Unternehmen, mit dem gerade die entsprechenden Vereinbarungen geschlossen werden.

Trotzdem soll Markus Wirth weiterhin Geschäftsführer von „Ehoch4“ werden?
Das stimmt nicht. Die „Ehoch4 GmbH“ muss erst noch gegründet werden,  dies wird schon in den kommenden Wochen geschehen . Es wird mehrere  Geschäftsführer geben. Außerdem wollen wir einen Beirat gründen, in dem sich Vertreter aus Kommunalpolitik und örtlicher Wirtschaft einbringen können. Wir legen großen Wert darauf, dass „Ehoch4“ ein regionales Projekt wird.

Wie weit sind die Verhandlungen mit der Grundstückseigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben?
Die Kaufpreisverhandlungen sind abgeschlossen, die Kaufvertragsentwürfe werden derzeit geprüft. Wir gehen davon aus, dass es noch dieses Jahr zur Unterschrift kommt.

Der Stadt Mengen ist die Planung mit mehreren Sondergebieten zu pauschal und flexibel. Was heißt das für die Arbeit an „Ehoch4“?
Wir befinden uns in einem Verfahren und nicht in einem fertigen Prozess! Wir haben nach den Anhörungen der Träger öffentlicher Belange unser Konzept modifiziert. Wir haben es den Anforderungen bzw. Anregungen aus den Stellungnahmen der Fachbehörden angepasst, in den Grundzügen entspricht es zu 100 % dem Ursprungskonzept. Wir würden uns freuen, wenn der Gemeinderat Hohentengen bei seiner nächsten Sitzung die  entsprechenden Beschlüsse fassen würde.

„Ehoch4“ sieht weitere 14 ha Gewerbefläche vor. In Hohentengen gibt es noch genügend freie Gewerbeflächen. Wie rechtfertigen Sie den  Flächenverbrauch?
Wir haben die geplante Gewerbefläche deshalb auf ca. 4 ha reduziert. Ca. 10 ha werden wir von den bestehenden freien Gewerbeflächen  Hohentengens nördlich der Flughafenlandebahn mit nutzen. Dies hat auch
für die Gemeinde Hohentengen nachvollziehbare Vorteile.

Die Stadt Mengen behauptet, die Gewerbeflächen seien ohne städtebaulichen Bezug in die freie Landschaft geplant. Was sagen Sie zu dem Vorwurf?
Ein städtebaulicher Bezug ist keine zwingende Vorgabe. Wir haben die Gewerbegebiete aus ökologischen und ökonomischen Gründen dort angesiedelt. Aus unserer Sicht sind sie dort am sinnvollsten, weil wir
so z.B. auf bereits bestehende Straßen und Wege zurückgreifen können.

Das heißt?
Damit konnten wir die Versiegelungen neuer Flächen deutlich reduzieren. Ebenso sollten dabei auch die ökologischen Auswirkungen beachtet werden. Im übrigen macht es keinen Sinn, Gewebeflächen im Bereich des Erlebnis- und Lernparks anzusiedeln.

Wann ist frühestens mit dem ersten Spatenstich zu rechnen?
Ich bin sicher, dass wir mit unserem modifizierten Konzept ganze Arbeit geleistet haben, dem u. a. auch das Regierungspräsidium zustimmen kann. Wir würden gern Ostern 2015 die Eröffnung des Erlebnis- und Lernparks feiern.

Der Landkreis Sigmaringen hat keine 130 000 Einwohner. Was macht Sie so sicher, dass das Riesenprojekt hier funktioniert?
Es handelt sich um ein regionales Projekt im Bereich Erneuerbare Energien, das europaweit einmalig ist und sicherlich überregional Anerkennung finden wird. Wir haben die Besucherzahlen sehr konservativ hochrechnen lassen.

Mit welchem Ergebnis?
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass „Ehoch4“ sehr schnell sehr gut  funktioniert. Wir haben für die unterschiedlichen Bausteine Studien erhoben,  welche z.B. klar hervorbrachten, dass das angedachte Seminarhotel mit einer entsprechenden guten Auslastung rechnen kann.

In Schutterwald realisiert Sowienergie mit der Wirsol Solar AG auf einem 6,6 ha großen Areal der Pfarrpfründestiftung der Erzdiözese Freiburg einen Solarpark. Wie geht es mit diesem Projekt weiter?
Der Solarpark wurde von uns entwickelt. Realisieren wird ihn nun ein anderer Generalunternehmer. Der Solarpark soll noch 2013 fertig gestellt werden.

Gewerbepark wird kleiner als geplant

Der Bau des Klimahotels auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne ist eines der Projekte, die auf der Informationsveranstaltung vorgestellt werden. (Foto: Ehoch4)

Von Christoph Klawitter
Schwäbische Zeitung, Mengen | 15.11.2013

Der geplante Erlebnis- und Gewerbepark Ehoch4 in der ehemaligen Kaserne stößt bei Nachbargemeinden und Behörden auf Vorbehalte. Das ist beim ersten Anhörungsverfahren deutlich geworden. Konsequenz: Der Park wird nun kleiner dimensioniert.

Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Klaus Burger kritisierte in der Gemeinderatssitzung das Regierungspräsidium Tübingen. „Da hätte ich schon erwartet, dass da etwas mehr Kooperationsbereitschaft dargelegt wird.“ Hintergrund ist, dass momentan in der Raumplanung das Thema Flächen sparen hoch im Kurs steht. So wird ganz genau hingeschaut, wenn eine Gemeinde neue Gewerbegebiete ausweisen will.

Doch in Hohentengen ging man davon aus, dass die ehemalige Kaserne ein Sonderfall ist. Ein „nicht-normales Gewerbegebiet“, wie es Klaus Burger ausdrückte. Doch offenbar setzt die Behörde nun die gleichen strengen Regeln an, so als handle es sich um ein normales Gewerbegebiet. Deshalb bemängelte die Behörde die Anzahl der auszuweisenden Flächen als zu groß. Das ärgerte Gemeinderat Martin Reck. Er erinnerte daran, dass man den betroffenen Gemeinden bei der bundesweiten Schließung von Kasernen zugesagt habe, den Konversionsprozess wohlwollend zu begleiten. „Da sieht man wie wohlwollend die Unterstützung in der Konversion ist“, zog er ein bitteres Fazit.

Die Nachbargemeinden befürchten Nachteile

Aber auch vonseiten Bad Saulgaus und Mengen kommen Beschwerden. Die Befürchtung: Hohentengen weist mit dem Park so viele neue Flächen aus, dass womöglich für die umliegenden Gemeinden zu wenig neue Flächen übrig bleiben, wenn die Hohentenger Gebiete auf die gesamte Raumschaft angerechnet würden. In der Stellungnahme Bad Saulgaus kommt zudem die Sorge vor einer „erheblichen Konkurrenzsituation“ zum Ausdruck. Es müsse für Bad Saulgau auch künftig möglich sein, „Gewerbeflächen auszuweisen und wettbewerbsfähig anzubieten“. Die Stadt Mengen legte eine sehr detaillierte Stellungnahme mit allerlei Forderungen und Kritikpunkten vor. Das Konzept nehme beispielsweise nicht Rücksicht auf gewachsene Siedlungsstrukturen und habe erhebliche Auswirkungen auf Mengen. Die Stadt macht auch deutlich, dass sie lieber ein interkommunales Gewerbegebiet gehabt hätte.

Die Anzahl der vielen Kritikpunkte und Detailforderungen aus Mengen sorgte für Kopfschütteln im Gemeinderat. Rat Peter Löffler fasste den Unmut in Worte: Einerseits empfinde man die Gewerbeflächen als störend und zu groß, andererseits wolle man aber ein interkommunales Gewerbegebiet haben und selber mitmachen. Er wie auch Planer Klaus Grossmann von dem gleichnamigen Büro betonten, dass der Park ausschließlich für Firmen aus dem Bereich erneuerbare Energien gedacht sei, von einer Konkurrenz also keine Rede sein könne.

Verband entscheidet über den Flächennutzungsplan

Nun ist es so, dass sich Hohentengen in einem Gemeindeverwaltungsverband mit Scheer und Mengen befindet: Parallel muss der Flächennutzungsplan geändert werden, und das entscheidet dieser Verband. Auch hat die Machbarkeitsstudie der Riedlinger Hochschule ergeben, dass der Bereich, wo die Akademie angesiedelt werden soll, nicht so groß wie ursprünglich vorgesehen sein muss. Angesichts all dessen wird jetzt kleiner geplant.

Das Sondergebiet Akademie beträgt statt rund 19 nun rund 13 Hektar und auch bei den geplanten Gewerbegebieten werden die Flächen reduziert: Die Kasernengebäude, die nicht von der Akademie genutzt werden, sollen als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, also keine neuen Gebäude auf der Wiese gebaut werden. Die unbebaute Grünfläche innerhalb des rund 80 Hektar großen Gesamtgebietes wiederum erhöht sich von rund 15 auf rund 28 Hektar. Die restlichen beiden Sondergebiete hingegen bleiben gleich. Trotz der Reduzierung stünden die Investoren weiter hinter dem Projekt, versicherte Bürgermeiser Peter Rainer auf Nachfrage von Klaus Burger.

Das Büro Grossmann wird jetzt einen neuen Entwurf für den Bebauungsplan ausarbeiten, der Gemeinderat Hohentengen beauftragte ihn dafür. Dann gibt es noch einmal ein Anhörungsverfahren. Und erst danach wird endgültig entschieden, wie der Park auf dem ehemaligen Kasernengelände gebaut werden soll.

Artikel vom 15.11.2013

Vom Konzept überzeugt

Von Birgit Mehl
Wochenblatt Bad Saulgau, Sigmaringen | 19. September 2013

Diese Vision kostete Millionen

Das kostet Millionen: Auf dem Gelände der früheren Oberschwabenkaserne soll ein europaweit einzigartiger Erlebnis- und Gewerbepark für erneuerbare Energien entstehen! BM Peter Rainer und Klaus Burger, Gemeinderatsmitglied und Landtagsabgeordneter, sind vom Konzept „E hoch 4“ überzeugt.
Hohentengen - Das Nutzungskonzept „E hoch 4“ ist eine eingetragene Marke und liest sich im Internet wie ein makellose Werbebroschüre. Entwickelt wurde es von Jürgen Gaugel, Inhaber der Firma Sowienergie in Baienfurt, und Volker Fouquet von der gleichnamigen Kommunalberatung in Konstanz.
Petra Waltinger, Assistentin der Projektentwicklung, bestätigte, dass zwei neue Gewerbegebiet für Unternehmen der erneuerbaren Energien entstehen sollen - inklusive Arbeitsplätze. Ein Gewerbegebiet soll auch von Studenten genutzt werden. Die Hochschulen Konstanz, Albstadt-Sigmaringen, Biberach, Weingarten und Rottenburg sollen das Gelände mit Seminaren, Forschungsprojekten und mehr aus dem Fachbereich erneuerbare Energien zum Campus machen. Auch Berufsschulen sollen die Einrichtung nutzen können. Sogar an ein Hotel ist gedacht.
Die Ravensburger AG soll einen Erlebnis- und Wissensparcours realisieren, in dem sich Kinder und Jugendliche spielerisch mit dem Thema Energie auseinandersetzen. Ganze Schulklassen sollen kommen. Zusammen mit dem Kulturministerium soll entsprechendes Unterrichtsmaterial entwickelt werden.

Komplett energieautark

Außerdem ist eine Musterhaussiedlung geplant. Es ist von einem Energiemuseum, einer Messe und Kompetenzzentren die Rede. Der Clou an dem Ganzen: Der Park soll komplett energieautark werden. Alle erneuerbaren Energien sollen miteinbezogen werden - von der Solarenergie bis zur Holzvergasung. Wasserkraft und Biomasse sind bereits vorhanden.
Eine Investorengruppe, die die nötigen Millionen locker macht, ist gefunden, wie Petra Waltinger von Sowienergie versichert. Das Bebauungsplanverfahren läuft. Die Verkaufsverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) stünden kurz vor dem Abschluss. Im Herbst steht die Änderung des Flächennutzungsplans an. Das Regierungspräsidium Tübingen muss auch noch grünes Licht geben.
Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer hält das Konzept für in sich schlüssig. Das Projekt habe mehrere Standbeine, die bestehenden Gebäude können sachgerecht genutzt werden. Landtagsabgeordneter Klaus Burger meint: „Das wäre eine sinnvolle Verwendung für die Militärbrache, die den Zeitgeist trifft.“

 

 

 

Das Konzept trifft den Zeitgeist

Von Jürgen Witt
Südkurier, Sigmaringen | 02.08.2013 

Die Umnutzung der einstigen Oberschwabenkaserne ist einen großen Schritt vorangekommen. Der Gemeinderat von Hohentengen hat mit Empfehlung seines Bürgermeister Peter Rainer dem Nutzungskonzept des Investors „Ehoch4“ einhellig zugestimmt.

„Das Konzept trifft den Zeitgeist. Mit einem energieautarken Gelände, mit einem Campus und Hotel mit 80 Betten, mit entstehenden Energiehäusern, mit einer Holzvergasungsanlage, mit dem Ravensburger Spieleland als zusätzlichen Partner“, freut sich der Landtagsabgeordnete Klaus Burger auf eine vielschichtige Geschichte, die in diesem Projekt steckt. Doch ist die getroffene Entscheidung durch die Hohentengener nicht auch ein Politikum? Noch vor einem halben Jahr hatte Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck von einem großen gemeinsamen Gewerbegebiet und von einem Großinvestor für ein 80-Millionen-Euro-Megaprojekt geschwärmt – eine visionäres Ansinnen, das im SÜDKURIER Schlagzeilen machte...  weiterlesen

 

 

 

In früherer Kaserne entsteht Erlebnis- und Gewerbepark rund ums Thema Energie

Von Rudi Multer
Schwäbischen Zeitung,  Mengen | 25.07.2013

Europaweit einmaliges Projekt in Zusammenarbeit von Hochschulen zum Erforschen und Testen erneuerbarer Energien – Erlebnis- und Lernpark in Zusammenarbeit mit der Ravensburger AG

Eines der größten Projekte des Landes für die Umnutzung einer von der Bundeswehr aufgegebenen Kaserne nimmt Gestalt an: Die frühere  Oberschwaben-Kaserne Mengen-Hohentengen wird in einen Erlebnis- und Gewerbeparkt rund um das Thema erneuerbare Energien umgestaltet. Im Akademiebereich sollen Hochschulen der Region rund um das Thema E-Mobilität, regenerative Energien und Energieeinsparung lehren und forschen. Ein Erlebnis- und Lernpark zum selben Themenfeld ist für Familien-  Jugendgruppen und Firmenausflüge für den eher spielerischen Umgang mit dem Thema gedacht. Für das Testen neuer Verfahren zur Erzeugung regenerativer Energien solle es ebenfalls Flächen. Schließlich sollen sich in verschiedenen Abschnitten eines Gewerbegebiets verschiedenste Firmen aus dem Bereich Energieeinsparung und regenerative Energien ansiedeln. Das geht sogar soweit, dass eine Grünfläche für den Anbau und den Test mit Pflanzen zur Energiegewinnung ausgewiesen ist.

Das Projekt ist europaweit einmalig, machte Volker Fouquet von der Kommunalberatung Konstanz im Gemeinderat in Hohengengen (Kreis Sigmaringen) deutlich. Zusammen mit Jürgen Gaugel von der „Sowienergie“ in Baienfurt entwickelt er das Projekt auf dem früheren Kasernengelände. Er sieht darin auch ein für das Land Baden-Württemberg einmalige Chance. Die bestehenden Gebäude und auch die Sportanlagen eigneten sich gut für eine Verwendung im Akademiebereich als Seminargebäude. Insgesamt werden für den Park mit dem Namen „Ehoch4“ (Europäischer Erlebnis- und Gewerbepark für erneuerbare Energien Hohentengen) 77,11 Hektar geplant. In der Sitzung am Mittwoch brachte der Gemeinderat den dafür notwendigen Bebauungsplan auf den Weg.

Regenerative Energie und Bildung setzen Schwerpunkt


Schwäbische Zeitung, Bad Saulgau | 24.07.2013

Hohentengen stellt im Gemeinderat geplante Nachnutzung der Kaserne vor

Für das aufgegebene Kasernengelände in Hohentengen gibt es konkrete Pläne für eine Nachnutzung: In der Gemeinderatssitzung heute werden die Pläne vorgestellt. Zuerst einmal geht es aber um das Planungsrecht. Darüber muss der Gemeinderat entscheiden.
Insgesamt hat das Gelände eine Größe von circa 77,11 Hektar. Auf diesem Gelände soll ein Wissenschafts-, Technologie- und Gewerbe- und Erlebnispark mit Schwerpunkt der zukunftsorientierten Technologie der Gewinnung regenerativer Energie entstehen.
Zentraler Bestandteil des Konzeptes „Ehoch4“ ist dabei unter anderem die „Akademie für nachhaltige Entwicklung“. Bildungsträger aus der ganzen Region sollen sich dort mit begrenzter Präsenz ansiedeln. Ein Erlebnis- und Lernpark mit innovativem Hintergrund soll ebenfalls auf das Gelände kommen. Hierfür wurde mit der Ravensburger AG ein namhafter Kooperationspartner aus der Region gefunden.
Ein Sondergebiet wird der Erzeugung regenerativer Energie mit rund 20 Hektar gehören. Des Weiteren ist die Ausweisung von Gewerbegebieten geplant, begleitend zu den übergeordneten Themen. Für das Vorhaben ist eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig.

 

 

Rat begrüßt Nutzungskonzept

Südkurier, Mengen | 15.01.2013

In einer gemeinsamen Presseerklärung erläutern die Kommunen Mengen und Hohentengen das geplante Nutzungskonzept für die Konversion der Oberschwabenkaserne. Die Vorzeichen für die Konversion der  Oberschwabenkaserne Mengen/Hohentengen sind besser als zunächst  befürchtet. Neben den ersten Mietanfragen gibt es inzwischen  Interessenten, die sich für den Erwerb des gesamten Areals interessieren.

Nachdem die letzten Soldaten bereits im Herbst 2012 die Kaserne verlassen haben, unternehmen sowohl der Bund als Eigentümer – das Gelände steht unter der Verwaltung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) – wie auch die beiden Standortkommunen vielfältige Anstrengungen, um schon bald eine sinnvolle Nachfolgenutzung zu erreichen. Als Ergebnis eines von der BIMA initiierten Interessensbekundungsverfahrens stellte nun ein Projektentwicklungsteam aus Baden-Württemberg in eigens einberufenen Sondersitzungen der Gemeinderäte in Mengen und Hohentengen ein innovatives und realisierbares städtebauliches Nutzungskonzept für die Konversion der Oberschwabenkaserne vor. Um die Interessen der potentiellen Investoren zu wahren, finden die ersten Beratungen noch nicht-öffentlich statt. Selbstverständlich wird bei konkreten Planungsschritten die Öffentlichkeit einbezogen werden.
Das nun vorgestellte Projekt umfasst die konzeptionelle Entwicklung eines nachhaltigen Wissenschafts-, Technologie-, Gewerbe- und Erlebnisparks mit einem Schwerpunkt in zukunftsorientierten Technologien. Es korrespondiert mit den bisherigen Planungen der Kommunen, auf den Konversionsflächen ein interkommunales Gewerbegebiet sowie ein Aus- und Weiterbildungszentrum Verkehr/Logistik einzurichten. Im Vordergrund stehen die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie eine regionale Wertschöpfung durch eine stadtplanerische und landschaftliche Einbindung in die vorhandenen Standortqualitäten von Hohentengen und Mengen. Beide Gemeinderäte haben mit großen Mehrheiten und eindeutigem positivem Votum dem vorgelegten Strukturkonzept zugestimmt, für dessen zügige Umsetzung eine baden-württembergische Investorengruppe bereit steht.
Nächste Schritte für eine Realisierung sind Grundstücksverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) sowie die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen. Hierbei erhoffen sich die Kommunen eine umfassende Unterstützung durch den Bund und das Land, um die Oberschwabenkaserne bald mit neuem Leben zu erfüllen.

 

 

Oberschwabenkaserne wird zum riesigen Entwicklungs- und Erlebnispark

Südkurier, Mengen l 14.01.2013

In einer gemeinsamen Presseerklärung erläutern die Kommunen Mengen und Hohentengen das geplante Nutzungskonzept für die Konversion der Oberschwabenkaserne. Die Vorzeichen für die Konversion der Oberschwabenkaserne Mengen/Hohentengen sind besser als zunächst befürchtet. Neben den ersten Mietanfragen gibt es inzwischen Interessenten, die sich für den Erwerb des gesamten Areals interessieren.


Nachdem die letzten Soldaten bereits im Herbst 2012 die Oberschwabenkaserne verlassen haben, unternehmen der Bund als Eigentümer und die Standortkommunen Mengen und Hohentengen vielfältige Anstrengungen, um schon bald eine sinnvolle Nachfolgenutzung zu erreichen.

Nachdem die letzten Soldaten bereits im Herbst 2012 die Kaserne verlassen haben, unternehmen sowohl der Bund als Eigentümer – das Gelände steht unter der Verwaltung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) – wie auch die beiden Standortkommunen vielfältige Anstrengungen, um schon bald eine sinnvolle Nachfolgenutzung zu erreichen. Als Ergebnis eines von der BIMA initiierten Interessensbekundungsverfahrens stellte nun ein Projektentwicklungsteam aus Baden-Württemberg in eigens einberufenen Sondersitzungen der Gemeinderäte in Mengen und Hohentengen ein innovatives und realisierbares städtebauliches Nutzungskonzept für die Konversion der Oberschwabenkaserne vor. Um die Interessen der potentiellen Investoren zu wahren, finden die ersten Beratungen noch nicht-öffentlich statt. Selbstverständlich wird bei konkreten Planungsschritten die Öffentlichkeit einbezogen werden.

Das nun vorgestellte Projekt umfasst die konzeptionelle Entwicklung eines nachhaltigen Wissenschafts-, Technologie-, Gewerbe- und Erlebnisparks mit einem Schwerpunkt in zukunftsorientierten Technologien. Es korrespondiert mit den bisherigen Planungen der Kommunen, auf den Konversionsflächen ein interkommunales Gewerbegebiet sowie ein Aus- und Weiterbildungszentrum Verkehr/Logistik einzurichten. Im Vordergrund stehen die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie eine regionale Wertschöpfung durch eine stadtplanerische und landschaftliche Einbindung in die vorhandenen Standortqualitäten von Hohentengen und Mengen. Beide Gemeinderäte haben mit großen Mehrheiten und eindeutigem positivem Votum dem vorgelegten Strukturkonzept zugestimmt, für dessen zügige Umsetzung eine baden-württembergische Investorengruppe bereit steht.

Nächste Schritte für eine Realisierung sind Grundstücksverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) sowie die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen. Hierbei erhoffen sich die Kommunen eine umfassende Unterstützung durch den Bund und das Land, um die Oberschwabenkaserne bald mit neuem Leben zu erfüllen.

80-Millionen-Megaprojekt für Kaserne

Von Jürgen Witt
Südkurier Sigmaringen l 04.01.2013

Das Bundewehrareal in Mengen/Hohentengen weckt Interesse von
Investoren, Mengens Bürgermeister sieht sich in komfortabler Situation

Frohe Kunde für die Stadt Mengen und die Gemeinde Hohentengen. Die frisch renovierte Oberschwaben-Kaserne hat potenzielle Investoren, die sich um das Areal bewerben. Dies bestätigte Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck im Gespräch mit dem SÜDKURIER. „Es wurden zwei Angebote von Kaufinteressenten abgegeben. Die werden jetzt auf Plausibilität und Machbarkeit geprüft“, sagte Bubeck. Da ein Großteil der Fläche auf der Gemarkung Hohentengen liegt, würde das Thema Umnutzung der Gebäude sowohl von der Stadt Mengen als auch von der anliegenden Gemeinde gleichberechtigt angegangen werden. Das Investitionsvolumen bewegt sich nach Worten des Bürgermeisters zwischen 60 und 80 Millionen Euro. Das Verfahren dürfte sich aber bis zur Entscheidung einige Wochen hinziehen. Schließlich befände man sich in der komfortablen Situation, aus mehreren Möglichkeiten wählen zu können.
Parallel dazu wurde das Konzept für Verkehr und Logistik entwickelt – ein  Kompetenzzentrum mit zwei Hochschulen. Dieses wäre insofern interessant, da die beiden Orte einen gewissen Standortvorteil besäßen, was den Straßen und Flugverkehr (Bundesstraße, Flugplatz) betrifft.
Das ehemalige Stabsgebäude der Kaserne ist bereits seit Mitte Dezember von
einem Einzelhändler belegt, der mit Büromaschinen und Computer handelt. Neben dem bebauten Teil von 25 Hektar böte sich eine weitere Fläche von 65 Hektar unbebauter Fläche als Gewerbegebiet an, wofür vier Kommunen (neben Mengen und Hohentengen auch Bad Saulgau und Scheer) ihr Interesse signalisierten.
Zur Historie: Die Oberschwaben-Kaserne war 1939 von der damaligen Reichsluftwaffe gegründet worden. Nach der Besetzung durch die französische Armee am 22. April 1945 nutzte der französische Oberbefehlshaber Jean de Latre de Tassigny den angrenzenden Flugplatz in Hohentengen, um die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht entgegenzunehmen. Seit 1957 war der Standort in der Hand der Bundeswehr. Erbaut wurde die Kaserne in den Jahren 1960 bis 1962 aus Mangel an Unterkünften für den Betrieb des Flugplatzes, der bis 1978 militärische Verwendung fand.
Infolge der 2010 beschlossenen Bundeswehrreform, die im Juli 2011 eine Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland beinhaltete, wurde auch die Standortaufgabe von Mengen/Hohentengen beschlossen. Im Januar 2012 kamen ein letztes Mal Rekruten zur dreimonatigen Grundausbildung, danach Druckansicht: Sigmaringen: 80-Millionen-Megaprojekt für Kaserne endete der Ausbildungsauftrag der Oberschwaben-Kaserne. Der Standort galt in dem  strukturschwachen ländlichen Raum als ein ganz wichtiger wirtschaftlicher Faktor – auch für die benachbarten Gemeinden. Mit der Abwicklung der   Oberschwaben-Kaserne drohte ein weiterer Einbruch der regionalen Wirtschaft. Doch mit dem Interesse von potenten Investoren scheint nun der Weg in eine erfreulichere Zukunft gefunden.

Oberschwaben-Kaserne: Investor will einsteigen

Von Frank Wiesner
Wochenblatt, Bad Saulgau | 03.01.2013

Das neue Jahr beginnt mit guten Nachrichten:
Für die Oberschwaben Kaserne Mengen/Hohentengen gibt es einen potenziellen Investor – und damit vielleicht auch eine Zukunft!


„Es stimmt“, sagt Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck gegenüber dem WOCHENBLATT,„wir haben einen ernsthaften Interessenten für die Kaserne.“ Wer es ist, will Bubeck noch nicht sagen. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um einen Interessenten,der das ganze Kasernen-Areal kaufen will.

Europäische Dimension
Es habe sogar mehrere Kauf-Interessenten gegeben – mit einem habe man die Gespräche vertieft. Das Konzept des Investors werde derzeit geprüft,so  Bubeck. Es handele sich um einen namhaften, privaten Investor,der ein Projekt auf dem rund 85 Hektar großen Kasernengelände „von europäischer Dimension“ verwirklichen will. „So etwas gibt es bisher in Europa noch nicht“, so Bubeck wörtlich.

 

 


Ehoch4 ist ein Projekt der SOWIEnergie e.K.